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Profil: Heike Simmet, Rastede
  |  18.05.2012

Studie Social Media - Potenziale von kleinen und mittelständischen Unternehmen noch nicht genutzt

Die Chancen von Social Media werden heute immer stärker auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen erkannt.
Dennoch nutzt nur eine Minderheit die immensen Potenziale der sozialen Netzwerke voll aus. Viele Mittelständler sehen angesichts der enormen Vielfalt von Social Media Plattformen und Anwendungen den „Wald vor lauter Bäumen“ noch nicht. Vor allem die Vorteile des Aufbaus eines echten Dialogs mit den Kunden in der virtuellen Welt werden völlig unterschätzt. Hier besteht noch ein erheblicher Nachholbedarf. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die unter der Leitung der Professorin Heike Simmet an der Hochschule Bremerhaven mit mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgeführt wurde.

Kernergebnisse der Studie
• Die gängigen Social Media Plattformen und Instrumente kennen kleine und mittelständische Unternehmen.

• 75% der befragten Unternehmen sind bereits in den sozialen Netzen zumindest mit einem persönlichen Account in geschäftlichem Interesse auf diversen Social Media Plattformen aktiv.

• Genutzt werden vor allem Facebook (53,9%), Xing (50,8%), Twitter (35,9%), YouTube (25,9%) und Blogs (21,4%). LinkedIn wird von 16,9% der Unternehmen eingesetzt. Google+ spielt mit 6% der Angaben bislang nur eine sehr untergeordnete Rolle.

• Ziel ist überwiegend ein Vorsprung in Öffentlichkeitsarbeit (59,2% volle Zustimmung), Bekanntheit (48,7% volle Zustimmung), Werbung (36,9% volle Zustimmung) und Aufbau einer Real-Time-Kommunikation (33,5% volle Zustimmung).

• Die Aktualisierung der Beiträge in den Social Media erfolgt mehrmals in der Woche (41,8%) oder sogar täglich (20,7%).

• Dafür setzen die Befragten einen bzw. mehrere Mitarbeiter ein, die mindestens 30 Minuten (35,5%), 30 Minuten - 2 Stunden (39,0%) oder sogar 2 - 3 Stunden (15,1%) täglich in den Social Media für das Unternehmen aktiv sind.

• Diese Mitarbeiter sollten vor allem über Kommunikationsfähigkeit, Dialogkompetenz, soziale Kompetenz, Sprachkompetenz und Kritikfähigkeit verfügen.

• Als besonders wichtig gelten der Umgang mit vertraulichen Informationen, die Einhaltung des Urheberrechtes und die Beachtung der Unternehmens-Ethik.

• Von den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die noch nicht in den sozialen Netzwerken vertreten sind, sieht fast die Hälfte (47,3%) Handlungsbedarf.

• Innerhalb der nächsten 6-12 Monate wollen 41,4%, innerhalb der nächsten 3-6 Monate 22,4% und in den nächsten 3 Monaten 13,8% der befragten Unternehmen aktiv werden.

• Die Neueinsteiger planen ihre erste Aktivität überwiegend auf Facebook (74,1%). Darüber hinaus werden Präsenzen auf Xing (41,4%) und YouTube (20,7%) angestrebt.

Revolution im Marketing für kleine und mittelständische Unternehmen durch SoLoMo
Die Mehrheit der kleinen und mittelständischen Unternehmen nutzt die sozialen Netzwerke zur kostengünstigen und effizienten Ansprache von Kunden und auch potenziellen Mitarbeitern bereits. Vor allem Facebook spielt hier eine zentrale Rolle. Allerdings werden Social Media von den kleinen und mittelständischen Unternehmen noch nicht hinreichend als effizientes lokales Dialog- und Profilierungsinstrument im Sinne des sich zunehmend durchsetzenden Trends zum SoLoMo (Social-Local-Mobile) eingesetzt.

Erst durch eine verstärkte Verwendung lokaler Social Media Plattformen und Bewertungsdienste wie z.B. Qype könnten kleine und mittelständische Unternehmen in Verbindung mit mobile Devices und Apps ihre traditionellen Stärken wie Kundennähe und Serviceorientierung in Nischenpositionen auch in der virtuellen Welt voll ausspielen. Im Sinne eines Dreiklangs von Social – Local – Mobile verstanden kann die Nutzung von Social Media sogar zu einer Revolutionierung des Marketings für kleine und mittelständische Unternehmen führen.

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