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Die wichtigsten 5 Kriterien für die Auswahl eines Web Analytics-Tools für KMU’s

In diesem Artikel werden wichtige Faktoren für die Auswahl von Webanalyse-Lösungen vorgestellt. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können dadurch Fehler und hohe Kosten vermeiden.
Dimitri Tarasowski | 27.06.2012

Viele erfolgreiche Unternehmen haben den Trend bereits vor einigen Jahren erkannt. Sie setzten strategisch Web Analytics Controlling-Lösungen für die Auswertung der Effektivität und Effizienz sowohl von Online- als auch von Offline-Marketing-Kampagnen ein. In Zeiten der Software-Vielfalt stehen die Unternehmen erneut vor der Frage, welche Lösungen die Strategie verbessern und noch mehr relevante Daten liefern können. Doch bevor man ein Tool für das Web-Tracking aussuchen kann, sollten die unternehmensinternen Ziele bereits definiert sein. Neben der Zieledefinition sind einige wichtige Aspekte zu beachten, damit der Einsatz von solchen Analyse-Lösungen erfolgreich verlaufen kann. Im weiteren Verlauf lernen Sie die wichtigsten 5 Kriterien kennen, die für einen langfristigen Betrieb von hoher Bedeutung werden können.

Humas Ressources als kritischer Erfolgsfaktor

Wenn es um das Aussuchen des passenden Tracking-Tools geht, wird dieser Faktor von den meisten Experten sehr oft vernachlässigt. Meistens fängt man mit den Anforderungen und den Möglichkeiten an, die solch eine Software können muss. Doch jede Software ist in diesem Fall nutzlos, wenn im Unternehmen keine ausgebildeten Experten zur Verfügung stehen. Es sollten Mitarbeiter ausgesucht werden, die das nötige Know-how sowie Motivation und Zielstrebigkeit dafür mitbringen. In den meisten Fällen haben sich die Mitarbeiter am besten positioniert, die sich auch mit der Idee der Einführung des jeweiligen Tools im Unternehmen als erstes gemeldet haben. In der Regel sind diese Mitarbeiter im weiteren Verlauf die Top-Experten für die vereinbarten Tracking-Lösungen.

Irreversible Kosten vermeiden

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen müssen ihre Kostenstruktur so schlank wie möglich halten. Ein paar tausend Euro können in der Regel sehr viel bewirken, daher sind die entstehenden Kosten während des Prozesses der Evaluierung von Webanalyse-Lösungen sehr wichtig und müssen genauestens definiert werden. Denn bei einem Wechsel oder Vertragskündigung sind diese Kosten irreversibel. Daher müssen die verantwortlichen Personen bereits eine Vorauswahl an Tool-Anbietern treffen, mit der man ziemlich sicher sein kann, dass die Tracking-Lösungen genau an die gestellten Anforderungen im Unternehmen passen. Auch investierte Zeit oder notwendige Schulungen können den höchsten Anteil von diesen Kosten ausmachen.

TCO (Gesamtbetriebskosten) richtig kalkulieren

Man unterscheidet die Gesamtbetriebskosten in zwei Arten. Die erste Art dieser Kosten werden als die direkten Kosten bezeichnet, in diese Kategorie fallen unter anderem die Anschaffungskosten für Hard- und Software, Administration und Verwaltungsaufwand beispielsweise für Projektkoordination oder Budgetplanung. In der Regel sind die direkten Kosten bei einem Web Analytics-Anbieter überschaubar und werden im Detail kalkuliert. Diese Kostenart ist zum Vergleich zu den indirekten Kosten, der zweiten Art der Gesamtbetriebskosten, recht überschaubar. Denn die indirekten Kosten sowie auch die Folgekosten sind weitaus wichtiger und müssen detailliert aufgestellt werden. Zu dieser Kostenart zählen Mitarbeiterentwicklung, Einweisung von anderen Teilnehmern, Trainingsmaßnahmen und auch die Opportunitätskosten. Daher ist es wichtig, vor jedem Einsatz oder Lizenzkauf diese Kosten genau zu definieren, meistens entstehen genau hier die höchsten Kostenstellen, die aufgrund ihrer Höhe den gesamten Plan nachfolgend ändern bzw. beeinflussen können.

Supportzugänglichkeit und Serviceerreichbarkeit

Ein weiterer kritischer und sehr wichtiger Faktor sind die Supportleistungen und die Serviceerreichbarkeit. Bei kostenlosen Lösungen, den sogenannten Low-End-Lösungen, wird meistens kein Support angeboten, es sei denn, man wendet sich an die Tool-Entwickler oder an die hoffentlich lebhafte Community selbst. Wobei auch hier mittlerweile externe Dienstleister diese Lücke bereits erkannt haben und professionellen Support für Low-End-Lösungen wie Google Analytics, Piwik etc. anbieten. Bei den Middle- und High-End-Lösungen gibt es in der Regel ein ausgebautes Netzwerk an Beratern und IT-Kräften, die jederzeit die Anforderungen umsetzen können und stets Support in Notfällen anbieten. Kleine und mittelständische Unternehmen brauchen in der Regel keinen Realtime-Support, daher können die Kosten zumindest in diesem Bereich entweder durch Einsatz von kostenlosen Lösungen oder Supportpauschalen reduziert werden. Bei multinationalen Unternehmen müssen zusätzlich die lokalen Gegebenheiten mit in die Planung aufgenommen werden, insbesondere die Zeitzonen und interkulturelle Unterschiede dürfen nicht vergessen werden.

Datensicherheit und Datenschutzbestimmungen

Für einen reibungslosen Ablauf und die Datensammlung dürfen die beiden Kriterien Datenschutz und Datensicherheit nicht fehlen. Je nach Unternehmensanforderungen können die beiden Faktoren in dieser Liste sogar umpositioniert werden. Die großen High-End-Lösungsanbieter bieten sicherlich alles, damit diese beiden Kriterien 100 Prozent eingehalten werden können. Aber auch Low-End-Anbieter haben in den letzten Jahren großen Wert auf Datenschutz und Datensicherheit gelegt. So können beispielsweise die kostenlosen Lösungen wie Google Analytics und Piwik mit einigen Anpassungen datenschutzkonform eingesetzt werden. Somit können kleine und mittelständische Unternehmen beruhigt auch zu den kostenlosen Lösungen greifen. Neben diesen kostenlosen Lösungen gibt es eine Reihe weitere interessante Anbieter wie etwa eTracker oder AT-Internet, die sich für das Thema Datenschutz verstärkt einsetzen.

Weitere Informationen und Quellen zum Thema Web Analytics finden Sie unter www.webanalyticspro.de

Verfasst und veröffentlicht von Dimitri Tarasowski.