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Profil: Marquardt+Compagnie, Marburg
  |  27.01.2014

Content Curation - Social Media Marketing wird erwachsen

Das Teilen eigener Links ist längst nicht mehr alles, was im Content Marketing zählt. Content Curation als neuer Trend im Social-Media.
"Content ist King", so viel scheint klar zu sein. Viele Unternehmen, die mittlerweile Vorreiterrollen in Sachen innovatives Marketing und Vertrieb eingenommen haben, nutzen nicht erst seit gestern die zahlreichen Möglichkeiten, welche ihnen Facebook, Twitter und Co. bieten. Ob Kundenakquise, Mitarbeiterrekrutierung oder PR: Wer im Social Web wirbt, dem ist eines garantiert: Er wird gesehen!

"Nichts Neues", wird sich jetzt mancher denken. "Einen Twitter-Account habe ich und auf Facebook und Google+ bin ich auch vertreten. Das reicht doch, um mein Unternehmen zu präsentieren, oder?" Nun, nicht ganz. Das Social-Media Marketing erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Somit reicht stures Verteilen der eigenen Links allein nicht mehr aus, um ganz an der Spitze mitzuspielen. Überlegen wir, was der (ursprüngliche) Sinn und Zweck hinter den sozialen Medien ist: Es geht hierbei vor allem um relevante Inhalte. Um das heutzutage zu erreichen, entwickelt sich ein neuer Trend im Netz: Content Curation. Die Idee dabei: Nicht nur das, was man selbst macht, sondern auch das, was andere tun, ist interessant und wird geteilt. Durch das Zusammentragen, Aufbereiten und Teilen verschiedener Beiträge zu einem bestimmten Thema kann es Unternehmen letztlich dabei helfen, ihre Marke wirkungsvoll zu etablieren.

Was ist anders?

Das Prinzip hinter Content Curation ist einfach und nicht wirklich neu: Es werden nicht mehr länger nur die eigenen Inhalte erstellt und geteilt, sondern auch auf Infografiken, Bilder, Videos oder Nutzerkommentare anderer Unternehmen verwiesen. Praktisch tut man dabei nichts anderes als das, was Internetnutzer ohnehin machen: Man kuratiert individuell interessierende Inhalte. Die dabei relevanten Informationen werden herausgefiltert und zusammengetragen. Das Neue am Content Curation ist nun, dass diese Inhalte dabei nicht einfach kopiert werden. Es werden Links zu bestimmten Themen zusammengestellt, kommentiert oder mit einem Abstract versehen. Ziel dabei ist die Stärkung des Traffics durch Inhalte Dritter.

Content Curation stellt für KMU die Weichen zur Markenbildung

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den etablierten Marken, Konzerngrößen wie Coca Cola oder Redbull und mittelständischen Unternehmen: Sie können jeweils auf ein (mitunter sehr!) unterschiedliches Marketingbudget zurückgreifen. Da KMU selten das Geld dafür übrig haben, Menschen zu Werbezwecken aus Weltraumkapseln springen zu lassen oder mithilfe von Milliardeninvestitionen mehr und mehr in die Rolle von Medienmodulen zu schlüpfen, müssen sie sich andere Mittel und Wege überlegen, ihre Marken aufzubauen. Was können mittelständische Unternehmen tun, um einen wirkungsvollen Markenaufbau zu betreiben? Hier stellt das Content Curation ein praktisches Hilfsmittel dar. Ein bestimmtes Image im Social Web aufzubauen und dieses zu pflegen dient vor allem dem Zweck, die Eigenmarke zu stärken und sich mithilfe der geposteten Inhalte als aktuell und innovativ darzustellen. Es dient am Ende also dazu, vom Kunden wahrgenommen zu werden und sich am Markt zu etablieren bzw. von der Konkurrenz abzuheben.

Der Nutzen konkret

Für KMU ergeben sich - was naheliegend ist - durch Curation besondere Vorteile im Corporate Publishing und der Online-PR. Firmen, die beispielsweise Ideen und Anregungen ihrer Kunden sinnvoll und regelmäßig sammeln, wie es etwa "Rössler Papier", ein traditionsreicher Papeterie-Hersteller auf seinem Blog tut, profitieren gleich in mehrfacher Hinsicht. Rössler Papier trägt die Vorschläge und Gedanken der Kunden zusammen und macht sie damit allen Nutzern (Händlern und Konsumenten) gleichermaßen zugänglich. Dieser nutzergenerierte Content stärkt somit bereits mit geringem Aufwand (und Budget) den eigenen Traffic.

• Durch die Sortierung relevanter Informationen bieten Unternehmen der Öffentlichkeit (und damit am Ende ihren Kunden) einen wichtigen Service. Mit aktuellen, aufbereiteten Inhalten und Links etablieren sie sich als Experten auf den Gebieten, die ihre Zielgruppe interessieren und steigern so ihren Bekanntheitsgrad.

• Mit stetig aktualisierten News und Updates wird das Page- und Suchmaschinenranking verbessert. Das stellt vor allem einen Vorteil im SEO-Bereich dar. Bestenfalls entstehen durch das Teilen der eigenen Inhalte durch Dritte wertvolle Backlinks, mit deren Hilfe die Webseiten in den Ranglisten der Suchmaschinen weiter nach oben klettern.

• Firmen beweisen wahre Souveränität, wenn sie ihre Kunden, Partner oder auch Kritiker zu Wort kommen lassen und verbessern dadurch ihre Reputation entscheidend.

Auf den Punkt gebracht beweist Content Curation also „die Fähigkeit gute, ansprechende und relevante Storys zu erkennen und kompetent kommentiert zu veröffentlichen. In der Folge kann zum Beispiel eine Marke zu einem Vordenker in der jeweiligen Branche werden.“ [cision.de]

Content Curation-Plattformen

Wie man nun die Inhalte an seine Interessenten heranträgt, gestaltet sich angesichts der Fülle geeigneter Plattformen als nicht ganz unerhebliche Frage. Facebook und Twitter bereiten die Grundlage, das ist klar. Vom Wert eines eigenen Blogs haben wir auch gesprochen. Daneben gibt es allerdings auch Anbieter, die zwar einen geringeren Bekanntheitsgrad aufweisen, aber deshalb nicht weniger von Bedeutung sind. Pinterest beispielsweise konnte sich in den letzten Jahren als wirkungsvolles Kurations-Werkzeug etabliert. Durch sogenannte „Pins“ kann man zum Beispiel Grafiken in unterschiedlicher Farb- und Effektkombination auf visuell-ansprechende Art und Weise darstellen. Unternehmen der Kreativbranche können so auf sehenswerte Artworks anderer Künstler verweisen und ganz nebenbei das Image erwerben, zu wissen, was gerade angesagt ist. Weitere gängige Plattformen sind

• Storify
• Scoop.it
• Paper.li
• RebelMouse
• Vizify

Ob man sich den verschiedenen Werkzeugen bedient, um bestimmte Inhalte manuell auszuwählen und auf der Plattform selbst oder durch Sharing-Funktionen in andere Netzwerke an die Nutzer heranträgt (Storify, Scoop.it und Paper.li) bzw. bereits geteilte Inhalte koordiniert (RebelMouse und Vizify): Durch die mannigfaltigen Möglichkeiten kann man sich sein eigenes Medium einfach und unkompliziert zusammenbauen.

Ist jetzt Content Curation King?

Wir hoffen durch diesen ersten kleinen Einblick zeigen zu können, dass die nähere Beschäftigung mit Content Curation durchaus lohnenswert ist. Vor allem für kleinere und mittelständische Unternehmen, die oftmals kein millionenschweres Budget für große Werbekampagnen aufbringen können, stellt diese Art des vernetzten Content Marketings eine lohnenswerte Alternative dar und bietet einen entscheidenden Vorteil für Markenaufbau und Wettbewerb. Unternehmen sollten sich klar werden, wonach die Internetgemeinschaft heutzutage verlangt: Verbraucher wollen mehr als nur einseitig betrachtete Inhalte, die zeigen, womit sich die Firma im Augenblick gerade beschäftigt. Auch außerhalb der eigenen Produkte gibt es relevante und interessante Themen, die im Idealfall die eigene Linie ergänzen. Kuratiert man als Unternehmen mithilfe der unzähligen Werkzeuge diese Themen, werden nicht nur Traffic und Reputation gestärkt, sondern auch dem Wunsch und Zeitgeist seiner Kunden entsprochen.

Hier noch einmal eine Zusammenfassung für erfolgreichen Content

1. Suchen und Zusammentragen von zielgruppenrelevanten Themen. Hier helfen spezielle Curation-Tools (z.B. Scoop.it, Curata.com).

2. Klassifizieren und strukturieren Sie die Inhalte. Sie sollten dabei zu den Unternehmensbotschaften passen. Lassen Sie auch kritische oder kontroverse Meinungen zu, das beweist Souveränität und verbessert die Reputation.

3. Mit Kommentaren bekommt der Nutzer eine Orientierung. Redigieren und kommentieren Sie die Inhalte. Wichtig hierbei ist, die Quellen stets sorgfältig angeben und verlinken.

4. Nutzen Sie verschiedene Plattformen, um die Inhalte zu teilen und bereiten Sie einen sinnvollen Mix aus visuellen und texlichen Elementen (Videos, Grafiken, Abstracts usw.). News auf der eigenen Website, Facebook, Twitter, Fachblogs, die Unternehmensseite auf Google+ ...

5. Bedenken Sie: Curated Content ist nur dann wirklich erfolgreich, wenn er aktuell gehalten wird.


Autor: M.Fett
Marquardt+Compagnie

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Quellen: Dank an rheinfaktor.de und t3n.de

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