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E-Mail-Tracking aus technischer Sicht

Öffnungs- und Klickrate sind die wichtigsten Kennzahlen im E-Mail-Marketing. Wer das E-Mail-Marketing optimieren möchte, muss diese im Blick haben.
Brevo | 21.08.2015
Newsletter2Go zeichnet sich unter anderem besonders dadurch aus, dass wir unseren Kunden nach dem Versand eines Newsletters sehr aussagekräftige und wertvolle Reports liefern. Man erfährt nach dem Newsletterversand genau, wie viele Empfänger den Newsletter geöffnet haben, wie viele auf einen Link geklickt haben und vor allem, wie viele Klicks die einzelnen Links erhalten haben. Mit dem Geo-Tracking erfährt man außerdem, wo sich die Empfänger zum Zeitpunkt der Öffnung oder des Klicks aufgehalten haben. Wenn man sein E-Mail Marketing optimieren möchte, ist es unumgänglich, diese Kennzahlen im Blick zu haben.

Und wie funktioniert das E-Mail Tracking genau?

Viele unserer Kunden sind völlig begeistert von der Vielfalt und Aussagekraft der statistischen Aussagen, einige sind aber auch kritisch und fragen uns, wie das technisch überhaupt möglich ist. Dieser Artikel versucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und hat gleichzeitig den Anspruch, technische Details auch für Nicht-Techniker und Laien verständlich zu machen.

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Messung der Öffnungsrate

Die Öffnungsrate eines Newsletters gibt an, wie viele der Empfänger, die den Newsletter erhalten haben, diesen auch geöffnet haben. Das bedeutet, dass bei der Öffnung der E-Mail eine Art „Rückkanal“ zwischen dem Empfänger der E-Mail und Newsletter2Go aufgebaut werden muss, damit wir diese Öffnung registrieren und speichern können. Um dies zu erreichen, integriert Newsletter2Go in jede einzelne Email ein Bild. Dieses Bild ist sehr klein (ca. 1 x 1 Pixel) und zudem auch noch transparent, sodass der Empfänger es nicht sehen kann. Sobald dieses Bild beim Empfänger angezeigt und damit von einem unserer Server abgerufen wird, können wir erkennen, wer das Bild abgerufen hat (wer hat geöffnet?), wann das Bild abgerufen wurde (wann wurde geöffnet?) und von wo das Bild abgerufen wurde (dazu später unten mehr).

Diese Informationen speichern wir und aggregieren sie so, dass sie eine eindeutige Öffnungsrate (unique open rate) angeben.

Hierzu ist noch eine wichtige Bemerkung zu machen: Wie Sie oben lesen konnten, wird die Öffnung der E-Mail dann (und nur dann) registriert, wenn die Bilder im Newsletter angezeigt werden. Das heißt, dass bei Empfängern, die das Anzeigen von Bildern unterdrücken, nicht festgestellt werden kann, ob sie den Newsletter geöffnet haben oder nicht. Die Öffnungsrate gibt also immer nur eine untere Schranke an und ist real meist etwas höher als angegeben.

Eine andere technische Möglichkeit zum Tracking der Öffnungsrate in Newslettern gibt es nicht.

Messung der Klickrate

Die Klickrate gibt an, wie viele der Empfänger, die den Newsletter erhalten haben, auch auf mindestens einen Link geklickt haben. Genauso interessant ist es aber auch zu sehen, WELCHE Links wie häufig angeklickt wurden, um deren Relevanz zu ermitteln. Dies ist möglich, in dem wir jeden einzelnen Klick auf einen Link registrieren und speichern. Auch hierfür ist also eine Art „Rückkanal“ zwischen dem Empfänger des Newsletters und Newsletter2Go nötig.

Das realisiert Newsletter2Go, indem wir jeden einzelnen Link im Newsletter in einen eindeutigen Link umschreiben, auf eine URL (Domain), die Newsletter2Go gehört. Diese URL ist die sogenannte „Tracking-Domain“, wovon wir sehr viele besitzen, die nach dem Schema n2g01.com, n2g02.com, n2g03.com, usw. aufgebaut sind.

Betrachten wir folgendes Beispiel:

Sie fügen in Ihren Newsletter einen Link auf die Seite http://www.example.org ein. Beim Versand des Newsletters wird dieser Link automatisch von uns umgeschrieben und sieht danach z.B. so aus:
example.n2g02.com/l/328950081

Wenn der Empfänger des Newsletters nun auf diesen Link klickt, gelangt er für den Bruchteil einer Sekunde auf eine Seite von uns (n2go02.com) und wird dann von uns sofort umgeleitet auf www.example.org. In der kurzen Zeit, in der der Empfänger auf unserer Seite ist, können wir dann speichern, auf welchen Link geklickt wurde (www.example.org), wann geklickt wurde und wer geklickt hat. Dafür brauchen wir nur einige Millisekunden. Für den Empfänger geht dieser Prozess so schnell, dass er gar nicht merkt, dass er kurzzeitig auf einer anderen Seite war.

Einigen unserer Kunden gefällt aber nicht, dass im Newsletter dann nicht mehr ihr ursprünglicher Link mit ihrer Domain steht, sondern ein Link mit einer Domain von Newsletter2Go (z.B. n2g02.com). Deshalb haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass Sie Ihre eigene Tracking Domain für den Versand Ihrer Newsletter angeben können. Dadurch erreichen Sie, dass im Newsletter nicht mehr example.n2g02.com steht, sondern z.B. example.ihredomain.de, aber trotzdem das Linktracking noch funktioniert. Wie Sie Ihre eigene Tracking-Domain im E-Mail-Marketing einrichten, sehen Sie hier.

Funktionsweise des Geotracking

Um einen Eindruck davon zu erhalten, wie die lokale Verteilung Ihrer Empfänger ist, nutzen Sie unser Geotracking. Dabei zeigen wir Ihnen in unterschiedlich großen Markierungen auf einer Weltkarte, wie viele Empfänger sich wo aufhalten.

Diese Information beziehen wir auch unter zu Hilfenahme des bereits bekannten unsichtbaren Pixels. Beim Abruf dieses Pixels von unserem Server übermittelt der abrufende E-Mail-Client (z.B. Outlook oder Thunderbird o.ä.) auch die aktuelle IP-Adresse des Empfängers an uns. Diese IP-Adresse nehmen wir und gleichen Sie mit einer weltweit umfassenden IP-Geo-Datenbank ab und können somit sehr genau ermitteln, wo der Empfänger mit dieser spezifischen IP sich aufhält. Diese Datenbank wird wöchentlich aktualisiert, damit die zugeordneten Daten auch immer aktuell und korrekt sind.

E-Mail-Clients ermitteln

Um zu ermitteln, mit welchem E-Mail-Client der Empfänger die E-Mail geöffnet hat, wird der sogenannte „User-Agent String“ verwendet. Der User-Agent String ist eine Bezeichnung des E-Mail-Clients, die der Empfänger, genau wie die IP beim Geotracking, beim Abruf des unsichtbaren Pixels mitsendet. Dieser User-Agent String ist allerdings recht kryptisch. Ein normaler Mensch wäre nur sehr bedingt in der Lage anhand des User-Agent Strings den richtigen E-Mail-Client zu ermitteln. Man braucht viel Erfahrung und viele Tests, um eine eindeutige Zuordnung von User-Agent zu E-Mail-Client treffen zu können. Aufgrund des Wissens, das wir in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben und durch ständige Aktualisierungen, sind wir in der Lage sehr genaue Aussagen über die verwendeten E-Mail-Clients machen zu können. Damit Sie sich das etwas besser vorstellen können, gebe ich Ihnen auch hier einige Beispiele:

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Geschrieben von Christoph Beuck, Gründer und Geschäftsführer von Newsletter2Go