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Profil: Christoph Wörner, Kassel
  |  17.07.2007

Second Life, Stand heute

Eine Rückzugs-Pressemitteilung von Unternehmen nach der anderen tickert durch Google News. Endlich können Journalisten und Massenmedien aufatmen.

Der rasante Start der virtuellen Welt Second Life wird begleitet von einem schier wahnsinnigen Medienhype. Kein Medium war sich bisher zu schade, ihre Zielgruppe über die wunderlichen Bewohner der neuen digitalen Welt zu informieren. Der Umgang mit der Thematik ist in den herkömmlichen Medien in der Regel stolperig und hölzern. Dankbar reagierten besonders die TV-Medien auf das Auftauchen von pädophilen Inhalten in Second Life. Darüber kann man immer berichten - das macht immer Quote. Auf diesem Weg schaffte es Second Life sogar erstmals in die Abendnachrichten. Es folgten Statements von Seehofer und anderen Politikern des Volkes. So hielt sich Second Life weiterhin in den Abendnachrichten. Der Umgang mit dem neuen Medium allerdings journalistisch weiterhin unbeholfen und oft uninformiert. Eine Ausnahme bildet hier der Spiegel, der mit seinem Reporter-Avatar Sponto regelmäßig Inhalte in Second Life findet, die neu und spannend sind - Inhalte die andere Medien vor Second Life nicht erbringen konnten.

Langweiler in Argumentationsnot

In der nächsten Stufe klinkten sich Konzerne und marketingorientierte mittelständische Betriebe in den Medienhype ein. Es entstanden eine Vielzahl an unbrauchbaren Präsenzen in Second Life. Nur um in der Presse aufzutauchen. Es entstanden Ausgeburten von Einfallslosigkeit und Langeweile. Ebendiese Unternehmen ziehen sich allerdings jetzt wieder aus Second Life zurück, und sie tun es mit genauso viel lautem Hokuspokus und Zirkus, mit dem sie auch ihren Einzug in Second Life begleitet haben. Da man Argumentationsgrundlagen braucht, um Fehlinvestitionen zu begründen, wird zu allererst die Unfähigkeit von Second Life herangezogen. Paradox - wo die Langeweile doch erst mit dem Medienhype in Second Life Einzug gehalten hat.

Dabei sein ist nicht alles

Aber was jetzt passiert, ist: Eine Rückzug-Pressemitteilung von Unternehmen nach der anderen tickert durch Google News. Endlich können Journalisten und Massenmedien aufatmen. Man muß Second Life nicht mehr verstehen - man kann jetzt aus dem Dunkel der Masse auf den großen Sack draufhauen, ohne daß auffällt, wer am dollsten hinlangt. Dabei liegt die Vermutung nahe, daß besonders die aktivsten Prügelknaben das wenigste Verständnis haben für das, was Second Life ist, wofür es steht und wo es vermutlich hinführt. Schade ist es um keines dieser Unternehmen. Sie haben den Weg in die neue Welt schon falsch begonnen. Dabei sein ist eben doch nicht alles.

Am Anfang war der Prim

Es ist Zeit für eine Pause. Eine Medienhype-Pause. Damit sich Second Life erholen kann. Damit sich das neue Medium finden, seine Kinderkrankheiten behandeln kann und damit die Bewohner von Second Life Zeit haben, mehr sinnvolle Plätze zu schaffen. Plätze, die Second Life dienen und nicht dem Zweck, die Abendnachrichten zu füllen. Es gibt sie zuhauf, aber sie verstecken sich im Schatten von Rückzugs-Pressemitteilungen.

Second Life bleibt weiterhin die Forschungsstation für virtuelles Leben. Ohne Frage ist das Phänomen Second Life nicht am Ende. Es ist am Anfang.

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17. Juni 2007, Christoph Wörner

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