Fachtext aus dem Kesselhaus-Blog der Agentur 4iMEDIA
http://kesselhaus-blog.de
Dem rücksichtslosen Voranstürmen der dunklen Seite stellen sie nicht nur Laserschwerter entgegen - sondern auch die Erkenntnis, dass nur das Gleichgewicht von Tradition und Innovation der wahre Weg ist.
Wer sich punktgenau zu Produkten informieren möchte, wer eine konkrete Frage zu Anwendungen oder zum Firmenhintergrund beantwortet haben möchte, wer aktuelle Personalia sucht, der guckt … natürlich nicht ins Kundenmagazin. Hat er noch nie. Schließlich erwartet der Leser im Kundenmagazin überhaupt keine FAQs oder brandaktuelle News. Die erwartet er - zu Recht - im Netz. Was er dort jedoch nicht bekommt - und wofür er gern das Magazin zur Hand nimmt, sind Geschichten. Geschichten, die nicht unbedingt hard news beinhalten - sondern die auf human interest ausgerichtet sind. Und die sich Zeit und Platz nehmen können. Die kann kein Blog erzählen. Oder würden Sie, lieber Leser dieses Blogeintrags, tatsächlich weiterlesen, wenn sich hier noch zehn Absätze und fünf großformatige Bilder anschlössen?
Nein - Blogs werden meist “im Vorbeisurfen” wahrgenommen. Sie verknappen, bringen einzelne Infos auf den Punkt - denn der Leser ist in der Regel in Eile. Sie fordern natürlich zum Meinungsaustausch auf, und sind aufgrund der weltweit-rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit ein viel direkteres Dialoginstrument, als es ein Kundenmagazin sein könnte. Aber sie bauen keine Bilderwelten. Sie ermöglichen es dem Leser nicht, einzutauchen in einen Text, in Bildern zu schwelgen. Einfach mal blättern: Mit einem Blog unmöglich. Der Imagefaktor und der Beitrag eines Magazins zur Kundenbindung sind deshalb bei aller Web 2.0-Euphorie unverzichtbar. Denn das Magazin bedient Bedürfnisse der Leser, die ein Blog einfach nicht erreicht.
Das Stichwort ist Muße. Ob fünf Minuten zwischen zwei Terminen - oder zwei Stunden am Abend vorm Kamin: Wer ein Kundenmagazin zur Hand nimmt, sucht neben Information auch nach einer Auszeit, nach Unterhaltung. Und er möchte überrascht werden - von ungewöhnlichen Bildschnitten, seltenen Stilelementen. Kurz: Er möchte Inhalte serviert bekommen, die er nicht aktiv gesucht hat.
Und schlussendlich: Wer glaubt ernsthaft, die Wirkung eines verpixelten Fotos oder Videos vom neuen Sportwagen käme der Emotionalität gleich, die ganzseitige Hochglanzbilder des Modells begleitet von grafisch anspruchsvoll gestalteten Textpassagen beim Betrachter auslösen? Was Magazine können, können eben nur Magazine - und Blogs sind dazu nur ein Zusatzservice, der als alleiniges CP-Instrument kaum bestehen dürfte.



























