Stellen Sie sich bitte vor, sie treffen auf der Straße einen befreundeten Unternehmer, der Ihnen begeistert mehr über sein neues Angeot erzählt: „Unser Malus domestica ist ein hochwertiges, kultiviertes Produkt aus der Familie der Rosaceae mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung und
historischem Hintergrund. Das natürliche kräftige Gewebe kann einem Organismus als Nährstoff
zugeführt werden mit nachhaltiger und vorteilhafter Wirkung. Das Produkt ist erhältlich in diversen
Farbkombinationen von yellowgreen bis darkolivegreen ...“
An welcher Stelle haben Sie aufgehört zuzuhören (zu lesen)? Konnte er Sie als Kunden für sein
neues Produkt gewinnen? Sie als potentieller Kunde fühlen sich nicht angesprochen? Statt Sie so
umfassend über sein Produkt zu informieren, hätte er Ihnen auch einen leckeren, gesunden Apfel
anbieten können.
In diesem Fall ist das sicher übertrieben, aber viele Unternehmen benutzen bei der Beschreibung ihrer eigenen Angebote das so genannte Fachchinesisch. Eine Geheimsprache gespickt mit
Fachausdrücken und Abkürzungen, die jeder in ihrer Branche versteht. Auch in Werbematerialien werden eigene Angebote gerne in dieser unverständlichen Geheimsprache beschrieben. Unbewusst setzen Sie dabei das Verständnis der Materie als gegeben voraus.
Und der Kunde hat nur eine vage Ahnung um was es eigentlich geht.



























