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{DETAILANSICHT}: Michael Wetzel, Stuttgart
  |  12.10.2010

Wissenstransfer im Unternehmen fördern

Mit Termbanken unternehmensspezifischem Wissen eine solide Basis geben
Das entscheidende Wissen rechtzeitig zur Verfügung zu haben, bringt Wettbewerbsvorteile, keine Frage, denn in der Wissens- und Informationsgesellschaft sind wir schon vor einiger Zeit angekommen. Mitarbeiter sollen eine fundierte Ausbildung haben, praktische Erfahrung besitzen und sich kontinuierlich weiterbilden. Sich branchenspezifisches Know-how aneignen oder Fachwissen in einzelnen Disziplinen erneuern, kann von Mitarbeitern – auch externen oder neuen – geleistet werden. Wie steht es aber um unternehmensspezifisches Wissen, das nicht außerhalb des Unternehmens frei verfügbar ist und auch intern in einzelnen Abteilungen oder gar bei einzelnen Mitarbeitern gebündelt ist?

Um zu verhindern, dass sich Wissensinseln im Unternehmen bilden und zu gewährleisten, dass sich neue oder externe Mitarbeiter möglichst schnell mit der vorherrschenden „Lingo“ des Unternehmens vertraut machen, ist es essentiell, dass Wörter und Redensarten, die im Unternehmen entstehen – egal, ob es sich dabei um neugeschaffene, allgemeine oder spezifisch verwendete handelt – definiert, allen Mitarbeitern zugänglich gemacht und kontinuierlich gepflegt werden. Hierfür eignen sich Termbanken außerordentlich gut.

Was kann eine Termbank leisten?

Eine Termbank (oder Terminologiedatenbank) ist dazu da, solche Begriffe zu verwalten und bereitzustellen. Die Termbank wird mithilfe einer Software erstellt. Über diese Terminologiesoftware wird ein neuentstandener Begriff erfasst und zwar mit allen erforderlichen Metadaten. Dazu gehören beispielsweise Definition, Anmerkung, Freigabestatus und Genus.
Wird in der Marketingabteilung beispielsweise ein neues Wort zur Untermalung eines Produkts erfunden, sollte dieses in die Termbank aufgenommen und beschrieben werden. Wird das Produkt erst in einem halben Jahr auf den Markt gebracht, kann als Anmerkung das Datum, ab dem das neue Wort verwendet werden darf, hinzugefügt werden oder beispielsweise vermerkt werden, dass dieser Begriff nur im Zusammenhang mit einem bestimmten Produkt genutzt werden darf.
Bei komplexeren Sachverhalten kann eine Termbank ebenfalls außerordentlich gute Dienste leisten. Soll die PR-Agentur eines Unternehmens beispielsweise einen Artikel über die Funktionsweise eines Hochofens für ein Fachmagazin schreiben und die einzelnen Arbeitsschritte zur Verbrennung dabei genau erläutern, kann in eine Termbank Bildmaterial eingebunden werden, die einerseits für den Redakteur veranschaulicht, wie bestimmte Teile im Inneren des Hochofens aussehen und somit eine detaillierter Beschreibung erlauben und zum anderen eine direkte Bildauswahl zum Text vereinfacht.
Somit trägt eine Termbank Wissen in sich – was ist ein Hochofen, wie funktioniert er, was sind seine Bestandteile. Wenn Termbanken zentral verwaltet werden, steht ihr Inhalt, das Wissen des Unternehmens, immer abteilungs- und regionsübergreifend zur Verfügung.

Die Vorteile, die eine Termbank beim Wissenstransfer bietet sind vielfältig. Um zu verdeutlichen, welchen Wert unternehmensspezifisches Wissen heutzutage besitzt, sei an dieser Stelle als Anschlusslektüre folgender Artikel aus der ZEIT empfohlen: http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2010-07/kampf-um-talente

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