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Trends2006

20 Online-Marketing-Trends 2006

Autor: Torsten Schwarz
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Das Internet erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Immer mehr Möglichkeiten der direkten Kundenkommunikation werden entdeckt und der Anteil der Online-Werbung steigt. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Trends vor – in alphabetischer Reihenfolge.


1 Barrierefreiheit
Gleicher Zugang für alle im Web ist noch alles andere als selbstverständlich. Nicht nur für Behinderte sondern auch für mobiles Surfen ist so manche Homepage unlesbar.

2 Behavioral Advertizing
Suchmaschinenwerbung und kontextsensitive Anzeigen boomen. Neue Techniken erforschen, welche Anzeige welchem User in welcher Situation das wertvollste Nutzenversprechen bietet. Damit wirkt Werbung hilfreich statt störend. Auch über mehrere Websites hinweg kann - Datenschutz vorausgesetzt - die Technik eingesetzt werden. Parallelen gibt es zu Ambient Media.

3 Corporate Weblogs
Unternehmen kommunizieren via Weblog direkt mit Konsumenten. Das Frosta-Blog zeigt, wie ein authentischer Dialog entsteht. Dem Siemens-Chef Kleinfeld unterstellen Blogger jedoch, einen Ghostwriter einzusetzen.

4 E-Mail-Marketing
Mit keinem anderen Medium lassen sich Kundenbeziehungen preiswerter pflegen. Präzise kann der Marketingerfolg gemessen werden. Fast alle Unternehmen haben heute einen Newsletter und bauen aktiv ihren Verteiler aus.

5 Geo-Marketing
Seit Google Earth ist die Debatte über regionalisierte Angebote wieder entflammt. Wenn auch die regionale Suche noch nicht flächendeckend eingesetzt wird- verlockend ist es schon, wenn man nur Angebote aus der eigenen Region erhält. Die Verbindung Navigationssysteme (GPS) und Handy birgt auch für das Marketing neue Chancen.

6 Guided Search
Wenn Kunden im Netz selbst suchen, spart das Unternehmen Geld. Auf vielen Homepages findet sich aber die gesuchte Antwort nicht oder die Frage wird nicht verstanden. Online-Berater, intelligente Texterkennung und Guided Selling sind die Lösung. Information Access Technology verspricht mehr Kundenzufriedenheit bei E-Mail-Anfragen wie bei Web-Besuchern.

7 Internet-Telefonie
Eine sehr direkte Form des Kundendialogs ist Internettelefonie. Immer mehr Menschen nutzen Dienste wie Skype, so dass ein einheitlicher Standard entstehen könnte. Vielleicht können Kunden sich in Konferenzschaltungen bald gegenseitig beraten.

8 Mobile Marketing
Die Marke kommt zum Kunden. Egal ob SMS, MMS oder Call: Der direkte Dialog wirkt, wenn er erwünscht ist. Besonders als Rückkanal für Offline-Aktionen eignet sich das Handy. Infrarot-Terminals versenden Gewinncodes oder Informationen.

9 Netzwerke knüpfen
Im Web ist derjenige erfolgreicher, auf wessen Homepage mehr Hyperlinks verweisen: Einerseits bringt es direkt Besucher und andererseits bewerten Suchmaschinen die Website nach Popularität. Ob man sich nun mit einzelnen Websites verlinkt, auf Portalen präsent ist oder gleich ein eigenes Partnernetzwerk aufbaut: Die Arbeit lohnt sich. Auch Marketing-Kooperationen sind online bequem realisierbar.

10 Offline-Online-Vernetzung
Offline Kunden abholen und ins Web bringen ist mehr als der Abdruck der URL in Printanzeigen. Reichweiten-Medien wie TV fordern zur Interaktion auf, die im Web fortgeführt wird. Der Produktkatalog verweist auf Detailbeschreibungen auf der Homepage. Das Callcenter sagt, wo Informationen im Web stehen. RFID-Chips sind der elektronische Rückkanal von Produkten.

11 Podcasting
Audiodateien können bequem unterwegs gehört werden. Auf Websites werden sie zum Download bereitgestellt. Was mit Songs geht, ist auch mit Textbotschaften möglich. Neuester Schrei sind Videos, die im Netz geladen und in der U-Bahn an gesehen werden.

12 Social Networks
Ob Dating-Portale oder Open Business Club: Portale als Treffpunkt für Interessensgruppen boomen. Der Reiz neue Bekanntschaften zu schließen verbindet sich mit neuen Matching-Techniken. Social Networks unterstützen Offline-Communities mit Online-Kommunikationstool. Umgekehrt leben online gebildete Communities in der Realität weiter und treffen sich persönlich.

13 Software on Demand
Nicht immer muss es eine eigene Softwarelizenz sein. Application Service Providing oder Software as a Service versprechen weniger Kosten und schnellere Updates. Vorreiter sind E-Mail- CRM- und Shopsysteme.

14 Suchmaschinenoptimierung
Präsent sein, wenn potenzielle Kunden suchen heißt das Schlagwort. Egal ob Paid Inclusions oder die Verbesserung der Suchmaschinenposition: wer nicht gefunden wird, hat weniger Neukunden. Suchmaschinenoptimierung der eigenen Website ist Pflichtprogramm, damit die Homepage auch auffindbar wird.

15 Upselling
Kosteneinsparung war früher das Argument für automatisierte Online-Services. Heute dient die Homepages der Umsatzsteigerung. A/B-Tests messen, welche Version mehr verkauft. Mit multivarianten Tests kann das optimale Pricing ermittelt werden.

16 User Content
Warum nur eigene Inhalte auf der Homepage? Lassen Sie Kunden dran. Bei Amazon werden Rezensionen geschrieben, bei Meinungsportalen Produkte kritisiert und bei Dating-Plattformen das eigene Profil eingestellt. Die ersten Model-Castings laufen rein per Web: Bewerber stellen Bild und Text ins Web - Besucher stimmen ab. Immer mehr Plattformen arbeiten mit User-generiertem Content. Auch sind Kunden als Designer von Werbekampagnen gefragt.

17 Video
Auch wenn Deutschland noch Schlusslicht bei den Breitbandanschlüssen ist: Wer einen solchen Anschluss hat, nutzt begeistert die Angebote. Südkorea ist weiter: Dort sieht man Websites, die es in dieser Inhaltsfülle vielleicht auch bald bei uns gibt.

18 Virales Marketing
Werbung kann richtig preiswert sein, wenn die Konsumenten die Werbebotschaft selbst weitertragen. Online-Medien sind dazu gut geeignet. Aber die Tücke solcher Kampagnen liegt oft im Detail: Nicht alles ist planbar.

19 Web 2.0
Offene Schnittstellen erlauben den beliebigen Austausch von Daten im Internet. Thema Mashup: Verknüpft man eine Immobiliendatenbank mit den Bilder von Google Earth hat man schon einen neuen Wert geschaffen. Regionale Identität ist Treiber dieser Technik. Ajax ist das Zauberwort für die Verbindung unterschiedlicher Anwendungen im Web.

20 Web-Analyse
Logfileauswertung ist out. Heute wird in Echtzeit gemessen wer gerade auf der Homepage surft und welche Wege beschritten werden. Analysen über Besucherstruktur und Herkunft verbessern das Wissen über Verkaufschancen. In der Überflussgesellschaft sind nicht Güter knapp, sondern Wünsche - Web-Statistik hilft Wünsche erraten. Unternehmen werten Weblogs aus, um das Ohr näher am Konsumenten zu haben.
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