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> Das Dienstleisterverzeichnisfür Marketing <

Marktübersicht Web-Analytics-Systeme

Systeme zur Analyse des Traffics auf Online-Angeboten gibt es heute nicht viel weniger als Sterne am Präriehimmel.
Sehr vielen ist inzwischen die kostenlose Lösung von Google Analytics zu einem Begriff geworden, ebenso erfreuen sich das Hamburger Unternehmen etracker, die niederländische Lösung von Nedstat und das alte Flaggschiff von Webtrends einer gewissen Bekanntheit. Wie bereits aus der hier vorgestellten Auswahl ersichtlich wird, bietet sich für die Unternehmen auf der Suche nach einer neuen Lösung eine ganze Reihe professioneller Angebote im Bereich Web-Analytics-Systeme.



Logo Unternehmensname,
Hauptsitz
PLZ Umsatz
Mio. Euro
Mitarbeiter
D/A/CH
Gründung Rating-Total
SAS Institute GmbH SAS Institute GmbH, Heidelberg 69118 108.00 450 1976 75.8
etracker GmbH etracker GmbH, Hamburg 20459 50 2000 66.8
WebTrends WebTrends, Frankfurt am Main 60322 1993 81.7
Google Germany GmbH Google Germany GmbH, Hamburg 20354 15000 1998 53.2
Webtrekk GmbH Webtrekk GmbH, Berlin 10115 31 2003 88
W3 Solutions W3 Solutions, Berlin 13467 0.50 10 1994 46.3
Nielsen Media Research GmbH Nielsen Media Research GmbH, Hamburg 20097 200 1979 46.2
Coremetrics GmbH Coremetrics GmbH, Hamburg 20095 79.7
Omniture Omniture, 1000 2009 91.9
econda GmbH econda GmbH, Karlsruhe 76135 32 2004 55
WiredMinds AG WiredMinds AG, Stuttgart 70180 2.00 20 2002 56.4
Mindlab Solutions GmbH Mindlab Solutions GmbH, Esslingen 73728 40 78.7
Open New Media GmbH / netUpdater® Produktvertrieb Open New Media GmbH / netUpdater® Produktvertrieb, Koblenz 56075 0.81 11 1997 21.5
NewElements GmbH NewElements GmbH, Nürnberg 90411 1.10 15 2006 55.9
PROJEKTIONISTEN® & APAGO® PROJEKTIONISTEN® & APAGO®, Hannover 30167 54
EXAConsult GmbH EXAConsult GmbH, Hückelhoven 41836 23 67.1
Intares GmbH Intares GmbH, Hamburg 20097 55.8
Weborama Deutschland Weborama Deutschland, München 80634 4.77 1998 39.5
UNICA Deutschland UNICA Deutschland, München 80797 74.5
Technisch gesehen führt heute kein Weg an einem client-basierten System vorbei. 'Client-basiert' steht hier für eine Kombination aus 'Zählpixel', Javascript-Zähl-Code und Cookie. Früher genutzte Lösungen, die vor allem die Protokolldateien der Webserver (server-basiert, Logfile-Analyse) zur Analyse des Traffics nutzten, genügen aus verschiedenen Gründen nicht mehr den aktuellen professionellen Ansprüchen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Effektivität. Dementsprechend können alle hier angeführten Systeme die Seitenabrufe eines Online-Angebotes über Scripts, Cookies und Pixel durchführen.



Eine Frage, die sich für viele Unternehmen zunächst in den Vordergrund schiebt, ist die nach dem Betrieb eines Analytics-Systems im eigenen Haus (inHouse-Systeme) oder nach der Nutzung eines ASP-Angebotes (Speicherung und Verarbeitung der Daten beim Dienstleister). Angesichts der Tatsache, dass schon lange sehr große und traffic-starke Online-Angebote (Microsoft, eBay) und auch Angebote mit moderatem Datensicherheitsanspuch (Online-Shops wie otto.de, karstadt.de, baur.de) ASP-Services z.B. von Omniture, WebTrends oder Nedstat nutzen, kann für die große Mehrheit aller Online-Angebote ohne Bedenken eine Empfehlung in dieser Richtung ausgesprochen werden. Erst wenn erhebliche Sicherheitsanforderungen bestehen (z.B. Online-Banking), sehr spezielle Datenintegrationsvorhaben (Kundendaten, demographische Daten, Traffic-Daten) anstehen oder bereits große BI-Systeme betrieben werden, kann eine inHouse-Lösung von Vorteil sein. Von der vielleicht zunächst plausibel erscheinenden Argumentation: 'Na, wir haben doch noch Rechenkapazität frei und das System kann von den IT-Administratoren ja mit betreut werden", ist unbedingt abzuraten, denn erstens führt dies gewöhnlich zu schlecht gepflegten Systemen und zweitens zu unzureichendem inhaltlichen Support für die Anwender des Systems. Die Folge sind jedenfalls Statistikfriedhöfe.



Ein wichtiger Aspekt der Entscheidung für ein Unternehmen und eine Lösung sollte der Support für die Implementierung und auch Unterstützungsmöglichkeiten während des Betriebes sein. Große Unternehmen wie Omniture können auf etablierte Strukturen und Hilfssysteme verweisen, aber eigentlich liegt hier die Stärke kleinerer und mittlerer Unternehmen, die näher an ihren Kunden und deren Bedürfnissen sein können.



Wollte man den Auswahlprozess in drei grobe Stufen einteilen, so ließen sich diese ungefähr so beschreiben:

1. Breite Sammlung von Informationen zu möglichen Web-Analytics-Lösungen, zum Thema insgesamt, zu konkreten Fragen und Aufgaben, die mit dem neuen System bewältigt werden sollen.

2. Erstellung einer Shortlist mit drei bis fünf Lösungen und eine intensive Beschäftigung mit diesen Lösungen, gegebenenfalls mit Einladung der Produktberater

3. Durchführung eines Live-Tests mit den infrage kommenden Lösungen, der möglichst nah an den späteren Anforderungen ein Verständnis der Grenzen und Potentiale der Systeme vermittelt



Mit dem US-amerikanischen Web-Analytics-Experten Avinash Kaushik ('90/10-Regel': 10% der Investition für das Tool, 90% für die Mitarbeiter) ist nicht zuletzt darauf hinzuweisen, dass den Mitarbeitern Know-how und Zeit für die Nutzung des Systems vermittelt bzw. gegeben werden muss. Web-Analytics-Systeme werden nur dann produktiv (mit positivem POI), wenn sie von Menschen gezielt zur Messung und Optimierung von Kampagnen und Websites eingesetzt werden.

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