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  |  08.06.2012

Risiko der Fussballnationen: UEFA EURO 2012 - Wo drohen im Auslandsgeschäft die gröbsten Fouls?

Geschäfte mit Ländern der Gruppe B sind insgesamt am sichersten. Top: Deutschland und Schweden. Flop: Russland, Ukraine und Griechenland.
Zum Start der UEFA EURO 2012 am 8. Juni analysierte D&B die Länderrisiko-Ratings der 16 teilnehmenden Nationen. Am besten stehen Deutschland und Schweden da, denn eine Geschäftstätigkeit in diesen Ländern ist im internationalen Vergleich nur mit einem sehr geringen Risiko behaftet. Auch bei Frankreich, England, Niederlande und Dänemark besteht noch keine große Gefahr von Verlusten. Schon etwas kritischer sieht es mit Italien, Tschechien und Polen aus, wo Geschäftsrisiken nur kontrolliert eingegangen werden sollten. Irland, Spanien und Portugal sind noch riskanter für wirtschaftliche Auslandsaktivitäten, und wer in Russland, der Ukraine und in Griechenland Geschäfte machen will, sollte große Vorsicht walten lassen.

„Um im Ausland keine Verluste zu machen, sollten Unternehmen nicht nur die Bonität der einzelnen Geschäftspartner kennen, sondern auch die landesspezifischen politischen, finanz- und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erläutert Thomas Dold, Geschäftsführer bei D&B Deutschland. „Nur so können Unternehmen gerade angesichts der aktuellen Unwägbarkeiten ihr Risiko umfassend abschätzen und absichern.“

Downloads:
Karte: Länderrisiken Teilnehmernationen UEFA EURO 2012
Austragungsorte: Danzig, Posen, Warschau, Breslau (Polen); Lemberg, Kiew, Charkiw, Donezk (Ukraine)
Grafik zum Download


Wozu Länderrisiko-Ratings?

Um Verluste zu vermeiden, sollten Unternehmen im Inlandgeschäft ihre konkreten Geschäftspartner auf deren Bonität und Vertrauenswürdigkeit prüfen. Im Auslandsgeschäft sind jedoch neben der Bonität der einzelnen Geschäftspartner auch politische, finanz- und volkswirtschaftliche Informationen wie auch Details zu den Handelsbedingungen und Geschäftsrisiken zu analysieren, um die Märkte und Risiken bewerten zu können.

Die Länderrisiko-Reports von D&B beinhalten:

• Den D&B Länderrisiko-Indikator inklusive Prognose und Trends.

• Angaben über landesübliche Handels- und Zahlungsbedingungen, Zahlungsverzögerungen sowie relevante rechtliche Rahmenbedingungen.

• Politische und demografische Eckdaten sowie Entwicklungs-Historie, Gegenwart und Prognosen über einen Fünf-Jahres-Zeitraum.

• Eine Risikoübersicht gemäß den neuesten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie die kurz- bis mittelfristigen Risiken, Trends und Potenziale eines Landes.

D&B veröffentlicht die wöchentlich aufdatierten Länderrisiken in verschiedenen Publikationen, welche sich durch die Informationstiefe unterscheiden.

Die D&B-Länderratings im Überblick:

DB1: Niedrigster Grad an Unsicherheit hinsichtlich zu erwartender Export- & Investitionserträge und Auslandsschulden sowie Eigenkapitalausstattung („equity servicing“).

DB2: Niedriger Grad an Unsicherheit hinsichtlich zu erwartender Erträge. Jedoch können landesweite Faktoren zu späterer Zeit eine höhere Unbeständigkeit der zu erwartenden Erträge verursachen.

DB3: Genug Unsicherheit gegenüber zu erwartender Erträge, die eine Überwachung des Länderrisikos anraten. Kunden sollten ihre eigene Risikobelastung aktiv managen.

DB4: Bedeutende Unsicherheit hinsichtlich zu erwartender Erträge. Risikoaversen Kunden wird geraten, sich gegen potentielle Ausfälle zu schützen.

DB5: Erhebliche Unsicherheit hinsichtlich zu erwartenden Erträge. Unternehmen wird geraten, ihre Belastung zu begrenzen und/oder nur ertragshohe Transaktionen zu fokussieren.

DB6: Erwartete Erträge unterliegen einem hohen Grad der Unbeständigkeit. Ein sehr hoher, erwarteter Ertrag ist nötig, um das zusätzliche Risiko oder die Kosten der Absicherung eines solchen Risikos zu kompensieren.

DB7: Es ist fast unmöglich, Erträge präzise vorherzusagen. Die wirtschaftliche Infrastruktur ist de facto zusammengebrochen.

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