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Online-Händler glänzen zu Weihnachten

Studie: Handel Vorbild beim Online-Marketing. 87 % Mobil-optimiert - 93 % im Social Web. Vorbildliches Suchmaschinen-Marketing.
absolit Consulting | 18.12.2014
Von Online-Händlern lernen heißt siegen lernen. So lautet das Fazit der Studie "Multichannel-Handel 2015" von Absolit Consulting. Analysiert wurde die Online-Präsenz der 30 Multichannel-Händler mit dem höchsten Online-Umsatz. "Besonders im Suchmaschinen-Marketing sind die Händler Vollprofis", betont Studienautor Torsten Schwarz. Eine kostenlose Kurzversion der Studie gibt es unter http://www.shop-studie.de .

Die stärkste Präsenz hat Apple, gefolgt von Conrad und Ikea. Der Metro-Konzern landet mit Media Markt und Saturn auf Platz 4 und 5. In seiner Bilanz-Pressekonferenz hatte der Konzern vorgestern die Bedeutung des um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden gewachsenen Online-Handels betont. Als Ziel wurden zehn Prozent Online-Anteil am Umsatz festgelegt. Real und Lidl sind derzeit die einzigen Lebensmittelhändler unter den Top 30.

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Der durchschnittliche Onlineshop hat 150.000 Webseiten, Roller und Thalia haben nur etwa 10.000 Seiten im Google-Index. Im Schnitt sind die Unternehmen mit 50.000 Suchworten in Google vertreten, Conrad und Weltbild sogar mit über 200.000. Hier sind die Onlineshops Profis: Globetrotter ist mit "Zelt" und "Isomatte" auf Platz 1, ATU mit "Alufelgen" und Douglas mit "Make-Up". Während Mediamarkt mit den Suchworten "Ventilator" und "Netbook" auf Platz 1 steht, sind es bei Saturn "Navi" und "LCD-TV". "Keine andere Branche hat mit ihren Produkten so viele Top-Positionen wie der Online-Handel" betont Schwarz, der schon mehrere Branchen mit der gleichen Methodik analysiert hat.

Fast alle Unternehmen reagieren auch im Social Web auf Kundenfragen. Esprit und Walbusch verzichten jedoch auf Twitter. ATU und Apple glänzen darüber hinaus auch im weltgrößten Netzwerk Facebook durch Abwesenheit. Sportscheck, Notebooksbilliger und Weltbild haben im Meinungsführer-Netzwerk Twitter besonders viele Fürsprecher: Etwa 10.000 Erwähnungen der Marke gibt es dort jeden Monat. Das ist zwar weniger als bei Facebook, wo der Durchschnitt bei 300.000 Erwähnungen liegt, dafür aber nachhaltiger. In Facebook hat Tchibo mit 8,7 Prozent den höchsten Anteil aktiver Fans.

Anders als die meisten Branchen haben 87 Prozent der Online-Händler auch ihre Hausaufgaben bei der Optimierung für Smartphones gemacht. Nur 13 Prozent haben keine mobil-optimierte Website. 27 Prozent passen die bestehende Website responsiv an das Smartphone oder Tablet an, sechzig Prozent haben eine spezielle Mobilseite.

Für die Berechnung der Onlinepräsenz analysierte Absolit 24 Kriterien, wie Besucher der Website, Reputation und Anzahl der Seiten einer Website. Die Anzahl der Suchworte, mit denen ein Anbieter in den Top-Positionen von Suchmaschinen erscheint, wurde ebenso erfasst, wie die Anzahl verlinkender Domains. Für die Ermittlung der Aktivität im Social Web wurden Facebook, Twitter und Google+ untersucht. Wie viele Fans und Follower hat ein Unternehmen, wie aktiv sind diese und wie oft wird die Marke erwähnt? Aus allen Messwerten wurde für die drei Bereiche Web, Suchmaschinen und Social Web jeweils ein Index ermittelt. Aus der Summe der Indizes wurde das Ranking errechnet.

Analysiert wurden die 30 Multichannel-Händler mit dem höchsten Online-Umsatz : A.T.U., Apple, Babywalz, Bon Prix, C&A, Conrad, Cyberport, Douglas, Esprit, Globetrotter, H&M, Hagebau, Ikea, Karstadt, Lidl, Media Markt, myToys, Notebooksbilliger, Planet Sports, real, Roller, s.Oliver, Saturn, Sport Scheck, Staples, Tchibo, Thalia, Walbusch, Weltbild und Witt Weiden.