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61 Prozent der Onliner haben bereits über das Internet Kontakt mit Behörden aufgenommen

Der Digital Life Report 2006 untersucht die Nutzung des Internets zur Kontaktaufnahme mit der öffentlichen Verwaltung

Bielefeld, 24. Oktober 2006 - Die Mehrheit der deutschen Onliner (61 Prozent) hat schon einmal &uuml;ber das Internet mit der &ouml;ffentlichen Verwaltung Kontakt aufgenommen. Dementsprechend haben 39 Prozent der Internetnutzer nach eigenen Angaben noch nie von dieser M&ouml;glichkeit der Kontaktaufnahme mit Beh&ouml;rden und &ouml;ffentlichen Verwaltungen Gebrauch gemacht. Das ist ein zentrales Ergebnis des Digital Life Reports, einer repr&auml;sentativen Online-Befragung von TNS Infratest in der Internetnutzer im Alter ab 14 Jahren befragt wurden.

Ost-West-Unterschiede sind in der Nutzung des Internets zur Kontaktaufnahme mit Beh&ouml;rden kaum feststellbar (West: 61 Prozent, Ost: 60 Prozent). Etwas deutlicher sind dagegen die Differenzen zwischen den Geschlechtern. Demnach gaben mehr M&auml;nner als Frauen an, schon einmal &uuml;ber das World Wide Web mit der &ouml;ffentlichen Verwaltung in Kontakt getreten zu sein (M&auml;nner: 64 Prozent, Frauen: 58 Prozent). Unter den verschiedenen Altersgruppen sind es besonders die 30- bis 49-J&auml;hrigen, die &uuml;ber das Internet mit Beh&ouml;rden kommunizieren (etwa 67 Prozent). Die 14- bis 19-J&auml;hrigen verwenden hierzu dagegen deutlich weniger die Online-Services der Verwaltungen (37 Prozent). Dar&uuml;ber hinaus ergab die Studie, dass Internetnutzer mit einer h&ouml;heren formalen Bildung h&auml;ufiger ihre Verwaltungsangelegenheiten via Internet abgewickelt haben. Auch die Berufst&auml;tigen gaben mit 65 Prozent sehr viel &ouml;fter als Nicht-Berufst&auml;tige (51 Prozent) an, bereits E-Mails und Webseiten als Kontaktwege zu Beh&ouml;rden genutzt zu haben.

Bei der Frage, welche Wege f&uuml;r gew&ouml;hnlich zur Kontaktaufnahme mit Beh&ouml;rden genutzt werden, antworteten 41 Prozent der Internetnutzer, dass sie &uuml;blicherweise per E-Mail mit der &ouml;ffentlichen Verwaltung in Kontakt treten. 33 Prozent besuchen hierzu eine Beh&ouml;rdenwebseite. Damit liegen diese beiden elektronischen Wege der Kontaktaufnahme mit Beh&ouml;rden in ihrer Nutzung hinter dem telefonischen Kontakt (75 Prozent), dem pers&ouml;nlichen Besuch (59 Prozent) und der brieflichen Kommunikation (43 Prozent). Internetnutzer, die &uuml;ber ein analoges Modem ins Internet gehen, w&auml;hlen diese drei &quot;klassischen&quot; Kontaktwege durchschnittlich h&auml;ufiger, wohingegen DSL-Surfer &ouml;fter &uuml;ber E-Mail oder die Webseite mit Beh&ouml;rden kommunizieren. Ostdeutsche Internetnutzer gaben im Vergleich zu westdeutschen h&auml;ufiger an, Beh&ouml;rden bevorzugt einen pers&ouml;nlichen Besuch abzustatten (Ost: 65 Prozent, West: 58 Prozent) oder diesen einen Brief zu schreiben (Ost: 50 Prozent, West: 41 Prozent).

Frauen nutzen &ouml;fter den telefonischen Kontakt zur Verwaltung (Frauen: 78 Prozent, M&auml;nner: 73 Prozent), wohingegen M&auml;nner diese h&auml;ufiger pers&ouml;nlich aufsuchen (M&auml;nner: 62 Prozent, Frauen: 55 Prozent), per Brief kontaktieren (M&auml;nner: 45 Prozent, Frauen: 40 Prozent) oder auf der Webseite besuchen (M&auml;nner: 37 Prozent, Frauen: 28 Prozent). Dar&uuml;ber hinaus zeigt sich bei der Betrachtung der bevorzugten Kontaktwege zu Beh&ouml;rden, dass die schriftliche Kommunikation mit der Verwaltung &uuml;ber Briefe und E-Mails bei den &uuml;ber 60-J&auml;hrigen beliebter ist als bei den j&uuml;ngeren Altersgruppen. Letztere bevorzugen dagegen den pers&ouml;nlichen Besuch von &ouml;ffentlichen Verwaltungsstellen. Die berufst&auml;tigen Internetnutzer nehmen mit Beh&ouml;rden h&auml;ufiger telefonischen Kontakt auf als die nicht-berufst&auml;tigen (Berufst&auml;tige: 77 Prozent, Nicht-Berufst&auml;tige: 71 Prozent) und nutzen zur Kommunikation mit der Verwaltung auch &ouml;fter E-Mails (Berufst&auml;tige: 42 Prozent, Nicht-Berufst&auml;tige: 37 Prozent) und den Besuch einer Webseite (Berufst&auml;tige: 35 Prozent, Nicht-Berufst&auml;tige: 28 Prozent).



Methodensteckbrief zum Digital Life Report 2006

Die Studien zum &quot;Digital Life Report 2006&quot; wurden im Zeitraum vom 09.03.-12.03.2006 als Onlineinterview (CAWI = Computer Assisted Web-Interviewing) innerhalb des repr&auml;sentativen Onlinepanels von TNS Infratest durchgef&uuml;hrt. In der Studie wurden insgesamt 1.500 Internet-Nutzer ab 14 Jahren befragt. Die Grundgesamtheit der deutschsprachigen Internet-Nutzer ab 14 Jahre in Deutschland entspricht 37,7 Mio. Gesamtbev&ouml;lkerung. Definition Internet-Nutzer = Nutzer des Internets, unabh&auml;ngig von Ort und Grund der Nutzung.



Kontakt und weitere Informationen:


TNS Infratest
Christopher Fiebig
t +49 (0)521 9257 223
f +49 (0)521 9257 250
e christopher.fiebig@tns-infratest.com