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Internationaler Konvergenzkongress: Virtuelle Spiele und reale Probleme

20. medienforum.nrw vom 9.-11.06.2008 in Köln

Video- und Computerspiele sind gefragter als je zuvor. Aktuellen Studien zufolge soll der Umsatz mit Spielen für Konsolen, PCs, Mobiltelefone und anderen portablen Geräten in Deutschland in den kommenden Jahren jährlich um fast zehn Prozent steigen. Fast jeder zweite Jugendliche besitzt bereits eine stationäre Spielkonsole, mehr als jeder dritte Jungendliche kann bereits unterwegs spielen. Auch haben längst die älteren Generationen elektronische Spiele, also Games, entdeckt, beispielsweise die so genannten Serious Games. Deshalb gehört das Thema Games auch beim Internationalen Konvergenzkongress des 20. medienforum.nrw zu den Schwerpunkten.

Wegen der wachsenden Bedeutung des Games-Bereiches wird bereits zum Auftakt des Internationalen Konvergenzkongresses am 11. Juni ein Spitzenmanager der Branche auf dem Podium des 20. medienforum.nrw sitzen: Der neue EA-Deutschland-Geschäftsführer Dr. Olaf Coenen soll in einer Expertenrunde �� unter anderem mit Managern von Microsoft, Google und Bertelsmann � über Möglichkeiten und Grenzen der digitalenn Ökonomie diskutieren.

Weitere Games-Panel des 20. medienforum.nrw beschäftigen sich am 11. Juni in der Koelnmesse mit den Themen Jugendmedienschutz und Datenschutz. Das Thema �Vom Wert guter Regeln in Theorie und Praxis" steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) und dem Medienkompetenz-Portal klicksafe* angeboten wird. Dabei werden Medienrechtler und Jugendschutz-Verantwortliche auch die Frage erörtern, ob Handy- und Online-Spiele in den für die Überwachung von Spielen allgemein geltenden Rahmen oder in das Kontrollsystem für Telemedien einzubeziehen sind. An der Diskussion beteiligen sich unter anderen Annette Kümmel vom Vorstand der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und Jürgen Schattmann, Leiter des Referats für Kinder- und Jugendschutz des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration.

Social Communities � egal ob als �reinrassiges�es“ Web 2.0 oder als Bestandteil von virtuellen Spielewelten � weisen in Bezug auf den Datenschutz noch immer zahlreichee Risiken auf, die der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum in einer Keynote mit dem Titel �Vom Wertt der Daten" aufzeigen wird. Lange war die Furcht vor einem �gl�äsernen Menschen“ groß, doch offenbar unbeeindruckt davon wächst die Freude der Jugendlichen, sich in Social Networks ausführlich und selbstverständlich darzustellen. Die Preisgabe von persönlichen Angaben ist dabei für viele längst kein Schreckensbild mehr, sondern oft Voraussetzung dafür, dass die Kommunikation funktioniert und Vernetzung tatsächlich geschieht. Welche Regeln gelten dabei, wer sorgt dafür, dass sie eingehalten werden? Oder müssen die alten Regeln den neuen Umständen angepasst werden? Sind die etablierten Werte nicht mehr jene der jungen Generation?

Wer investiert, will Ertrag. Wer sich registriert, möchte Vernetzung, Austausch und Kommunikation. Passen diese beiden Zielvorstellungen zusammen? Können gesellschaftliche Werte wie informationelle Selbstbestimmung, Datenschutz und Datensicherheit garantiert werden, wenn Social Communities unter dem Druck hoher Investitionskosten Modelle der Refinanzierung suchen? Diese Fragen werden unter anderen von jugendschutz.net-Leiter Friedemann Schindler, von Jay Stevens, Vice President Sales Operations bei MySpace Europe, von Lokalisten.de-Gründer Dr. Peter Wehner und von Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), sowie dem Datenschutz-Aktivisten Padelun (FoeBuD e.V.) diskutiert. Moderiert wird die klicksafe-Veranstaltung von Wolfgang Blau, dem neuen Chefredakteur von Zeit online.

klicksafe setzt mit der Präsenz beim renommierten Medienkongress medienforum.nrw und dem hochrangig besetzen Panel seine Informations- und Aufklärungsarbeit in Sachen Social Communities fort. Prof. Dr. Norbert Schneider, als Direktor der Landesanstalt für Medien NRW auch Konsortiumspartner von klicksafe: �Wirr müssen darauf achten, wie die wirtschaftlichen Zielvorstellungen der Unternehmen mit zentralen gesellschaftlichen Werten in Einklang zu bringen sind. Dafür sind Austausch und Kommunikation zwischen den Partnern die Voraussetzung.“

Video- und Computerspiele müssen kein Selbstzweck sein, sondern können auch Informationen und Wissen vermitteln. Auch dafür werden im Rahmen des 20. medienforum.nrw Beispiele präsentiert. Harald Hesse, Chefredakteur des Magazins GamesMarkt, wird am 11. Juni gleich zwei entsprechende Panels moderieren. Zum Thema �Spiele und Nachrichten. Unterhaltung mit Mehrwert" soll dabei ausgelotet werden, ob und wie Games zum Medium für seriöse Information werden können. Das Panel �>Social Learning, Games und E-Learning" erörtert den Wert von Games für das Lernen. Beide Veranstaltungen sind hochkarätig besetzt: Zu den Experten auf dem Podium zählen Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Jörg Sadrozinski, Redaktionsleiter von tagesschau.de, Frank Syré, Chefredakteur von zoomer.de sowie die Medienwissenschaftler Prof. Dr. Michael Kerres von der Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Müller-Lietzkow von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Ergänzt wird das Games-Kongressangebot des 20. medienforum.nrw durch eine spannende Diskussion zum Thema �Virtuelle Welten: Der zweite Blick auff das zweite Leben“. Der �Hype“� um Second Life ist inzwischen zwar Vergangenheit. Dennoch faszinieren virtuelle Welten noch immer zahlreiche Entwickler und Wissenschaftler, die über neue Online-Bedienoberflächen nachdenken. Einblicke in entsprechende Visionen und Pläne geben beim Internationalen Konvergenzkongress Burckhardt Bonello, Geschäftführer von sMeet Communications, Dr. Andreas Lober, Rechtsanwalt/Partner der Kanzlei Schulte Riesenkampff, Dirk Martens, Geschäftsführer von House of Research, und Michael Rowe, 3D-Internet-Manager/Projektleiter �Intraverse“ der Research Group.

Bereitss am 10. Juni wird sich im Rahmen des medienforum.nrw auch der 15. Transatlantische Dialog im Hotel Hyatt Regency Cologne mit Fragen beschäftigen, die für die Games-Branche relevant sind (gesonderte Einladung erforderlich). Unter dem Titel �Labelling von Online Games im Web 2.0" suchen Experten nach einem international validen Ansatz zur Kennzeichnung von Online-Games. Eingeladen wurden unter anderen der Leiter eContent und Safer Internet der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien bei der Europäischen Kommission, Richard Swetenham, die britische Psychologin und BBC-Moderatorin Dr. Tanya Byron sowie der New Yorker Medienberater Dr. Arthur Pober.


* Die Initiative klicksafe ist ein Projekt im Rahmen des �Safer Internet Programme“� der Europäischen Union. Es wird von einem von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz koordinierten Konsortium getragen. Diesem gehören außer der LMK, die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) sowie die ecmc Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH an.



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