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Jobsuche im Internet boomt

Nutzerzahl von Karriere-Portalen steigt um 13 Prozent auf 6,6 Millionen / BITKOM nennt fünf Tipps für eine erfolgreiche Email-Bewerbung

Berlin, 1. November 2006
Bei der Jobsuche spielt das Internet eine immer wichtigere Rolle. Rund 6,6 Millionen Deutsche besuchten allein im dritten Quartal 2006 mindestens einmal im Monat eine Karriere-Website. Das sind 13 Prozent mehr als noch im zweiten Quartal, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mitteilte. Grundlage für die Angaben ist eine exklusive Studie des Marktforschungsinstituts Comscore. „Eines zeigt sich ganz deutlich: Das Interesse an Online-Stellenanzeigen steigt bei Unternehmen und Jobsuchenden gleichermaßen“, sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold.



Doch nicht nur die Stellenanzeigen wandern zunehmend ins Internet. Auch die eigentliche Bewerbung kommt immer seltener per Post auf Papier. Vor allem die großen Konzerne konzentrieren sich darauf, ihre neuen Mitarbeiter online zu rekrutieren. Sie ermutigen Interessenten, ihre Mappen per Email zu schicken oder Formulare im Internet auszufüllen. In einigen Unternehmen werden Bewerbungen per Post inzwischen überhaupt nicht mehr akzeptiert. Berchtold: „Digitale Bewerbungsmappen reduzieren den Aufwand erheblich. Personalabteilungen können eingehende Unterlagen besser sichten und so freie Stellen schneller besetzen. Durch die strafferen Prozesse ergeben sich hohe Einsparungen.“

Vorteile haben aber auch die Bewerber. Ihre Unterlagen erreichen das Unternehmen zügiger als mit der Post, die Kosten für Material und Porto entfallen. Erstellung und Versand einer professionellen Bewerbungsmappe kosten etwa zehn Euro. Oft werden die Mappen nicht zurückgeschickt. Berchtold: „Gerade für Arbeitslose ist das eine erhebliche finanzielle Belastung.“ Allerdings verleiten Emails dazu, schnell ein paar formale oder inhaltliche Fehler zu machen. BITKOM hat deshalb die fünf wichtigsten Tipps für eine elektronische Bewerbung zusammengefasst:

1. Seriöse Email-Adresse nutzen
Richten Sie sich für den Versand eine neutrale Kennung ein. Witzige Adressen für die private Nutzung haben bei einer Bewerbung nichts zu suchen. Sie vermitteln bei Personalchefs noch vor dem Öffnen der Email einen negativen Eindruck und schmälern Ihre Chancen.

2. Betreffzeile richtig ausfüllen
Aus der Betreffzeile muss hervorgehen, dass es sich um eine Bewerbung handelt. Um die Zuordnung in der Personalabteilung zu erleichtern, sollte darüber hinaus der genaue Job-Titel vermerkt werden. Ist in der Stellenanzeige eine Kennziffer genannt, fügen Sie diese hier ein.

3. Motivation herausstellen
Stellen Sie Ihre Eignung und Motivation für die Stelle dar. Fügen Sie dazu Ihrer Email ein klassisches Anschreiben als Anhang bei. Alle weiteren Dokumente wie Zeugnisse und Arbeitsproben sollten Sie in einem zweiten Anhang zusammenfassen, der die Größe von 1 bis 2 MB nicht übersteigt.

4. Deutliches Foto beifügen
Ein deutliches und farbiges Foto ist wichtig für den ersten Eindruck und gehört in den Anhang jeder Email-Bewerbung. Achten Sie auf eine hohe Auflösung Ihres Bildes. Sie erhöhen Ihre Chancen weiter, wenn Sie das Foto zusätzlich bereits in den Text Ihrer Email integrieren.

5. Sammeladressen vermeiden
Besonders bei Initiativ-Bewerbungen sollten Sie Sammeladressen wie info@firma.de vermeiden. Die Gefahr ist zu groß, dass die Email die Personalabteilung nie erreicht. Rufen Sie gegebenenfalls vorab in dem Unternehmen an und erfragen Sie die genauen Kontaktdaten.

Viele Firmen beantworten Email-Bewerbungen innerhalb eines Tages, eine sofortige Eingangsbestätigung ist Standard. Wer seine Unterlagen hingegen auf dem Postweg schickt, muss in der Regel deutlich länger auf eine Rückmeldung vom Unternehmen warten. Auch deshalb steigt die Popularität von Emails unter Jobsuchenden an.

Ansprechpartner
Stephan Kahl
Pressesprecher Public Sector & Neue Märkte
+49. 30. 27576-119
Fax +49. 30. 27576-400
s.kahl@bitkom.org

Florian Koch
Bereichsleiter Digitale Medien & E-Dienste
+49. 30. 27576-249
Fax +49. 30. 27576-400
f.koch@bitkom.org

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vertritt mehr als 1.000 Unternehmen, davon 800 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Gerätehersteller, Anbieter von Software, IT-Services, Telekommunikationsdiensten und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.