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  |  21.02.2007

Kaum Vertrauen in den Aufschwung

Nur 6 Prozent der Bürger erwarten einen Nutzen für die niedrigen Einkommenschichten
Unter den Partnern der großen Koalition liegt die Union weiter vor der SPD, doch hat sich laut der jüngsten Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach der Abstand zwischen den Volksparteien auf 3,5 Prozentpunkte verringert (Vormonat 4,9 Prozentpunkte).Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Mittwochsausgabe). Die Union liegt nun bei 34, 3 Prozent der Zweitstimmen-Wahlabsicht ("Sonntagsfrage"), die SPD bei 30,8 Prozent.Auch die große Koalition vermochte es bisher nicht, die Grundeinstellung der Ostdeutschen zu verändern. CDU, SPD und PDS sind in den neuen Bundesländern mit 26,1 und 25,9 beziehungsweise 27,3 Prozent weiterhin fast gleich stark. Eine Erklärung findet sich in der Allensbacher Erhebung über die selektive Wahrnehmung des wirtschaftlichen Aufschwungs. Nur 6 Prozent der Bürger erwarten einen Nutzen für die niedrigen Einkommenschichten, nur 37 Prozent sind überzeugt, dass der Aufschwung zugunsten der Arbeitslosen wirken wird. Aber drei Viertel der Bevölkerung sehen Vorteile für die Unternehmen und die Finanzlage des Staates, während zwei Drittel davon ausgehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht vom Aufschwung profitieren wird. 60 Prozent sind überzeugt, dass die Globalisierung die Beschäftigungschancen im Inland beeinträchtigen, nur 22 Prozent, dass sie Beschäftigungschancen in Deutschland schafft.

Die Umfrage wurde vom 1. bis 13. Februar 2007 veranstaltet und umfasste rund 2000 Personen über 16 Jahre.

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Georg Paul Hefty
Tel.: 0049 (0)173 6505817
E-mail: g.hefty@faz.de

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