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Prognose korrigiert: 903 Millionen Euro für klassische Online-Werbung

Mit 903,1 Millionen Euro liegen die Umsatzzahlen deutlich über den im September prognostizierten 785 Millionen - entspricht 69 Prozent Zuwachs 2006


Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW hat die Ums&auml;tze in der sogenannten „klassischen Online-Werbung“ f&uuml;r 2006 ermittelt. Mit 903,1 Millionen Euro liegen die Umsatzzahlen deutlich &uuml;ber den im September prognostizierten 785 Millionen Brutto-Werbeerl&ouml;sen in diesem Bereich. Der OVK geht daher davon aus, dass auch die Gesamtums&auml;tze, inklusive der zuletzt rasant gestiegenen Bereiche Suchmaschinen- und Affiliate-Marketing, klar &uuml;ber den Erwartungen liegen werden. Als Gr&uuml;nde f&uuml;hren die Experten an, dass immer mehr Werbegelder zu Gunsten des Internets verlagert werden. Zudem haben verst&auml;rkt mittelst&auml;ndische Unternehmen, Handelsorganisationen sowie die Konsumg&uuml;terindustrie die Online-Werbung f&uuml;r sich entdeckt. Der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft hingegen messen die Experten des BVDW nur geringe Effekte in der gesamten Entwicklung bei.

Noch im September war der Online-Vermarkterkreis davon ausgegangen, dass die Ums&auml;tze der klassischen Online-Werbung zwar sehr deutlich, n&auml;mlich um 47 Prozent im Jahresmittel steigen w&uuml;rden. Die vorliegenden Zahlen in H&ouml;he von 903,1 Millionen Euro weisen jedoch einen weitaus gr&ouml;&szlig;eren Zuwachs in H&ouml;he von 69 Prozent aus. „Das zeigt, dass die Online-Werbung nach der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft noch einmal richtig Fahrt aufgenommen hat“, zeigt sich der OVK-Vorsitzende Paul Mudter (InteractiveMedia CCSP GmbH) hochzufrieden. „Die durchweg positive Entwicklung im zur&uuml;ckliegenden Jahr belegt, dass inzwischen auch die Top-Spender aus dem FMCG-Bereich die Vorteile des Mediums Internet - wie Interaktivit&auml;t, zielgruppengenaue Ansprache und hohen Kreativspielraum - gezielt nutzen und das Internet als Werbemedium gesetzt ist.“ Eine ganze Reihe verschiedener Parameter belegen, dass es sich um keinen vor&uuml;bergehenden Trend, sondern um eine langfristige Entwicklung handelt.

So konnte keine andere Mediengattung im vergangenen Jahr Zuwachsraten vorweisen, die auch nur ann&auml;hernd mit der Zuwachsrate der Online-Medien vergleichbar ist. Als wichtigste Wachstumstreiber entpuppten sich dabei Handelsorganisationen, die ihre Investitionen im Online-Bereich mehr als vervierfacht haben. W&auml;hrend die klassischen Medien gerade einmal mit 3,6 Prozent Zuwachs von der Investitionsbereitschaft dieses Wirtschaftszweigs profitieren konnten. Auch die Medien- und Verlagsbranche sowie die Telekommunikationsbranche haben massiv zugelegt und ihre Online-Werbegelder ann&auml;hernd verdoppelt.

Die gr&ouml;&szlig;ten Zuw&auml;chse konnten die Online-Vermarkter bei folgenden Produktgruppen verzeichnen: Bild und Tontr&auml;ger Musik (plus 1146 Prozent) sowie Rasierer und Zubeh&ouml;r (plus 1052,9 Prozent). Produktgruppen wie Zeitungen-Werbung (plus 522,1 Prozent), Haarpflege (513,7 Prozent), M&ouml;bel und Einrichtung (510,7 Prozent) haben ihr Online-Werbevolumen mehr als verf&uuml;nffacht. „Das deckt sich mit der allgemeinen Wahrnehmung, dass vor allem die Konsumg&uuml;terindustrie aufgewacht ist und ihre Zielgruppen dort abholt, wo sie einen steigenden Teil ihrer Arbeits- und Freizeit verbringt: Online“, konstatiert OVK-Vize Frank Bach&eacute;r (mobile.de GmbH). „Unser gemeinsames Ziel bleibt es daher, den Anteil der Online-Werbung am gesamten Werbeaufkommen immer n&auml;her an die tats&auml;chliche Nutzungsintensit&auml;t im Gesamtkonzert der Medien heranzuf&uuml;hren.“ Nach einhelliger Meinung der BVDW-Experten, unter anderem auch aus der Fachgruppe Performance Marketing, werden das die Zahlen der OVK-Werbestatistik, in dem die Ums&auml;tze der gesamten Online-Werbung (inkl. Suchmaschinen- und Affiliate-Marketing) ausgewiesen sind, klar belegen. Die Gesamtums&auml;tze der Online-Werbung sowie die erste Prognose des OVK f&uuml;r das laufende Jahr 2007 werden im Rahmen der Jahrespressekonferenz des BVDW am 15. M&auml;rz auf der CeBIT bekannt gegeben.

Anmerkungen zu den Umsatzzahlen:

Das Segment klassische Online-Werbung wird grunds&auml;tzlich auf Basis der Brutto-Preislisten gemeldet. Lediglich erfolgsabh&auml;ngig verg&uuml;tete Buchungen flie&szlig;en hier aus dem oben genannten Grund ebenfalls als „netto gleich brutto“ in die Berechnung ein. Die Zahlen f&uuml;r das Segment klassische Online-Werbung basieren auf der Nielsen Online-Werbestatistik, die nach OVK-Berechnungen etwa 75 Prozent des Marktes abdeckt. Der OVK nimmt eine eigene Hochrechnung der Nielsen-Zahlen von 75 auf 100 Prozent vor, wobei zuvor kleinere Provisionsanteile aus der Suchwort-Vermarktung subtrahiert werden, um so ein sp&auml;teres „Double Counting“ auszuschlie&szlig;en.

Die OVK Online-Werbestatistik finden Sie unter &gt; http://www.bvdw.org/marktzahlen/basispraesentationen.html, weitere Informationen unter www.ovk.de.