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Uni Wien Studie: Twitter fungiert als Nachrichten-, aber auch als Werbekanal

Bei einem Drittel werden Medieninhalte persönlich bewertet.
Twitter wird vorwiegend als Kanal für Nachrichten genutzt. Werbung/Marktinformation folgt an zweiter Stelle. Das ergibt eine neue Studie des Institutes für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Untersucht wurden Tweets, die einen Link beinhalteten. Auffallend ist, dass die Hälfte der Tweets mit den verwendeten Links auf Medieninhalte verweisen, die aus klassischen redaktionellen Medien stammen. In mehr als der Hälfte der Tweets werden Medieninhalte kommentiert, davon in rund in einem Drittel mit persönlicher Wertung.

In der Studie des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien wurden insgesamt 3.221 Tweets untersucht. In Betracht gezogen wurden ausschließlich deutschsprachige Tweets von Personen und nicht von Unternehmen. Die Ziehung der Daten erfolgte mit Hilfe des Online & Social Media Monitoring Tools Sensemetric (www.sensemetric.com).

Twitter-Nutzer verweisen auf Medieninhalte aus redaktionellen Medien
Unternehmen und Organisationen produzieren mit 37 Prozent, die meisten Medieninhalten, auf die Tweets verweisen, gefolgt von redaktionellen Medien mit 34 Prozent. 28 Prozent der Medieninhalte werden Individuen (also einfachen Usern), die User Generated Content produzieren, zugeteilt.
Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Tweets verweisen auf Nachrichten, wobei hier Hard News (wie Politik, Wirtschaft oder Katastrophen) mit 19 Prozent an erster Stelle liegen, gefolgt von Soft News (wie Kultur, Lifestyle oder Sport) mit 16 Prozent und spezifische News (Fach- und/oder Interessensgruppen) mit ebenfalls 16 Prozent. Immerhin 23 Prozent verweisen auf Werbung. Es folgen 13 Prozent, die dem Bereich Unterhaltung und 12 Prozent, die der privaten Kommunikation zugeordnet werden können. Twitter wird somit vorwiegend als Nachrichtenkanal verwendet. Dabei wird von Twitter-Nutzern in einem hohen Maße auf Medieninhalte verwiesen, die aus klassischen redaktionellen Medien stammen. „Es scheint, als würde die Gatekeeper-Funktion der klassischen Medienunternehmen insbesondere bei Hard News und in einem geringeren Maße bei Soft News auch in der Twitter-Sphere von hoher Bedeutung sein“, erklärt der Studienleiter Axel Maireder die Ergebnisse der aktuellen Studie „Links auf Twitter“. Für andere Formen der Information und insbesondere Unterhaltung gilt dies weniger. Bei spezifischen Nachrichten für Fach-, Interessens- oder Hobbyöffentlichkeiten wird in einem hohen Maße auf User Generated Content (Blogtexte, Podcast, Youtube Video, etc.), als auch auf Unternehmen und Organisationen verwiesen.

Twitter-Nutzer kommentieren und werten Inhalt
„Auffällig ist die Tendenz von Twitter-Nutzern, auf Medieninhalte nicht nur durch die simple Übernahme des jeweiligen Titels zu verweisen, sondern diese Verweise mit individuellen Kommentaren zu versehen. Wir sprechen hier von 55 Prozent“, streicht Maireder hervor. Ein Großteil der Kommentare (88 Prozent) nimmt dabei konkret Bezug auf den Medieninhalt, auf den verwiesen wird, bei einem guten Teil (27 Prozent) ist dieser Bezug auch wertend. „Die anderen Nutzer bekommen so nicht nur Verweise auf Medieninhalte, sondern jeweils individuelle Frames, also Schemata für die Deutung der Medieninhalte, mitgeliefert“, so Maireder weiter.
Redaktionelle Inhalte und User Generated Content werden signifikant häufiger gewertet (29 Prozent und 31 Prozent), als der Inhalt von Unternehmen oder Organisationen (22 Prozent). Gleichsam wird auch bei Nachrichten öfters gewertet (27 Prozent), als bei Werbung/Marktinformation (22 Prozent). Auch Videos/Audios (37 Prozent) versehen die Nutzer öfter mit ihrer Wertung, als Texte (25 Prozent) oder Bilder (24 Prozent).
In 44 Prozent der Tweets wurde ein thematischer Bezug hergestellt, der über den konkreten Inhalt hinausgeht (Verknüpfungen, Interpretationen, Information). Bei 18 Prozent ist dies ein Bezug zum eigenen Leben und Erleben. „Damit beteiligen sich Twitter-Nutzer an der Einordnung dieser Medieninhalte in die Vorstellungen von Welt. Sie stellen die Inhalte in einen Kontext und ermöglichen den anderen Nutzern so, unterschiedliche Perspektiven auf die mit den Medieninhalten verbundenen Thematiken kennen zu lernen“, so Maireder abschließend.

Zum Download
Die Studie, Grafiken & Fotos stehen zum Download unter http://www.univie.ac.at/publizistik/twitterstudie/ zur Verfügung

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