Der Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO repräsentiert rund 90 Prozent aller Festnetz-Wettbewerber der Deutschen Telekom. Die 52 hier zusammengeschlossenen Unternehmen haben als wesentliches Merkmal die eigene Infrastruktur, über die sie Sprach- und Datendienste anbieten. Der Interessenverband vertritt die Anliegen dieser Netzanbieter gegenüber dem Gesetzgeber, der Regierung, der Europäischen Kommission, der Bundesnetzagentur (BNetzA, ehemals: RegTP) sowie der Wissenschaft, den Medien und der interessierten Öffentlichkeit. Die Mitgliedsunternehmen profitieren darüber hinaus von geschäftlichen Synergieeffekte, z. B. in den Bereichen Billing, Customer Care, Netzzusammenschaltung und Produktentwicklung.
BREKO hat sich zum Ziel gesetzt:
- Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen im Telekommunikationsmarkt
- Fortführung des Liberalisierungs- und Deregulierungsprozesses
- Unterstützung der wirtschaftlichen Tätigkeit seiner Mitglieder
Wesentliche Grundlage des Geschäftsmodells der alternativen Teilnehmernetzbetreiber ist der Zugang zum Kunden auf Basis der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bzw. der direkte Anschluss der Kunden an die eigene Netzinfrastruktur. Darüber hinaus setzen die BREKO-Mitgliedsunternehmen auch alternative Zugangstechnologien wie Breitbandkabel (BK), Lichtwellenleiter (LWL bzw. Glasfaser) oder Funktechnologien (Wireless LAN, WIMAX) ein, um ihren Kunden umfassende Kommunikationsdienstleistungen aus einer Hand anbieten zu können.
Der Breitbandboom und speziell die rasante Entwicklung der DSL-Anschlüsse ist zu einem wesentlichen Charakteristikum der BREKO-Mitgliedsunternehmen geworden. Deutlich mehr als jeder zweite Festnetzanschluss, der über die im BREKO zusammengeschlossenen Wettbewerber der Deutschen Telekom realisiert wird, ist ein DSL-Zugang. Von den 3,7 Mio. Anschlüssen der Mitglieder sind 2,5 Mio. in DSL-Technologie ausgeführt, mit rasch wachsendem Anteil.
Entstehung und Entwicklung des Verbandes
Die im BREKO organisierten Carrier sind überwiegend aus kommunalen Unternehmen - vor allem Energieversorgern – entstanden. Bereits vor der Liberalisierung des privaten Telekommunikationsmarktes im Jahre 1998 verfügten diese Unternehmen über eigene Kommunikationsinfrastruktur sowie Wegerechte im städtischen und regionalen Gebiet.
Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetz (TKG, 1996) haben die Kommunen bei der Öffnung des Marktes eigenständige Unternehmen für Telekommunikationsdienste gegründet. Um die Interessen dieser Wettbewerber gegenüber der neu geschaffenen Regulierungsbehörde und gegenüber der Politik zu vertreten, wurde im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ein „Arbeitskreis Telekommunikation“ (ATKOM) gebildet. Bereits im Jahr 1999 zeigt sich, dass diese Maßnahme nicht ausreichte, um die Anliegen wirkungsvoll zu adressieren. Im April 1999 wurde daher in Bonn der BREKO e.V. gegründet. Bereits im Jahr 2003 hat sich der Verband durch eine Satzungsänderung auch für bundesweit tätige Unternehmen geöffnet.