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Linux - Installation, Konfiguration, Anwendung

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Wenn ein Buch den Aufstieg von Linux im deutschsprachigen Raum begleitet hat, dann dieses: Michael Koflers "Linux"-Buch, auch schlicht "der Kofler" genannt. Es hat seit seiner ersten Auflage vor zehn Jahren ganze Generationen von Linux-Anwendern zu Profis gemacht. Zeit für Addison-Wesley, sich bei den Lesern für diesen unglaublichen Erfolg zu bedanken: Zum zehnjährigen Jubiläum erscheint diese Sonderausgabe der 7. Auflage. Obwohl sich die Seitenanzahl in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, ist das Buch preiswerter als die Erstauflage! Die nochmals aktualisierte Jubiläumsausgabe enthält neue Anhänge zu Red Hat Enterprise Linux 4.0, Fedora Core 5, Mandriva 2006 (ehemals MandrakeLinux), SUSE Linux 10.1, Knoppix 5.0 und Ubuntu Linux 6.06 ("Dapper Drake"). Dem Buch liegen außerdem zwei DVDs bei: SUSE Linux 10.1 und Knoppix 5.0!

Im März 1995 - circa dreieinhalb Jahre, nachdem Linus Torvald die Version 0.02 des Linux-Kernels freigegeben hatte - erschien die erste Auflage dieses Buchs. Zehn Jahre sind für ein Computerbuch ein ungewöhnlich langer Zeitraum. Zu kurzlebig sind viele Trends der IT-Welt, zu eng die Buchkonzepte, die diesen Trends folgen. Dieses Geburtstagsvorwort beleuchtet ein wenig die Geschichte dieses Buchs, die natürlich mit der Geschichte von Linux eng verwoben war.

Meine ersten Schritte mit Linux unternahm ich Mitte 1993 mit einer Linux-Distribution von Unifix, die auf Kernel 0.99.n basierte (die genaue Versionsnummer weiß ich leider nicht mehr). Ich schrieb damals über das Computer-Algebra-System Maple und brauchte ein vollständiges LaTeX -Sytsem zum Satz dieses Buchs voller mathematischer Formeln. LaTeX -Versionen für DOS beziehungsweise Windows 3.1 waren kompliziert zu installieren und voller Einschränkungen. Da erschien Linux als die optimale Lösung: LaTeX wurde wie viele andere Unix-Werkzeuge gleich mitgeliefert und funktionierte auf Anhieb. Es versteht sich von selbst, dass ich diesen Schritt nie bereut habe: Linux lief selbst in dieser frühen Entwicklungsstufe wesentlich stabiler und effizienter als die damaligen Betriebssysteme von Microsoft.

Obwohl ich damals also schon diverse Computer-Bücher verfasst hatte, kam die Idee für das Linux-Buch nicht von mir. Einige weitsichtige Lektoren vom Addison-Wesley Verlag baten mich, ein Linux-Buch für Anwender zu schreiben. Vorerst lehnte ich ab, weil ich keinen Markt für dieses Buch sah: Die meisten Linux-Benutzer waren damals echte Computer-Freaks, die ohnedies kein Einsteigerbuch brauchten. Der Auslöser, das Buch dann doch zu schreiben, war letztlich mein persönliches Interesse, Linux beim Schreiben besser kennen zu lernen.

Ein rasches Durchblättern der ersten Auflage machte klar, wie sehr sich Linux seither verändert hat: Vor zehn Jahren war Linux ein von Textkommandos dominiertes Betriebssystem. Es gab weder KDE noch Gnome. Als grafische Benutzeroberfläche kam meist der Window Manager fvwm zum Einsatz. Allerdings waren die wenigen verfügbaren X-Programme vollkommen uneinheitlich zu bedienen. Der Standardwebbrowser war Mosaic. Office-Pakete gab's überhaupt noch keine. Linux war damals vor allem für Personen interessant, die ein Unix-ähnliches Betriebssystem kennen lernen, selbst Programme in C oder einer Script-Sprache entwickeln, LaTeX anwenden oder erste Schritte in das sich gerade entwickelnde Internet unternehmen wollten.

Seither hat sich die Situation vollkommen gewandelt: Linux hat sich zur vollwertigen Windows-Alternative entwickelt. Das spiegelt sich auch im Aufbau dieses Buchs wider: Während in den ersten