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Handelszukunft ohne Branchenkonjunktur

Wohin geht´s künftig im deutschen Einzelhandel? Neue Studie benennt die Hintergründe.
Ulrich Eggert | 01.02.2012

Wohin geht´s künftig im deutschen Einzelhandel? Im Grunde stagniert er seit der Wiedervereinigung vor nunmehr über 20 Jahren bei einem Jahresumsatz von 390 bis 410 Milliarden € in realer Netto-Rechnung. Branchenkonjunkturen haben sich verabschiedet, es gibt nur noch Firmenkonjunkturen, allenfalls noch Gruppen- und Formatkonjunkturen.
Die Hauptursache dafür ist mangelndes Wachstum des realen Nettoeinkommens der Bevölkerung trotz aller konjunkturellen Bemühungen. Dadurch steht der deutsche Einzelhandel insgesamt unter starkem Druck und vor einer umfassenden Branchenbereinigung. Denn der private Verbrauch verlagert sich insgesamt immer mehr in den Dienstleistungssektor.

Insbesondere vom Zuwachs des privaten Verbrauchs fließt immer weniger in den Einzelhandel; neben Dienstleistungen sind es auch das Handwerk und die Direktbelieferungen der Industrie und Importeure an den Verbraucher (Vertikalisierung), die dem Handel Konkurrenz machen. Zudem absorbiert das Internet bzw. E-Commerce immer mehr Umsatzanteile.
Die überproportional aufgebauten neuen Flächen verschärfen die strukturelle Schieflage – sie führen zur Verdrängung alter Flächen und Strukturen. Dabei sind (Near-)Discounter, Fachmärkte und Distanzhandel die Gewinner im Markt, viele klassische Formate sind nur noch bedingt zukunftsfähig. Das sind insbesondere Warenhäuser, Vollsortimenter, Sortimentsversender und unkooperierte Fachgeschäfte ohne USP: Nur neue, vertriebs- statt warenorientierte Konzepte sichern Wettbewerbsvorteile.

Verstärkt wird die Tendenz noch dadurch, dass die Anteile vieler Sortimente am Budget der Verbraucher überproportional sinken, wie etwa die Ausgaben für Bekleidung. Daraus erwachsen für künftige Handelsunternehmen klare Anforderungen, die sich immer mehr nach vorne schieben:

1. Klares Profil und leistungsfähige Vermarktungskonzepte, d.h.: neue, „unschlagbare“ Formate

2. Kapital und Investitionskraft …

3. … zu erreichen durch hohe Effizienz in den Prozessen / Kostenoptimierung

4. Ausgeprägte Management- und Führungskompetenz

Deshalb kommt es im Handel als die Institution zur Versorgung der Bevölkerung mit Konsumgütern immer mehr auf das richtige Konzept, das Geschäftsformat und damit die Unternehmensstrategie an. Ein weiterer Aspekt ist dabei unabdingbar: Kooperation – wer alleine agiert, hat mittelfristig keine Chance mehr im Markt!

In Ihrer aktuellen Studie QUO VADIS, DEUTSCHER HANDEL? zeigt die Ulrich Eggert Consulting in Köln auf, was auf den Handel in den nächsten Jahren zukommt und wie der Handel in Zukunft agieren kann, um existenzfähig zu bleiben. Die 80-seitige Studie steht zum kostenlosen Download bereit unter www.ulricheggert.de.