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Respekt ist effektiver als Folter

Respekt ist eine Wunderwaffe, mit der wir sogar Ansehen bei größten Feinden gewinnen können.
René Borbonus | 31.08.2012

Der Königsweg der Konfliktkommunikation
Respekt und Folter haben etwas gemeinsam: Beide sind Methoden der Kommunikation. Zunächst mag der Vergleich abwegig erscheinen - Respekt ist eine Tugend und ein Imperativ menschlichen Miteinanders. Er ist human und moralisch. Folter entbehrt all dieser Eigenschaften. Dennoch wird sie beim Verhör von Terroristen auch von freiheitlichen Regierungen als Druckmittel in der Gesprächsführung eingesetzt. Verhöre sind letztlich nichts anderes als Dialoge unter verschärften Bedingungen.

Wir können daher Respekt und Folter als Gesprächstechniken miteinander vergleichen, indem wir ihre Wirksamkeit in Extremsituationen der Kommunikation hinterfragen. Der amerikanische Verhörspezialist Matthew Alexander (Pseudonym), der Mitglied eines Spezialteams der US-Armee auf Anti-Terror-Mission im Irak war, hat in seinem Buch How to Break a Terrorist¹ genau das getan. Mit überraschendem Ergebnis: Respekt ist seinen praktischen Erfahrungen nach effektiver als Folter. Alexander erreichte damit, was seinen Kollegen zuvor misslungen war. So erhielt er bei seinen Vernehmungen die Informationen, die im Sommer 2006 die Ausschaltung des irakischen al-Qaida-Führers Abu Musab al Zarqawi ermöglichten.

Selbst bei den schwierigsten aller Gespräche zahlt es sich also mehr aus, den Respekt des Kontrahenten zu gewinnen, als gewaltsame Methoden der Überzeugung anzuwenden. Das erhebt den Respekt zum Königsweg der Kommunikation - kein anderes Mittel der Rhetorik ist so effektiv in seiner unmittelbaren Wirkung wie auch in seiner langfristigen Bindungskraft. Wie aber verschafft man sich Ansehen selbst bei Todfeinden? Begleitet von Beispielen aus Alexanders Erfahrungen im Irak möchte ich Ihnen dafür einige Strategien vorstellen, die Sie auch für Ihre persönlichen Zwecke ganz besonders in konfliktbehafteten Gesprächssituationen einsetzen können.


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