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Wie negative Google-Autovervollständigungen aktiv den Ruf von Unternehmen und Personen beeinflussen

Nicht zuletzt durch den Fall Bettina Wulff ist die Funktion „Auto Complete“ des Suchmaschinengiganten Google in aller Munde geraten.
Tobias Looschelders | 18.09.2012

In einer gemeinsamen Studie haben die Revolvermänner GmbH und die FAIRRANK deutschland GmbH untersucht, ob die Reputation durch von Suchmaschinen vorgeschlagene Suchbegriffe bei der Internetrecherche negativ beeinflusst wird.

Genau das behaupten die Anwälte von Bettina Wulff und wollen so die kursierenden Gerüchte durch eine Klage gegen die Suchmaschine Google nachhaltig beiseiteschaffen. Die Revolvermänner GmbH und die FAIRRANK deutschland GmbH haben in einem Versuch 1.000 Probanden gebeten, sich über ein ihnen unbekanntes Unternehmen oder eine unbekannte Person zu informieren, welche jeweils über exakt einen negativen Google Suggest verfügen. Gewertet wurde in der Studie, wie die Autovervollständigungen die Meinungsbildung bei Nutzern beeinflussen, die ein Unternehmen oder eine Person nicht kennen.

Die Ergebnisse sind überraschend eindeutig: Die Autovervollständigungs-Funktion der Suchmaschine Google beeinflusst signifikant den ersten Eindruck, das Suchverhalten und die Meinungsbildung der Nutzer. Hierzu einige Auszüge aus der Untersuchung:

Jeder dritte Proband wurde beim negativen Suggest zu Unternehmen skeptisch oder klickte direkt auf den Suchbegriffsvorschlag
Zusätzlich bekam jeder vierte Proband einen negativen ersten Eindruck
Bei jedem dritten Proband blieb der negative Suggest, den Google bei der Recherche zu einer Person vorschlug, in Erinnerung
Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass Nutzer in erheblichem Maße durch die Autovervollständigungen von Suchmaschinen beeinflusst und auf Themenbereiche gelenkt werden, die der Reputation eines Unternehmens / einer Person nachhaltig schaden können – unabhängig davon, ob diese der Wahrheit entsprechen oder nicht.

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