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6 Tipps für erfolgreiches internationales SEO

Lokale Suchmaschinen, Content, Backlinks, Social Signals und eine Keywordstrategie pro Land sind entscheidend und führen zum richtigen Geo-Targeting.
Siwen Zhang | 10.04.2013

Internationale Unternehmen stehen vor der besonderen Herausforderung, Webseiten in zahlreichen Ländern und Sprachen zu verwalten. Das Erfolgskriterium für globale Suchmaschinenoptimierung ist das richtige Geo-Targeting – den Suchmaschinen die richtigen Signale setzen, sodass der jeweiligen internationalen Zielgruppe die passende Webseite angezeigt wird. Die folgenden Tipps zeigen, welche Aspekte bei internationalen SEO Projekten entscheidend sind.

1. Planung ist die halbe Miete
Insbesondere bei diesen höchst komplexen Projekten ist eine detaillierte Planung und Zieldefinition vor Projektbeginn essentiell. Was ist das Ziel des Projektes? Welche Kennzahlen können später den Erfolg messen? Dabei sollte nicht nur ein globales Ziel für das Gesamtunternehmen entwickelt, sondern ebenfalls landesspezifische Subziele abgeleitet werden. Um nicht in jedem Land alles neu entwickeln zu müssen, sollten bei internationalen SEO Projekten standardisierte Masterdokumente verwendet und ein Gesamtprojektplan aufgesetzt werden.

2. Lokale Suchmaschinen
Bei Suchmaschinen denkt man sofort an Google. Zwar ist der Suchmaschinengigant klarer Weltmarktführer, sodass es in vielen Ländern absolut sinnvoll sind, sich bei teilweise über 90% Marktanteil auf Google zu konzentrieren, doch ist dies nicht überall der Fall. Es gibt Länder, in denen lokale Player den Markt anführen. Bekannte Beispiele sind Yandex in Russland, dem größten Internetmarkt Europa’s, oder Baidu in China, dem größten Internetmarkt weltweit. Ist man in diesen Ländern aktiv, so dürfen diese lokalen Suchmaschinen nicht vernachlässigt werden.

3. Die richtige Domain
Grundsätzlich gibt es bei einer internationalen Domainstrategie zwei Möglichkeiten. Entweder können pro Land individuelle Country Code Top Level Domains (ccTLD) wie domain.de und domain.fr oder eine Generic Top Level Domain (gTLD) für alle Länder eingesetzt werden. Die Länderunterscheidung bei der gTLD erfolgt dann über Subdomains wie de.domain.com und fr.domain.com oder Verzeichnisse wie domain.com/de und domain.com/fr.
Jede Variante hat seine Vor- und Nachteile. Die ccTLDs senden sicherlich das klarste Geo-Targeting Signal an Suchmaschinen und User, wobei höhere Kosten entstehen. Jedes Unternehmen sollte sich vor dem Aufsetzen von internationalen Webseiten Gedanken darüber machen, welche die praktikabelste Lösung ist.

4. Eine Keywordstrategie pro Land
Hat man für ein Land die zu optimierenden Keywords definiert, so werden häufig diese Keywords für die anderen Länder übersetzt. Bei einer wörtlichen Übersetzung kann jedoch vorkommen, dass nicht immer der gebräuchlichste Begriff mit dem höchsten Suchvolumen ermittelt wird. Hinzu kommt, dass Begriffe in einer Sprache wie Spanisch in den unterschiedlichen Ländern, in denen es gesprochen wird, gänzlich andere Bedeutungen haben können.
Daher ist zu empfehlen, in jedem Land eine eigene Keywordstrategie durch Native Speaker, die den kulturellen Hintergrund des Landes kennen, zu entwickeln.

5. Unique Content vs. Duplicate Content

Auch beim gesamten Content wird oft zur Übersetzung gegriffen. Bei globalen Sprachen wie Englisch oder Spanisch wird ein Text sogar auf mehreren Webseiten in unterschiedlichen Ländern verwendet. Dies hat neben Duplicate Content zur Folge, dass der Content nicht auf das optimale Keyword optimiert sowie dass keine individuelle Ansprache der Nutzer mit länderspezifischem Wording geschaffen werden kann. Unique Content in jedem Land bringt deutliche Vorteile.

6. Lokale Backlinks & Social Signals

Desweiteren spielt die geografische Herkunft der Backlinks eine wichtige Rolle. Als Faustregel gilt, dass etwa 75% der Backlinks aus dem gleichen Land stammen sollten.
Neben Backlinks sind heutzutage Social Signals ebenfalls SEO relevant. Bei internationalen Projekten ist jedoch zu beachten, ähnlich wie bei den Suchmaschinen, sich nicht ausschließlich auf die globalen Player wie facebook, youtube oder twitter zu konzentrieren, sondern in jedem Land lokale Netzwerke zu berücksichtigen. Länder wie Russland oder China haben eigene, riesige Portale, in denen sich die lokalen User tummeln.

Fazit
Wie bei jeder anderen Marketingmaßnahme, ist es auch beim internationalen SEO entscheidend, eine individuelle Zielgruppenansprache zu schaffen und dabei die landesspezifischen Eigenschaften wie Suchmaschinen, Sprache oder Soziale Netzwerke zu berücksichtigen.
Werden diese Faktoren erfüllt, so stellt sich das richtige Geo-Targeting fast von alleine ein, denn Suchmaschinen wollen ihren Usern stets das bestmögliche Ergebnis liefern.



Autorin:

Siwen Zhang, Team Leader SEO Consulting

Siwen Zhang ist als Team Leader für den Bereich SEO Consulting verantwortlich und seit 2009 bei explido. Ihr Bachelor Abschluss in International Business Administration ermöglicht ihr ein fundiertes Verständnis für Unternehmensbedürfnisse und individuelle SEO Strategien in die Gesamtunternehmensziele zu integrieren.



Heute gehört neben SEO Schulungen und Beratungen sowie Strategieentwicklungen für Großunternehmen auch das Thema Internationales SEO für multinationale Konzerne zu Ihren persönlichen Schwerpunkten. Zudem verantwortet sie die stetige strategische Weiterentwicklung des SEO Bereiches bei explido.