> Das Dienstleisterverzeichnis für Marketing <        
print logo

Mit oder ohne Krawatte zum Kunden?

Die Krawatte ist das männlichste Kleidungsstück überhaupt. Eine Krawatte vermittelt Seriosität und signalisiert Wertschätzung dem Anderen gegenüber.
Elisabeth Motsch | 26.05.2013

Sie ist das auffälligste Accessoire des Mannes und sagt viel über den Menschen aus.

Früher war es in vielen Branchen undenkbar ohne Krawatte zu gehen. Heute hat sich das etwas gelockert. Die Freiheit keine Krawatte zu tragen, hängt vom jeweiligen Berufsumfeld ab. In Banken und in vielen Führungspositionen ist die Krawatte nach wie vor nicht wegzudenken.

Dieser Podcast könnte Sie auch interessieren:
Elisabeth Motsch: Dos und Don'ts der Businesskleidung


„Overdressed“ möchte man nicht sein, insbesondere dann nicht, wenn man mit kleineren Unternehmen zu tun hat, wo Ihnen der Chef oder Einkäufer im Poloshirt gegenübersitzt. Soll man auf die Krawatte verzichten, weil das Gegenüber sehr sportlich gekleidet ist? Das ist ein Lotteriespiel und hängt mit dem Image Ihres Unternehmens zusammen. Oder können Sie sich vorstellen, dass ein Bankmitarbeiter dem Handwerker, der schnell mal im Blaumann in die Bank kommt in sehr sportlicher Kleidung gegenübertritt? Nein, da hat das Image der Bank Einfluss auf die Kleidung, nicht das Gegenüber.

Natürlich gibt es Branchen, wo das möglich ist. Stellen Sie sich vor ein Verkäufer für Beschläge kommt zum kleinen Handwerksbetrieb und verkauft in Anzug und Krawatte seine Produkte. Das passt auch nicht, die Distanz ist zu groß. Hat der Verkäufer jedoch einen Termin mit dem Geschäftsführer eines großen Produktionsbetriebes sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Heute heißt die Devise, sich mit Fingerspitzengefühl auf das Gegenüber einzustellen und das eigene Image dabei nicht zu vergessen. Im Zweifelsfall kann man die Krawatte abnehmen.

Gerade im Vertrieb ist zu bedenken, dass der Anzug mit Krawatte den Wert Ihres Unternehmens und Produktes unterstreichen kann. Es drückt die Wertschätzung dem Gesprächspartner gegenüber aus, auch wenn dieser sportlich gekleidet ist. Wenn es nicht zum Unternehmen passt, entscheiden Sie sich gegen die Krawatte, tragen aber dennoch ein Sakko.

Für Mitarbeiter ist es hilfreich, wenn ein Unternehmen Richtlinien vorgibt, bei welchen Terminen und Anlässen eine Krawatte getragen wird und wo es auch ohne geht. Führungskräfte sollten ein gutes Vorbild sein. Das trägt zu einem stimmigen Image und zur Stärkung der Marke bei.

Auch wenn sich der Krawattenzwang in manchen Berufszweigen etwas gelockert hat, heißt das nicht, dass es immer ohne geht. Ein allzu zwangloser Umgang damit, schadet manchmal mehr als er hilft.