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Fachübersetzungen perfekt erstellen

Als Kunde macht man sich selten vertiefte Gedanken, was man für eine sehr gute Übersetzung benötigt
Roman Trateschki | 21.06.2013

Man macht sich nicht immer vertiefte Gedanken, wie eine Übersetzung entsteht. Ungefähr kennt man den Vorgang, für mehr fehlt uns meistens die Zeit. Insofern man schon Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat – Besonderheiten, Budget, Fachterminologie, persönliche Erkenntnisse -, berücksichtigt man diese, gibt die Bestellung ab und dann erwartet man eine qualitative und termingerechte Lieferung.

Haben Sie sich schon gefragt, was der Übersetzer benötigt, damit er eine fachlich perfekte Übersetzung erstellen kann? Für den Übersetzer ist es zunächst wichtig, dass er das Themengebiet kennt und er bereits ähnliche Übersetzungen erfolgreich übersetzt hat. Der Übersetzer oder die Übersetzerin muss auch der Ausgangssprache mächtig sein, um in seine beziehungsweise ihre Muttersprache fachlich korrekt übersetzen zu können. Sicherlich steht außer jeder Frage, dass der Übersetzer eine Ausbildung beziehungsweise Studium zum Übersetzer erfolgreich absolvierte oder er ein anerkannter Fachexperte auf seinem Gebiet ist, der eine zusätzliche sprachliche Qualifikation und entsprechende Kenntnisse erworben hat.

Vom Kunden benötigt man einen fachlich gut geschriebenen Ausgangstext und eine klar definierte Bestellung. Umso besser der Ausgangstext zu verstehen ist - fachlich und grammatikalisch gesehen -, umso leichter erfolgt eine korrekte Übersetzung in die gewünschte Zielsprache. Es gibt Fälle, wo eine bereits getätigte Übersetzung in eine andere Sprache übersetzt werden sollte, dann wäre es sinnvoll auch den Ursprungstext zur Verfügung zu haben. Wünschenswert ist, wenn der Übersetzer auch etwas über den Kunden weiß: Eine Homepage, PR- und Marketingunterlagen sind hier sehr hilfreich. Der Kunde kann auch als gelungen empfundene ältere Übersetzungen zur Verfügung stellen, die als Orientierung dienen können. Eine gute Lösung ist auch, entsprechende Terminologie des Kunden dem Übersetzer zu überlassen. Diese Terminologie - vom Kunden genehmigte Fachbegriffe in der Ausgangs- und der Zielsprache - wird danach in den verschiedenen Übersetzungstools verwendet. Diese Übersetzungstools sind kostensparende Hilfsprogramme für schnelleres terminologietreues Übersetzen. Dem Übersetzer wird die Terminologie als Textbaustein angeboten und er schreibt danach die zu übersetzenden Sätze vollständig zu Ende. Diese Tools haben zudem den Vorteil, dass sehr viele Dateiformate direkt bearbeitet werden können und das Layout der Ausgangsdatei automatisch in die Übersetzung übernommen werden kann. Bei großen einsprachigen oder mehrsprachigen Projekten, ohne bestehende Terminologie, hat man die Möglichkeit auch Glossare zu erstellen, die der Kunde und seine Mitarbeiter nach deren Erstellung überprüfen und bestätigen: Diese Glossare dienen anschließend als Leitfaden durch die entstehenden Übersetzungen.

Der Übersetzer, wie auch später der Korrekturleser, bereitet sich für den Auftrag noch die benötigte Fachliteratur vor, wie z. B. Wörterbücher, Lexika und andere Fachquellen in verschiedenen medialen Formen. Danach fängt die eigentliche Übersetzungsarbeit an. Der Fachübersetzer erstellt die Übersetzung, wobei bei eventuell aufkommenden Verständnisfragen der Kunde kontaktiert wird.

So, nun kommt der Korrekturleser zum Zug. Auch dieser hat die gleichen Qualitätsanforderungen zu erfüllen, wie der Übersetzer. Er ist jedoch nicht in das gedankliche Übersetzungsschema des Übersetzers eingebunden und betrachtet die Übersetzung ganz neutral. Er vergleicht den Ausgangstext mit dem Zieltext und korrigiert diesen bezüglich Grammatikfehler, Verständlichkeit, Fachausdrücke, Vollständigkeit und soweit möglich korrigiert er auch das Layout. Er kann den Text mit seinen Bemerkungen auch dem Übersetzer zur Überarbeitung überlassen.

Nach dieser Phase kann der Kunde die Übersetzung für seine Zwecke auf dem Datenträger oder via E-Mail oder per Post erhalten.

Falls es vom Kunden ausdrücklich gewünscht wird, kann noch ein Lektorat erfolgen. In diesem Schritt ließt ein Fachexperte aus dem betreffenden Fachgebiet die Übersetzung durch, und gibt danach die Übersetzung frei.

Es gibt gelegentlich z. B. auch bei Bedienungs- und Wartungsanleitungen den Wunsch, Textabschnitte für Marketingzwecke zu verwenden. Hierzu muss noch ein weiterer Spezialist eingebunden werden: der Werbetexter. Dieser Arbeitsgang heißt „Lokalisierung“. Das bedeutet, die Übersetzung wird werbetechnisch in der Aussage überarbeitet – entsprechend dem Zielpublikum. Lokalisierung ist eine ebenfalls sehr anspruchsvolle Textverarbeitungsphase, die sehr aufwendig sein kann.

Spätestens in dieser Phase kann man die Übersetzung dem Kunden überlassen, der sie danach gegebenenfalls noch selbst intern überprüft. Beim Kunden „geht“ der Text dann in die Weiterverarbeitung. Die DTP-Aufgaben können auch vom Übersetzungsdienstleister fortgeführt werden. Sobald der Text danach für das entsprechende Endmedium vorbereitet wird, muss er auf spezifische sprachenabhängige Zeichen und Sonderzeichen sowie Worttrennungen und auf mögliche Druckfehler überprüft werden, damit es bei der Veröffentlichung zu keinen unnötigen Verständnis- und Imagefehlern kommt. Ist auch dieser Punkt bearbeitet worden, kann „die perfekte Übersetzung“ veröffentlicht werden.

Autor:
Roman Trateschki
T T & I
info@trateschki-translation.de
T: 0049-7159-479166

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