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Am 22. Juli stellt Google auf Enhanced Campaigns um. Was ist zu tun?

Was passiert, wenn SEA-Manager nicht vorher aktiv werden? Die Antworten auf diese Frage fallen je nach Geräte-Targeting ganz unterschiedlich aus.
Marc Höft | 03.07.2013

Wenn Werbekunden nur auf Desktop-PCs abzielende Kampagnen laufen haben, werden diese nach dem Stichtag auch auf Tablets und Smartphones ausgeliefert. Account-Manager haben aber die Möglichkeit, über die mobile Gebotsanpassung das Targeting von Smartphones auch weiterhin auszuschließen. Dazu muss die mobile Gebotsanpassung aber auf -100% gestellt werden. Google wird das bisherige Targeting nicht automatisch berücksichtigen.

AdWords-Nutzer, die bisher rein mobile Kampagnen betrieben haben, stehen vor noch größeren Herausforderungen: Um negative Folgen einer fehlerhaften Migration zu vermeiden, sollten rechtzeitig vor dem Stichtag Anpassungen vorgenommen werden. Ansonsten erscheinen die für Smartphones gedachten – und entsprechend gestalteten – Anzeigen auch auf PCs und Tablets. Darunter würde die Performance leiden. Und es würde auch für Anzeigen bezahlt, die gar nicht erwünscht waren.

Bei verwandten Kampagnen, die sich nur durch das Geräte-Targeting unterscheiden und die folglich gleiche oder ähnliche Keyword-Gruppen enthalten, kann die automatische Umstellung schwerwiegende Folgen für die Performance haben. Dann wird jede einzelne der ursprünglich gerätespezifischen Kampagnen zwangsläufig in eine Kampagne umgewandelt, die alle Geräte – PCs, Tablets und Smartphones – anspricht. Damit machen sich die neuen Kampagnen gegenseitig Konkurrenz! Es besteht die Gefahr, dass sich die konkurrierenden Kampagnen in der Auktion gegenseitig überbieten und die Gebote in die Höhe treiben. Auch werden Klick- und Konversionsraten sinken, wenn für Mobilgeräte optimierte Anzeigen auf PCs erscheinen und umgekehrt.

Einige unserer Kunden begrüßen die neuen Auswertungs- und Steuerungsmöglichkeiten für Sitelinks und Anzeigenerweiterungen, die im Rahmen von Enhanced Campaigns eingeführt wurden. Andere befürchten einen möglichen Kontrollverlust im Targeting und dass sich die Umstellung eventuell negativ auf die Performance auswirken könnte. Fest steht: Ab dem 22. Juli wird Vieles anders. Kreative und anpassungsfähige Werbetreibende können dies als Chance nutzen, sich vom Wettbewerb abzusetzen. Um mögliche Risiken einzugrenzen, müssen sich AdWords-Kunden aber in jedem Fall frühzeitig mit allen Facetten der Umstellung – wir zählen aktuell 24 – vertraut machen. Bei Bedarf sollten sie zusätzlichen Support von ihrer Agentur und ihrem Tracking- oder Bid-Management-Toolanbieter einfordern, um bei der Umstellung des Trackings und der Kampagnenstruktur zu helfen.

Einen ausführlichen Leitfaden, wie Werbekunden ihre Kampagnen reibungslos auf Enhanced Campaigns migrieren können und sich so möglicherweise noch die Performance verbessern lässt, findet sich unter:

http://www.marinsoftware.de/resources/whitepapers/google-enhanced-campaign-migration-guide