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Social Media als wichtiger Baustein für erfolgreiches Video Marketing

Social Media ist der beste Weg, Ihren YouTube-Videos zum Erfolg zu verhelfen.
Andreas Graap | 19.08.2013

Ohne die Einbindung von Social Media müssen Sie schon sehr viel Glück haben, damit Ihre Videos von größeren Menschenmengen gesehen werden – und nicht nur denjenigen, die über eine konkrete Sucheg auf YouTube bei Ihnen landen. Erstellen Sie also am besten eine Promotion-Strategie, die auf Social Media Plattformen basiert. Auch das YouTube Creator Playbook hat eines seiner Kapitel komplett Facebook, Google+ und Twitter gewidmet.

Für deutsche Nutzer ist Facebook am wichtigsten und sollte daher nicht in Ihrem Video-Marketing fehlen. Aber auch weniger stark vertretene Anbieter wie Twitter und Google+, die nach und nach Nutzer anziehen, ermöglichen Ihnen Ihre Videos unter die Leute zu bringen. Besonders intensiv wird im Playbook auf Google+ eingegangen, was natürlich damit zusammenhängt, dass YouTube zu Google gehört. Allerdings bietet sich die Verbreitung darüber an, schon wegen der Möglichkeit, Ihren YouTube-Kanal und Ihre Google+-Seite direkt zu verknüpfen. Dennoch ist und bleibt (zumindest in absehbarer Zeit) Facebook der erste Kandidat.

Facebook: Der Social-Media-Riese
Eine eigens für den YouTube-Kanal erstellte Facebook-Seite ist ein hervorragendes Tool, um Ihre Videos zu promoten. Wie bei einer guten DVD können Sie das eigentliche Material – das Video – unterfüttern mit Hintergrundinfos, persönlichen Kommentaren, Best-ofs, Take-outs/Bloopers und vielem anderen. Das bedeutet konkret, dass Sie nicht nur das Video selbst teilen sollten, sondern vorher und nachher auch inhaltlich verwandte Beiträge. Neben Videos können das also auch Fotos und Statusmeldungen sein.

Ein bewährter Weg, mit Ihren Fans zu interagieren, ist das Posten eines Videos in Verbindung mit einer relevanten Frage, beispielsweise in Form einer Entweder-Oder-Frage, einer Frage nach der Meinung Ihrer Fans und dergleichen. Dadurch entstehen Diskussionen, auf die Sie wiederum reagieren können. So bildet sich auch abseits von YouTube eine lebhafte Community zu Ihren Videos. Unterschätzen Sie auch nicht die Wirkung eines gemeinsamen Brainstormings. Nach Ideen für neue Videos zu fragen erleichtert Ihnen nicht nur die Vorbereitung, es bezieht Ihre Fans auch direkt mit ein.

Checkliste:
1. Posten Sie regelmäßig neue und interessante Inhalte.
2. Nutzen Sie die Chance, sich mit Ihren Fans auszutauschen: Reagieren Sie auf Kommentare und nehmen Sie an Diskussionen teil.
3. Werden Sie ruhig auch etwas persönlicher und geben Sie Einblicke, die Ihre Fans auf YouTube nicht bekommen.

Google+: Der direkte Weg zu YouTube
Wer sowohl einen YouTub-Account als auch einen Google-Account besitzt, kann seinen YouTube-Kanal mit seiner Google+ Seite verknüpfen. Das geht ganz schnell und unkompliziert.

Sobald die beiden Konten verlinkt sind, können sämtliche Videos auf der YouTube-Seite Ihres Google+ Kontos eingesehen werden. Vor der Verknüpfung hieß diese Seite Ihres Google+-Accounts einfach nur „Videos“. Ob Sie Ihren YouTube-Kanal nun mit Ihrem persönlichen Google+-Profil oder aber einer speziell dafür angelegten Seite verknüpfen, liegt ganz bei Ihnen, beides hat seine Vorteile. Natürlich ist das Google+-Profil die logische Wahl, wenn Ihr YouTube-Kanal von Ihnen als Person handelt. Ein eigens für den Kanal erstellte Seite eröffnet dagegen die Möglichkeit mehrere (bis zu 50) Admins zu bestimmen und ein stärkeres Branding zu betreiben, was mit dem Eigennamen nicht immer möglich ist. Am einfachsten geht dies über den bisher noch wenig bekannten YouTube Channel Switcher.
Zusätzlich zur YouTube-Seite sollten Sie Ihre Videos auf Google+ teilen, da nicht jeder Google+ Nutzer auf Ihr Profil klickt, wo Ihre Videos nach dem Upload angezeigt werden. Wenn Sie Beiträge teilen, können Sie – wenn es sich um Ihre Profil-Seite handelt – öffentlich teilen, mit all Ihren Kreisen oder nur mit ausgewählten Kreisen aus Ihren Kontakten. Google+ Seiten, im Gegensatz zu Google+ Profilen, sind generell auf das öffentliche Teilen von Beiträgen eingestellt, was bedeutet, dass jeder Ihre Einträge sehen kann.

Abgesehen von einfachen Beiträgen bietet Google+ auch die Option Hangouts On Air zu veranstalten. Mit Hangouts On Air können Sie eine Videokonferenz mit mehreren Personen, aber auch jedes beliebige Event live ins Internet auf YouTube streamen. Mehr nützliche Hinweise zur Verwendung finden Sie im Hangouts On Air Handbuch.

Mit Google+ Ripples wird die Verbreitung von öffentlich geteilten Beiträgen veranschaulicht. Um die „Ripples“ eines Beitrags zu sehen, klicken Sie einfach auf den Pfeil rechts oben im Beitragsfeld und wählen „Verbreitung ansehen“. Wer Ihre Videos wie geteilt hat, wird nun in einer übersichtlichen Grafik dargestellt, allerdings werden nur die letzten 53 Tage berücksichtigt. Zudem werden diese Statistiken nur erfasst, wenn Ihr Video von anderen Nutzern ebenfalls als öffentlich geteilt wurde – privat wurde Ihr Beitrag möglicherweise noch häufiger geteilt. Aber auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind diese Daten eine Hilfe dabei, die Verbreitungsmuster Ihrer Beiträge bei Google+ genauer zu studieren.

Checkliste:
1. Verknüpfen Sie Ihren YouTube-Kanal mit der dazugehörigen Google+ Seite, damit Ihre Videos dort im Profil angezeigt werden.
2. Posten Sie regelmäßig Beiträge und nutzen Sie Hangouts On Air, um mit Ihren Fans zu kommunizieren und Videos zu verbreiten.
3. Analysieren Sie mit Google+ Ripples, wie die Verbreitungsmuster Ihrer Beiträge aussehen.

Twitter: Auf den Punkt und mit Hashtag
Bei Twitter gehen täglich eine enorme Menge an Tweets ein; dennoch ist es als Netzwerk in Deutschland in vielen Bereichen zu vernachlässigen. Während GlobalWebIndex für Twitter eine Anzahl von 2,4 Millionen Nutzern in Deutschland nennt (2. Quartal 2012), kommen die Webevangelisten nur auf 825.000 – eine weitaus realistischere Zahl, insbesondere da letztere einen Account als „aktiv“ einstufen, wenn „pro Woche mindestens ein deutschsprachiger Tweet versendet“ wird.

Wenn Sie bei Twitter posten, achten Sie darauf, die für Twitter typischen #Hashtags zu benutzen, wenn es sich anbietet. Zum Beispiel, wenn Sie einen Tweet zu einem Thema verfassen, das bereits einen etablierten Hashtag hat.

Sie sollten bei einem Video-Tweet auch einen Text verwenden, der auf den Punkt ist und neugierig macht. Das ist allein deshalb schon notwendig, weil von Ihrem Tweet auf den ersten Blick nur dieser Text zu sehen ist. Die Bedeutung Ihres Tweets darf also nicht nur von Ihrem Video abhängen, sondern sollte zumindest motivieren, das Video zu öffnen.

Checkliste:
1. Twittern Sie regelmäßig, möglichst mehrmals am Tag, und nicht nur zu Ihren eigenen Themen und Videos.
2. Verfassen Sie knappe Tweets
3. Benutzen Sie relevante Hashtags – aber übertreiben Sie es nicht!

Passen Sie Ihre Strategien an!
Die einzelnen Strategien für Ihre Beiträge sollten auf die jeweiligen Plattformen ausgerichtet sein – es wäre unpassend dieselben Beiträge in unveränderter Form auf Facebook, Google+ und Twitter zu posten. Twitter hat allein schon dadurch eine gesonderte Position, dass Tweets nur eine begrenzte Zeichenanzahl zulassen. Aber auch abgesehen von der Länge der jeweiligen Nachrichten läuft die Kommunikation unterschiedlich ab bei Facebook, Twitter und Google+.

Wenn Sie Videos auf YouTube hochladen, können Sie einstellen, dass die Videos automatisch auch bei Facebook, Google+ und Twitter hochgeladen werden. Allgemein müssen Sie aber aufpassen, dass Sie nicht zur reinen Werbemaschine verkommen – sprich, gehen Sie auf Ihre Kontakte ein und bauen Sie Beziehungen auf. Sie wollen nicht nur willkürlich Ihre Videos verlinken, sondern Teil der Community werden. Sobald Ihnen das gelingt, können Sie an relevanten Stellen Ihre Inhalte posten und das Ganze interessant gestalten durch die Kontextualisierung der Videos.

3 Tipps zur erfolgreichen Social-Media-Einbindung:
Je fleißiger Sie an Ihrer Seite arbeiten, desto eher lohnt sich die investierte Zeit. Deshalb gibt es zum Abschluss eine Checkliste:

1. Nutzen Sie mindestens Facebook, besser auch noch Google+ und Twitter, um Ihre Videos zu teilen und achten Sie dabei auf die auf den einzelnen Seiten geltenden Kommunikationsregeln.
2. Machen Sie nicht nur Werbung, sondern integrieren Sie sich in die Community und interagieren Sie mit Ihren Fans.
3. Unterfüttern Sie Ihre Video-Beiträge mit Hintergrundinfos, um die zusätzlichen Social-Media-Seiten auch für Ihre YouTube-Abonnenten interessant zu halten.

Über den Autor
Andreas Graap ist Autor des Hangouts On Air Handbuchs, Geschäftsführer der ANGRON GmbH und Internet-Unternehmer seit 1997. Er hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen, veröffentlicht Fachartikel und ist Betreiber des Online-Marketing Video Podcast webschorle.de.