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Warum aus Recruiting plötzlich Marketing wird und was das bedeutet

Immer weniger Betriebe finden die entsprechenden Arbeitskräfte. Mitarbeitersuche 2.0 ist der Schlüssel.
Marquardt+Compagnie | 26.08.2013

Jeder vierte Mittelständler kann seine offenen Stellen dauerhaft nicht mehr besetzen. Eine gravierende Entwicklung, die sich in Deutschland vollzieht. Dem Mittelstand geht dadurch wertvolle Leistungskraft für den internationalen Wettbewerb verloren. Tendenz steigend. Dabei müssten viele Betriebe nur ein wenig mehr Kenntnis darüber besitzen, wie man heute nach Mitarbeitern sucht. Hier hat sich ein Wandel vollzogen.

Mitarbeiter gibt es genug. Sie wollen nur gefunden werden.

Der demographische Wandel ist eine Sache. Und die unterdurchschnittlichen Bildungsabschlüsse vieler Schüler sind ein anderer. Dem gegenüber stehen allerdings immer mehr Hochschulabsolventen. Fast 300.000 mehr oder weniger frische Hochqualifizierte gab es 2012 in Deutschland. Dazu hält der Arbeitsmarkt ca. 5 Millionen Arbeitssuchende bereit. Warum also können so viele Unternehmen ihre Stellen meist erst nach monate- oder jahrelanger Suche besetzen?

Der Schlüssel liegt sehr häufig in der Suche selbst. Denn: Man sucht sie nicht mehr, man akquiriert sie. Und so wird aus der Personalsuche plötzlich Marketing.

Wenn aus Recruiting Marketing wird, ändert sich alles. Oder?

Nein, im Grunde müssen Unternehmen nur begreifen, dass sie sich für Mitarbeiter genauso interessant machen müssen, wie für ihre Kunden. Das gilt nicht mehr nur für die junge Generation "Y", deren Wertesystem Prioritäten auf Freizeit, Sinnhaftigkeit und Perespektive legt. Durch den Mangel an Arbeitskräften in bestimmten, ländlich geprägten Regionen, müssen auch die älteren Arbeitnehmer umworben werden. Die einfache Stellenanzeige im regionalen Käseblatt lockt die wenigstens aus dem Sessel ans Telefon.

Erzählen Sie ihrem zukünftigen Arbeitnehmer doch mal wie toll sie sind.

Wer sich das Vorgehen vieler mittelständischer Betriebe bei der Suche nach neuen Kräften anschaut bemerkt schnell, dass hier extrem viel Potential nicht genutzt wird. Da sucht der solide Familienunternehmer in der 3 Generation mit 40 Mitarbeitern und sicherem Arbeitsplatz im Maschinenbau 2 Jahre lang nach einem Dreher, bzw. nach einem CNC-Fräser. Wie kann das sein? Das Einzugsgebiet von 30km umfasst ca. 60.000 Einwohner. Was macht dieser Mann falsch? Er hat fast alles, was ein Dreher oder modernerer CNC-Fräser sucht. Ein kollegiales Team, moderne Maschinen, interessante Aufträge und günstiges Mittagessen. Ganz einfach: Er sagt es niemandem. Seine Stellenanzeige besteht aus 3 Zeilen und einem Anforderungsprofil, bei dem einem die Füße einschlafen. So wird das nichts mit dem neuen Mann (oder der Frau).

Werben Sie um Mitarbeiter. Und das nicht nur mit Geld.

Erstellen Sie ein Profil Ihrer Firma, das gezielt die Vorteile hervorhebt. Treffen Sie die Leute im Internet und nutzen Sie alle Kanäle! Besuchen Sie wenns sein muss eine Bewerbermesse oder schalten Sie richtige Anzeigen, als würden Sie ein Produkt bewerben. Nur ist der Hero hier dann ihre Firma. Ein anderes Problem begegnet uns ebenfalls oft. Die Abwanderung von geschulten Kräften. Mitarbeiterbindung ist eine andere Schwachstelle bei dem Personalmanagement von mittelständischen Unternehmen.

Wir geben in unserem Fachartikel Einblick in diese beiden Themen und halten die eine oder andere interessante Erkenntnis bereit.

O. Marquardt
Marquardt+Compagnie