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Partizipation: Andere Ideen zulassen statt nur die eigenen

Wie können sich Unternehmen erfolgreich vom Wettbewerb abheben? Wie können sie nicht nur anders, sondern besser und erfolgreicher sein?
Richtig Richtig GmbH | 07.08.2014

Ein Auszug aus dem Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein"

Die beiden Autoren Sabine Hübner und Carsten K. Rath, Gründerduo der Managementberatung RichtigRichtig.com, nehmen mit ihrem Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein“ das Thema Service-Exellence durch Leadership in den Fokus. Dieser Auszug befasst sich mit „Partizipation“ in Unternehmen.

Mitarbeiter wünschen sich manchmal einen Chef, der alles kann und immer genau weiß, welche Schritte zum Erfolg führen. Und mancher Chef träumt davon, als ein solcher „Übervater“ zu agieren. Doch in der Realität hat sich längst gezeigt, dass die besten Ergebnisse dann entstehen, wenn möglichst viele Meinungen gehört werden. Die besten Unternehmen haben besondere Systeme eingerichtet, um die Stimmen der Kunden und Mitarbeiter wirksam werden zu lassen.

Warum Partizipation so viele Nerven kostet

Beim Thema Partizipation erleben wir viel Kopfschütteln. Eine Führungskraft, die wir beraten, verhielt sich lange nach dem Motto: „Schön liebe Mitarbeiter, danke für Ihre Meinung! Gut dass Sie auch eine haben. Jetzt sage ich Ihnen, wo es wirklich lang geht.“ In unseren Seminaren hören wir: „Ich habe nicht die Zeit, auch noch Lieschen Müller nach ihrer Meinung zu fragen, wenn etwas schnell zu entscheiden ist..“ Oder: „Warum soll ich meine Mitarbeiter über meine Strategie entscheiden lassen – es ist doch schließlich mein Unternehmen!“ Stimmt ja auch alles.

• Gemeinsame Abstimmungsprozesse dauern immer länger als ein
Machtwort. Muss eine Krise bewältigt werden, hilft eine „starke Hand“ manchmal besser als die „Intelligenz der Vielen“. Das heißt aber nicht, dass Sie diese Intelligenz immer ignorieren sollten.

• Wenn es um viel Geld und/oder ein hohes Risiko geht, wird ein Unternehmer seine Entscheidungen wohl kaum blind an die Basis delegieren. Schließlich ist er es, der im Ernstfall seinen Kopf hinhalten muss. Das heißt aber nicht, dass er alles im Alleingang entscheiden sollte.

• Oft ist Partizipation der einzig richtige Weg. Manchmal ist Partizipation aber auch kontraproduktiv. Zum Beispiel, wenn die Befragten nicht um die beste Lösung ringen, sondern sich mit einem Teilaspekt des Themas selbst profilieren wollen – ganz gleich, ob dieser Aspekt relevant ist oder nicht.

Das haben wir selbst erlebt: Bei einem Beratungsprojekt in einem Krankenhaus standen wir vor einer so großen Zahl an Service-Baustellen, dass wir zunächst wenige aussuchten, mit denen sich unserer Vorstellung nach „quick wins“ erzielen ließen. Unser erstes Projekt: Einheitliche Namensschilder für alle Mitarbeiter – damit überhaupt erkennbar wurde, wer zum Klinikum gehörte und wer zu den Patienten und Besuchern und wer welche Funktion hat. Die Fokusgruppe bezog auch den Vorstand und den Betriebsrat ein weil sie glaubte, Partizipation bringe den Prozess voran. Doch es wurde rauf und runter diskutiert – ob der Vorname ausgeschrieben wird oder abgekürzt, ob die Schilder im Haus oder extern beschriftet und aktualisiert werden. Vor allem über die Produktion – also genau über den Punkt, der für das Thema Service überhaupt nicht relevant war – wurde unendlich debattiert. Schließlich erfolgte ein Machtwort, das die Umsetzung so verkomplizierte, dass es das Projekt eineinhalb Jahre nach hinten katapultierte. Richtig quick war das dann nicht mehr.

Ein Machtwort kann vieles zerstören. Wussten Sie zum Beispiel, dass Microsoft schon 1998 einen E-Reader mit Touch-Screen entwickelt hatte, das wohl so etwas war wie ein Vorläufer des Apple iPad? Bill Gates mochte das Ding nicht, das seine Mitarbeiter da erfunden hatten. Es war ihm nicht „microsoftig“ genug. Ein Machtwort, und das Projekt war tot.

Das zeigt: Partizipation ist auch für die Basis nicht einfach. In vielen Unternehmen behalten Mitarbeiter ihre Ideen lieber für sich, weil sie fürchten, für die in jedem Verbesserungsvorschlag versteckte Kritik an den bestehenden Systemen einen Rüffel zu kassieren. Das ist der Grund, warum eine fehlertolerante Unternehmenskultur so wichtig ist, um Kreativität für Innovationen freizusetzen. Denn die meisten Service-Innovationen kommen aus den Reihen der Mitarbeiter, und dieses Potenzial gilt es zu heben.

Weitere Anregungen und viele Beispiele finden Sie im Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein“.


Über das Buch „Das beste Anderssein ist Bessersein“:
„Der Kunde ist König“ – Dieses Motto schreiben sich viele Unternehmen auf die Fahnen. Doch mit einem flotten Spruch allein ist es nicht getan. Wie kann man sich wirklich von der Konkurrenz abheben und dafu&#776;r sorgen, dass der Kunde immer wieder gerne kommt und die besten Mitarbeiter gerne bleiben? Die Antwort geben zwei Experten mit langja&#776;hriger Erfahrung im Bereich Service-Excellence. Mit „Das beste Anderssein ist Bessersein. Die Geheimnisse echter Service-Excellence“ haben die Autoren Sabine Hu&#776;bner und Carsten K. Rath – beide Unternehmer, Service-Experten und Gru&#776;nderduo der Managementberatung RichtigRichtig.com – eine Inspiration fu&#776;r Unternehmen aller Branchen geschaffen. In diesem Managementbuch geht es nicht um irgendwelche Groß-, Anders-, Quer-, Vor- oder Nachdenker, sondern um erfolgreiche Unternehmen, um deren besondere Fu&#776;hrungskultur. Es geht um kompromisslose Leidenschaft fu&#776;r den Menschen, den Kunden, den Mitarbeiter und den Partner zugleich. Kurz: um Excellence.

Fakten zum Buch
• Gebundene Ausgabe
• 240 Seiten
• Redline Verlag
• ISBN 978-3868815313
• EUR 24,99
Information und Bestellung unter www.richtigrichtig.com/wir-fuer-sie/buecher/das-beste-anderssein-ist-bessersein/


Buchcover „Das beste Anderssein ist Bessersein
Quelle: Redline Verlag