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30 Jahre E-Mail in Deutschland

Von der Euphorie zur Ernüchterung?
Martina Dressel | 13.08.2014

Im August sind es 30 Jahre her, dass die erste E-Mail Deutschland erreichte. Ein Kommunikationsweg, der entwickelt wurde, um einen schnellen, unkomplizierten Informationsaustausch zu ermöglichen, setzte sich ab Mitte der Neunziger Jahre zügig durch und fand schnell begeisterte Anhänger. Was ist aus den Hoffnungen geworden, die wir damals in die E-Mail setzten? Unterstützt sie uns als ein wertvolles Werkzeug im Alltag oder fühlen wir uns zu oft von ihr aus dem Takt gebracht?

Inzwischen hat die E-Mail den Ruf einer Nervensäge oder eines Energieräubers im Büroalltag erlangt. Woran liegt das? Am häufigsten werden drei Gründe genannt:

1. Die E-Mail-Flut:
Wir nutzen die E-Mail inflationär. Wir überlegen zu wenig, für welchen Zweck die E Mail optimal und wann ein anderer Kommunikationskanal besser geeignet ist. Spätestens die NSA-Affäre verdeutlichte, wie leichtfertig wir sogar Interna oder sehr persönliche Daten preisgeben.

2. Ablenkung statt Konzentration
Statt unseren Fokus auf jeweils einen Vorgang zu richten und diesen konzentriert zu bearbeiten und abzuschließen, lassen wir uns aus unseren aktuellen Gedanken und Handlungen reißen. Dazu tragen insbesondere Forderungen Dritter nach einer sofortigen oder extrem kurzfristigen E-Mail-Antwort bei. Wer sich konzentriert, ist schneller und gelassener am Ziel. Fehlende Konzentration dagegen lässt die Fehlerhäufigkeit steigen: Ein Teufelskreis!

3. Respektlosigkeit und fehlende Wertschätzung
Eine E-Mail verständlich und auf den Punkt zu formulieren, gelingt den wenigsten.
Hinzu kommt: E-Mails werden oft unter Zeitdruck geschrieben. Das führt dazu, dass viele Empfänger elektronischer Post beim Lesen die Sorgfalt des Verfassers vermissen. Das kann zu Missverständnissen führen: Handlungsaufforderungen werden falsch verstanden oder Emotionen kochen hoch. Das raubt unnötig Energie.

Wie gelingt es uns, eine Kommunikationskultur zu schaffen, in der es allen Beteiligten leicht fällt, sich wohlzufühlen? Wie verbinden wir Effizienz mit Leichtigkeit? Genau darum geht es im aktuellen Buch der „E-Mail-Queen“ Martina Dressel

Zeit ist Geld, E-Mailen auch
Leitfaden E-Mail-Management
ISBN 978-3-944600-03-1

Es erschien pünktlich zum 30. Jahrestag und ist eine wertvolle Ergänzung zum “E-Mail-Knigge“, der bereits seit 2003 (inzwischen in dritter Auflage) verfügbar ist.