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E-Mail-Marketing: Liebe auf den ersten Blick?

Man muss nicht an die Liebe auf den ersten Blick glauben, um zu wissen, dass eine Email nur eine einzige Chance hat, Aufmerksamkeit zu erhalten – und die liegt allein an der Oberfläche.
Reinhard Janning | 13.06.2016

Ich weiß ja, man soll ein Buch nicht nur am Einband festmachen, aber wenn wir ganz ehrlich sind, so schreckt uns das kitschige Coverbild, à la Groschenroman, dann doch ab.
Ähnliche Szenarien spielen sich in Ihrem E-Mail-Postfach ab, wo die unterschiedlichsten Botschaften landen.



Und es gibt genau drei Variablen, die darüber entscheiden, ob eine E-Mail gelesen oder gelöscht wird.
Können Sie sich denken, von was hier die Rede ist?

1. Der Absender

Ja, richtig gelesen. Nicht etwa die Betreffzeile ist das Wichtigste, sondern der Absender.
Denn bevor sie einer E-Mail überhaupt Beachtung schenken, sortieren sie diese nach Betreff. Die E-Mail des Chefs wird sofort geöffnet, wohingegen typische „Werbe Mails“ am Ende der Prioritätenliste laden.
Sehen Sie deshalb in Ihren Marketingmails unbedingt davon ab, den oftmals vorgeschlagenen „No Reply“ Absender nutzen, welcher häufig in Marketing Automation oder E-Mail Newsletter Programmen vorgeschlagen werden. Diese sind so abschreckend, dass sie beinahe umgehend im digitalen Papierkorb landen.
Im Optimalfall verwenden Sie als Absender einen echten Namen. Sehen Sie aber bitte von Otto Normalverbraucher oder Erika und Max Mustermann ab, die dann in sämtlichen Marketing E-Mails auftauchen. Um Vertrauen und eine Bindung mit Ihren Kunden aufzubauen, sollten echte Menschen kommunizieren. Kann dies nicht gewährleistet werden, sollten zumindest klare Hinweise enthalten sein, worum es sich handelt: Support, Newsletter, Marketing, etc.

2. Die Betreffzeile

So, und nun aber die Betreffzeile. Diese sowohl über den Mailinhalt informieren, als auch Interesse wecken. Zu den Best Practices gehört dabei:
– kurz
– informativ (was erwartet den Empfänger in der Mail?)
– mit oder ohne persönliche Ansprache (beides funktioniert)
– dringend, fragend, humorvoll oder konkret (probieren Sie aus, was Ihre Kunden bevorzugen)
Wenn diese Anforderungen jetzt große Augen und Kummerfalten bei Ihnen hervorrufen, dann versetzen Sie sich doch einfachmal in die Situation des Lesers. Welche Betreffzeilen sprechen Sie a meisten an?
Beachten Sie dabei immer, dass nicht nur Ihre Marketingmails, sondern auch Mails aus dem Support oder Info-Bereich Betreffzeilen haben sollten, die einen Hinweis auf den Mailinhalt aufweisen. Kryptische Ratespiele sind im B2C-Lifestyle-Bereich eventuell ganz unterhaltsam, sollten aber generell sehr sparsam verwendet werden.

Ein letzter Tipp: Clickbait ist gar nicht so populär, wie man es sich vorstellt.

3. Vorschau / Preview


Und zu guter Letzt noch die dritte Variable, die über Erfolg oder Misserfolg einer E-Mail entscheidet. Viele Email-Browser geben bereits die erste Zeile einer Mail in der Vorschau an, das sind oft nicht mehr als 50-60 Zeichen und im Default-Modus die ersten Zeilen Ihres Mailtextes. Deshalb sollten Sie immer ein Auge darauf haben, dass diese Vorschau nicht komplett mit einem Headerbild ausgefüllt ist, sondern bereits hier die wichtigste Info der E-Mail, sowie der Call-to-Action (falls vorhanden) enthält.

Beispiel:

Betreff: Wissen Sie, wie alt Ihre Software ist?

Vorschau: 5 Gründe für eine Software-Modernisierung

Übrigens, wenn Ihr Mail Text bereits in wenigen Worten zur Sache kommt, dann müssen Sie den Vorschautext auch nicht variieren, doch ich würde Ihnen empfehlen, es zumindest einmal auszuprobieren.

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[Autorin des Artikels: Juliane Waack]

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