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Firmenwebseiten, die niemand mehr sehen will.

Vermeiden Sie unbedingt diese Fehler, wenn Sie viele Besucher auf Ihre Webseite lenken wollen.
Volker Wendeler | 14.07.2016

Wer eine Firmenwebseite aufbaut oder neu gestaltet, kann sich dort kreativ entfalten. Wer aber hohe Besucherzahlen will oder sogar Aufträge einleiten bzw. abschließen will, der sollte diese Fehler tunlichst vermeiden:

Verzichten Sie niemals auf die Erfolgskontrolle Ihrer Webseiten!
Viele Firmenwebseiten erwecken den Eindruck, dass sie ohne jede Zielsetzung einfach wild drauflos erstellt wurden. Aber auch, wenn Ziele gesetzt wurden, gibt es oftmals herbe Widersprüche zwischen den Zielen, der Umsetzung und der Zielerreichung. Analyse-Tools wie Google-Analytics oder Google Search Console werden kostenlos angeboten, aber oftmals überhaupt nicht genutzt, um Erfolgskennzahlen einer Webseite zu überprüfen.

Wer zum Beispiel maximale Besucherzahlen erzielen will, hat zwei Möglichkeiten: a) die „kostenlose“ Google-Promotion, b) ein hohes Werbebudget. Die „kostenlose“ Google-Promotion präsentiert eine Firmenwebseite mit Top-Platzierungen in den Suchergebnissen. Sie ist natürlich nicht vollständig kostenlos, da alleine die Erstellung einer suchmaschinentauglichen Firmenwebseite schon Geld kostet. Im Vergleich zu einem hohen Werbebudget ist dies jedoch „kostenlos“, vorausgesetzt, der Betreiber der Firmenwebseite befolgt die Google-Qualitätskriterien. Tut er dies nicht, dann muss er Besucher über Werbemaßnahmen auf die Webseite lenken. Und das kann bekanntlich sehr teuer werden.

Nicht die Google Qualitätsrichtlinien missachten!
Google hat ein komplexes Verfahren entwickelt, das Webseiten in fünf Qualitätsstufen einteilt. Seiten mit der Bewertung „highest quality“ (höchste Qualität) landen im Ranking ganz oben, Seiten mit „lowest quality“ (niedrigste Qualität) landen im Ranking ganz unten. Die Bewertungen für das Google-Ranking basieren auf drei Säulen: Content (Inhalt), Backlinks (Rückverweise), User Behavior (Nutzerverhalten). „lowest quality“ sind zum Beispiel Webseiten, die viele bunte Bilder zeigen, aber keine oder unzureichende Textmenge oder –qualität. In diese Kategorie fallen ebenso auch Webseiten mit ungegliederten und unstrukturierten Texten, vielen Rechtschreib- oder Grammatikfehlern, langen, schwer lesbaren Sätzen oder voller Werbung.

Vermeiden Sie „künstlerisch besonders wertvolle“ Webseiten!

Bei vielen Firmenwebseiten schöpfen Werbeagentur und Art Director aus dem Vollen. Sowohl bei der Gestaltung als auch bei den Kosten. Riesige Fotos, aufwendige Layouts, durchgestyltes Design, das Ganze möglichst als Bildelemente und für die Google-Bots nicht lesbar. Das Problem: Google unterscheidet zwischen „master content“ (Hauptinhalt) und „supplementary content“ (Zusatzinhalt). Qualitätskriterium ist der „master content“, aber Fotos, Gestaltung und Design sind aus Google kein „master content“. Sie sind höchstens „supplementary content“, aber auch nur dann, wenn Sie dem Nutzer beim Verständnis des „master content“ unterstützen.

Die Gestaltung von Webseiten wie Google, eBay oder Wikipedia löst bei einem Art Director wahrscheinlich Schnappatmung aus, aber diese Seiten haben Millionen Besucher, während die künstlerisch wertvollen Webseiten zumeist im Nirwana des Internets verschwinden.

„Ich will das genau so!“ kostet Sie möglicherweise Besucher!
Sagte der Chef und wunderte sich hinterher, dass dies den Besuchern völlig gleichgültig war. Bei Firmenwebseiten geben die Wunschkunden die Regeln vor, nicht die Chefs. Wer nicht den Content anbietet, den die Wunschkunden bevorzugt suchen, der kann nicht mit guten Besucherzahlen rechnen und erntet bei den eher wenigen Besuchern dann auch noch hohe Absprungraten und kurze Verweildauer. Letzteres Nutzerverhalten hat dann automatische eine negative Bewertung durch Google zur Folge.

Statt diktatorischer Chefs entscheiden heute sorgfältige Keywordanalysen über den Erfolg einer Firmenwebseite. Nur wer die Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen und guten Platzierungschancen kennt, der kann diese Suchbegriffe in den Content in der notwendigen Keyworddichte einbauen.

Litfaßsäulen sind Mega-Out!
Viele Firmenwebseiten sind Außendarstellungen in Form von Einbahnstraßen. Da wird plakatiert, aber nicht kommuniziert. Webseiten, die keine modernen Online-Funktionen anbieten, stammen aus dem Marketing des letzten Jahrhunderts. Solche Firmenwebseiten will heute kein Internetuser mehr sehen. Neben langweiligen „Litfaßsäulen“ gibt es weitere Sünden, die vermieden werden sollten, weil sie mit Nichtbeachtung oder sogar Frustration „bestraft“ werden. Dazu gehören Webseiten, wo sich der Benutzer nicht intuitiv zurecht findet, die weder auf dem Smartphone, noch dem Tablet funktionieren, die lange Ladezeiten durch drehende Sanduhren überbrücken wollen oder miserable Snippets haben. Aber das ist Material für einen weiteren Fachbeitrag.

Checkliste „Google-Qualitätsrichtlinie“
Der Autor hat aus den 160 Seiten der englischsprachigen „General Guidelines of Search Quality Ratings“ und den zahlreichen Beispielen von Webseiten-Beurteilungen eine Checkliste zusammengestellt, womit Sie schnell und einfach überprüfen können, ob ihre Webseiten den wichtigsten Anforderungen der Google-Qualitätsrichtlinie entspricht.

Die Checkliste umfasst 40 Fragen zu Google-Qualitätsfaktoren, die mit „Ja“, „Nein“ oder „Weiß nicht“ beantwortet werden können. Die Auswertung zeigt Ihnen dann, wo Sie mit Ihrer Webseite hinsichtlich der Google-Qualitätsrichtlinie stehen.

Die Checkliste „Google-Qualitätsrichtlinie“ können Sie hier kostenlos herunterladen: http://wemarcon.de/de/checklisten/marketing/checkliste-google-qualitaetsrichtlinie/