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Wikipedia-Prinzip für Corporate Videos - Tools für Bewegtbildstrategien – Teil 2/3

Für eine Strategie definieren Sie zu Beginn das Ziel. Dafür stehen passende Werkzeuge zur Verfügung, die Sie auf den Weg bringen.
Regiepapst GmbH | 20.02.2017

Wikipedias User-Verhalten nutzen

In einer dreiteiligen Serie stellen wir für Profis eine Auswahl aus unserem Werkzeugkasten vor.

Wikipedia ist das konzeptionelle Vorbild: In jedem Artikel gibt es reichlich Querverweise,
die nur einen Klick weit entfernt sind. Wenn Sie sich für ein bestimmtes Thema
interessieren, bestimmen Sie selbst durch die verschiedenen Links, welchen Weg Ihre
Recherche nimmt. Sie werden nicht gezwungen Wikipedia komplett durchzulesen,
sondern Sie picken sich Ihre persönlichen Rosinen heraus. Videos bieten die gleichen
Möglichkeiten, jedoch machen nur einzelne Unternehmen pionierhaft davon Gebrauch.

Mit ellenlangen Imagevideos verschrecken breit aufgestellte Unternehmen ihre Kunden
eher, als dass sie Interesse wecken. Man kann unmöglich mit nur einem Video alle
Zuschauer gleichzeitig glücklich machen. Oft ist nur ein Bruchteil des Videos, der für den
jeweiligen Zuschauer wirklich relevant ist. Je weiter hinten im Video die relevante
Information versteckt liegt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er sie wahrnimmt.

Ein lineares Beispiel
Angenommen Ihr Unternehmen liefert Fertigungstechnik im B2B-Bereich für
verschiedene Branchen und diverse Prozessschritte. Es geht um Produkte und
Dienstleistungen in zwei unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Ihr Unternehmen ist
horizontal und vertikal diversifiziert. Für jeden Ihrer Zuschauer wird nur ein kleiner
Bruchteil hochinteressant sein und die restlichen Minuten Ihres Imagevideos sind für ihn
überflüssig. Wie wollen Sie all diese Informationen in einem einzigen Video
unterbringen, ohne den Großteil Ihrer Zuschauer nicht bereits innerhalb der ersten 30
Sekunden mit Irrelevanz zu langweilen? Das Ergebnis eines siebenminütigen Videos wird
es sein, dass es zu 75 Prozent vorzeitig abgebrochen wird.

Ein non-lineares Beispiel nach dem Wikipedia-Prinzip
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie ein Hauptvideo, zwei Geschäftsbereiche und deren
Produkte und Services in einen sinnvollen Zusammenhang bringen können, damit ihre
Zuschauer möglichst lange ihre Videos ansehen und ihre Informationssafari an den
eigenen Interessen ausrichten können.



Stellen Sie Ihr Unternehmen in 30 Sekunden in einem Hauptvideo vor, wie in einem
Elevator Pitch. Sie haben zwei Geschäftsbereiche? Dann nennen Sie jeden einzelnen
davon im Hauptvideo nur oberflächlich ohne tiefer auf sie einzugehen.



Oft bieten Unternehmen sowohl Services als auch Produkte an. Setzten zum richtigen
Zeitpunkt im Hauptvideo die jeweiligen Links zum detaillierteren Video, das intensiver
auf die Units eingeht z.B. einen Link zur Service Unit und einen zur Produkt Unit.



Ein und dasselbe Produkt kann sich manchmal an verschiedene Zielgruppen richten.
Sollten diese signifikant unterschiedlich sein, verlinken Sie von der Produkt Unit auf
unterschiedliche Zielgruppenvideos.



Selbstverständlich kann vom Video der Produkt Unit auch auf unterschiedliche Produkte
und ihre jeweiligen Details auf weitere Videos verlinkt werden.



So, wie die Links zwischen der Produkt Unit und den Produkten und Zielgruppen gesetzt
werden können, funktioniert es auch mit der Service Unit und ihren einzelnen Services.



Sollten sich Produkte oder Services in ihrem Nutzern ergänzen, sollte dies nicht bloß
explizit im Video erwähnt werden, sondern mit einem Link den User bei Bedarf auch
gleich zum entsprechendem Content bringen.




Sollten User durch ein Produkt oder Service auf ihr Unternehmen aufmerksam
geworden und daher erst auf tieferer Ebene in ihren Video-Content eingestiegen sein,
setzten sie unbedingt Links zurück auf das Hauptvideo, um wieder auf Ihre breite
Aufstellung zu verweisen.



Die meisten Unternehmen bieten sowohl Services als auch Produkte an, da diese sich
gegenseitig ergänzen. Es kann durchaus zielführend und effizient sein, wenn diese
gegenseitig aufeinander verweisen.

Fazit
User sind im Internet ein non-lineares Klickverhalten gewohnt, das sie ihren
Bedürfnissen anpassen (Beispiel: Wikipedia). Wegen der Gewohnheit an einen schnellen
Informationsflusses wird die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer. Nutzen Sie dieses
Verhalten für sich und passen Sie Ihr Videoangebot darauf an.

Sie können ihr gesamtes Budget effektiver verteilen. Am Schluss werden Sie mit vielen
hochrelevanten kurzen Videos trotzdem Ihr Videomaterial mit einer Gesamtlänge von
6:45 zur Verfügung stellen können.

Sie verdeutlichen die Zusammenhänge Ihrer Geschäftsfelder damit besser und
erschließen auch Cross-Selling Potenzial. Ebenso unterstützen damit Ihre Mitarbeiter,
denn diese können ihren externen Ansprechpartnern viel gezielter relevantes
Videomaterial zukommen lassen, das besser zu den jeweiligen Bedürfnissen passt.

Sowohl Kunden als auch Mitarbeiter werden Ihnen dankbar sein, dass Sie bei der
Produktion und Distribution niemals die Relevanz aus den Augen verloren haben. Der
Erfolg wird sich in Views und Interaktionen messen lassen.

Sprechen Sie mit Regiepapst über non-lineares User-Verhalten auf YouTube und wie Sie
es für die Bewegtbildstrategie Ihres Unternehmens nutzen können. Rufen Sie uns an
oder schreiben Sie uns eine E-Mail an regiepapst@regiepapst.de

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