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SEO-Fehler vermeiden – Shopumsatz erhöhen

Suchmaschinenoptimierung setzt auf verständliche Informationen, passenden Content, sorgfältige und rechtzeitige Planung sowie eine gute Usability.
Siwen Zhang | 01.03.2017

E-Commerce-Verantwortliche haben eine klare Erwartungshaltung an Suchmaschinenoptimierung (SEO): Das Ziel ist ein möglichst hohes Ranking für ihren Webshop und die angebotenen Produkte bei der organischen Google-Suche, um ein Maximum an Klicks zu bekommen. Viele Online-Marketer wissen aber nicht, dass der SEO-Job aus mehr besteht als nur dem Kampf um die beste Position in den Ranglisten.

Eine zeitgemäße Suchmaschinenoptimierung setzt auf verständliche Informationen, passenden Content, sorgfältige und rechtzeitige Planung sowie eine gute Usability des Webshops. Die Verantwortlichen sollten versuchen, folgende häufige Fehler zu vermeiden:

Fehler Nr. 1 – Das Top-Ranking als oberstes SEO-Ziel


In der Regel wollen Unternehmen Top-Positionen in den Suchergebnissen von Google und Konsorten erreichen. Aber Rankingpositionen sind lediglich Mittel zum Zweck. Wenn beispielsweise Nike zum Begriff „Schuhe“ auf Position eins steht, bedeutet das nicht automatisch, dass Nike dadurch tatsächlich mehr Schuhe verkaufen kann. Bei konkreten Begriffen wie „Sportschuhe“ oder „Herren Laufschuhe Größe 42“ hat eine Top-Platzierung eine ganz andere Bedeutung für den Verkaufserfolg.

Legen Sie deshalb zunächst fest, was Sie mit Ihrer Website erreichen wollen und welchen Teil SEO dazu beitragen kann. Während das Ziel bei einem Onlineshop ein möglichst hoher Umsatz ist, muss bei einer Unternehmens-Website ohne Shopfunktion definiert werden, was die gewünschte Conversion sein soll. Nur bei klar definierten Zielen kann später beurteilt werden, ob SEO-Maßnahmen erfolgreich sind.

Fehler Nr. 2 – Mit SEO erst nach dem Relaunch beginnen

Für viele E-Commerce-Verantwortliche gilt, nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch. Im Rahmen der digitalen Transformation verändern sich Websites inzwischen ständig. Wird ein größerer Relaunch einer Website durchgeführt, so bedeutet das für die meisten Unternehmen viele verschiedene Interessen und Positionen, unterschiedlichste Ansprüche sowie enge Grenzen für Ressourcen, Budgets und Timelines. SEO genießt in der Praxis selten die größte Priorität und wird gerne erst nach dem Relaunch angegangen. Doch gerade die „Optimierung danach“ verursacht in den allermeisten Fällen unnötigen Zusatzaufwand durch die Zieldefinition und entsprechende Website-Anpassungen.

Fehler Nr. 3 – Unternehmensinternes Fachchinesisch


Kennen Sie eine Nasszellenabtrennung? Nein? Kein Wunder. Das ist eine typische betriebsinterne, für Mitarbeiter selbstverständliche Begrifflichkeit. Solche Formulierungen finden sich häufig auf Websites. Laien und selbst User mit Fachkenntnissen können damit nichts anfangen. Sie würden eher nach dem Duschvorhang suchen. Wenn die Sprache der Kunden sich nicht auf einer Website widerspiegelt, kann sie auch nicht bei der Suche mit deren gängigen Begriffen gefunden werden. Deshalb ist für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung das Wording der Zielgruppen essentiell.

Fehler Nr. 4 – Platte Werbetexte statt gute Inhalte

„Innovativ, hochfunktional, einzigartig, außergewöhnlich“ – platte Werbetexte mit exzessivem Adjektivgebrauch sind leider in Webshops und auf Unternehmensseiten noch allgegenwärtig. Doch Superlative kennt die Konkurrenz auch.

Gute Suchmaschinenoptimierung bedeutet, sich auf die Bedürfnisse der Nutzer zu konzentrieren, statt lediglich den Algorithmus zufriedenzustellen. Für optimale Ergebnisse in Suchmaschinen kommt es auf die Inhalte an, die auf Kundenbedürfnisse eingehen, Fragen beantworten und einen wirklichen Mehrwert bieten. Verkaufstexte allein bringen keine Top-Platzierungen.

Fehler Nr. 5 – SEO als Silo


SEO, SEA, Social und Display Advertising werden in Unternehmen, die digitales Marketing betreiben, noch häufig von unterschiedlichen Abteilungen und Ansprechpartnern betreut. Eine übergreifende Koordination ist meist Fehlanzeige. Und je größer die Unternehmen, desto weiter entfernt voneinander agieren die Abteilungen. Aber SEO darf kein Silo sein, sondern muss im engen Zusammenspiel mit Content, Usability, Social Media, Design und sogar dem
Offline-Marketing angegangen werden. Ein holistischer Ansatz ist die Grundlage für eine erfolgreiche digitale Transformation.

Kontinuierliche Suchmaschinenoptimierung ist ein fester Bestandteil der digitalen
Transformation. Mit den immer höheren Anforderungen der Suchmaschinen und einem härteren Wettbewerb im E-Commerce funktionieren heute keine kurzfristigen Tricksereien und Manipulationen mehr. SEO ist harte Arbeit. Sie muss im Einklang mit anderen Disziplinen die Website-Experience verbessern und Userbedürfnisse befriedigen.