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Die Schattenseiten des Dropshippings

Hier erfahren Interessenten auch einmal die Schattenseiten des Dropshippings. Den ganz so simpel ist dies nicht.
EXPERTISEROCKS S.L. | 08.08.2017



EXPERTISEROCKS macht Interessenten das Thema Dropshipping und Co gerne schmackhaft. Aber in dieser Pressemeldung, möchte EXPERTISEROCKS auch die Nachteile des Dropshipping aufzeigen. Den die Interessenten sollten auch diese nicht vernachlässigen. Und EXPERTISEROCKS findet: "so viel Ehrlichkeit muss sein." Mehr Infos auch HIER.

Zunächst sollten den Interessenten klar sein, dass Ihnen als Online-Händler einen maßgeblichen Teil Ihres Geschäfts aus der eigenen Hand geben, wenn die Interessenten Only-Dropshipping betreiben. EXPERTISEROCKS hat das nie gestört, aber den Interessenten muss klar werden, dass man nicht so einfach die Qualität überprüfen kann. Die Qualität der fremdversandten Ware kann der Interessent aber nicht nur nicht mehr eingesehen, sondern auch Ihre Rügeobliegenheit gemäß Kaufleuten (nach § 377 HGB) ist im Eimer. Doch dazu gleich mehr. 

Zudem minimiert das Dropshipping die Gewinnmargen der Interessenten. Klar ist, wenn die Interessenten Container-Mengen abnehmen, erhalten diese bessere Einkaufspreise. Dafür hat der Interessent dann aber auch ein Abverkaufsrisiko samt dem Kapitalrisiko. Die Sicherheit bezahlen Interessenten also mit schlechteren Einkaufspreisen. Als Dropshipper zahlen Interessenten als Umlage z.B in Form von Versandkostenpauschalen sämtliche Organisations-, Verpackungs- und Versandleistungen mit. Natürlich sparen Interessenten dann das eigene Lager samt Personal, also eine Rechnung die jeder Interessent selber machen muss.

Etwas unschön sind auch die Retouren. Denn die Kunden der Interessenten senden die Ware ohne gegenteilige Absprache mit Ihrem Dropshipping-Anbieter an dich. Und zwar im Grunde immer, egal ob mangelbedingte Reklamationen oder Rücksendungen durch Verbraucherwiderrufen. Unproblematisch ist das nicht, da der Interessent quasi gezwungen ist, ein eigenes kleines Lager zu betreiben. Aber es gibt viele Handelspartner, welche die Waren dennoch zurücknehmen, geg. dann mit einer kleineren Gebühr für die Bemühungen. Auch gibt es eigene Retourenlösungen, die die Interessenten anbieten können, z.B über Hermes alias Hermesprofi-Paketservice. Dann kann man Retouren auf die Kosten der Interessenten bei der Kundenhaustüre abholen, aber direkt zum Hersteller senden lassen. Der Vorteil ist dann, dass dieser keine Retourenkosten hat. Außerdem minimiert dies, die Wahrscheinlichkeit von unfreien Rücksendungen. Diese schlagen nämlich mit 12 EUR je Paket zu Buche und EXPERTISEROCKS kenne keinen Lieferanten, welche solche Pakte annimmt. Unschön ist aber, dass Interessenten solche Pakete aber von Gesetzwegen nicht verweigern dürfen. Auch wenn man auf Artikelbeschreibungen oft das Gegenteil ließt, es ist schlicht unwirksam ebenso wie der Passus, keine Abmahnung vor vorherigem Kontakt. Die Interessenten können sich die Gesetzeslage nicht schönreden. Daher bleibt, die Retouren gehen in der Praxis immer zu den Lasten des Interessenten. Wenn der Hersteller diese dann aber annimmt haben Interessenten einen wirklich guten Lieferant gefunden.

Darum empfiehlt EXPERTISEROCKS immer, den Kontakt zum Außendienst oder zu Messen zu suchen. Zudem kann der Interessent dann auch gleich die Qualität der Ware überprüfen - zu mindestens Stichprobenartig.

Dann gibt es noch die lieben Preisabsprachen. In der Praxis kaum umsetzbar, der Gesetzgeber kommt einem nämlich in die Quere. Will sagen: Vertikale Preisbindungen, also solche zwischen Unternehmen unterschiedlicher Handelsstufen, sind nach § 1 GWB verboten, da sie unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen darstellen. Somit sind feste Preisvorgaben seitens deines Lieferanten an die Interessenten, den Letztverkäufer, nicht möglich. Ein Schlupfloch gibt es, es können Vorhaben zum Höchstverkaufspreis vereinbart werden. Grundsätzlich gilt, Vertriebsbeschränkungen sind nur in den teils engen Grenzen des Kartellrechts erlaubt. Anwälte können an dieser Stelle jedoch besser aufklären, wichtig ist aber, dass die Interessenten wissen, welche Möglichkeiten es gibt bzw. eben nicht.

Die Verpackungsverordnung kostet Geld. Darum ist Sie zunächst als Nachteil zu sehen. Letztere wird kurz: VerpackV genannt und beinhaltet eine Reihe von Pflichten, insbesondere Rücknahmepflichten bezüglich der in Verkehr gebrachten Verpackungen. Jetzt ist es so, dass rechtlich wenig Einigkeit herrscht. Dafür aber Hoffnung. Grundsätzlich gilt, versenden Interessenten als Online-Händler Waren aus Ihrem eigenen Lager an Kunden, so zählen sie im rechtlichen Sinne als Vertreiber der entsprechenden Um- und Versandverpackungen. Nun sind Sie als Interessent aber Dropshipping-Anbieter und der Lieferant versendet, korrekt? Genau, so gesehen können Interessenten davon ausgehen, dass Sie hier nicht die Betroffenen (= Löhnemänner) sein werden. Aber, der Schönheitsfehler ist, dass die Interessanten etwaige Retouren und B-Waren unter Umständen doch selbst weiterversenden müssen. Und dann sind die Interessenten letztlich doch der In-Verkehrbringer. Klar, es sind wenige Pakete, aber die Mindestgebühr kann daher durchaus zu Ihren Lasten gehen. Aus diesem Grund und der rechtlichen Uneinigkeit hat EXPERTISEROCKS es an dieser Stelle als „potenziellen Nachteil“, im Hinblick auf Kosten notiert.
Auch der Datenschutz will geachtet werden. EXPERTISEROCKS hat früher mit seinen Dropshipping-Lieferanten eine sogenannte Auftragsdatenverarbeitung-Vereinbarung gemäß gesetzlichen Vorgaben, § 11 BDSG, geschlossen. In diesem Falle zählt der Lieferant rechtlich gesehen (in Bezug auf das Datenschutzrecht) nicht mehr als ein anderes Unternehmen, sondern quasi als ein Teil („Abteilung“) dessen Unternehmens. In diesem Falle liegt dann keine Datenübermittlung an Dritte im Rechtssinne vor. Somit können keine datenschutzrechtlichen Probleme diesbezüglich entstehen. Interessenren sehen nun hier - es bedarf etwas Arbeit um auch die Verträge mit den Partnern sauber umzusetzen. Dies an sich ist kein reines Dropshipping-Problem, aber die Tatsache DAS man handeln muss, ist vielen Interessenten gar nicht bewusst.

Mit anderen Worten kann Dropshipping dazu führen, dass Sie als Interessent sprich als Online-Händler auf einem finanziellen Schaden sitzen bleiben. Sei es durch mangelhafte Waren, ungeklärte Retouren, Abmahnungen oder Unsicherheit wegen Verpackungsverordnung oder Datenschutz. Es lässt sich also festhalten, dass Dropshipping ideale Wachstumsmöglichkeiten bei geringstem Kapitalaufwand bedarf, aber auch Dropshipping ist Arbeit. Die Frage kann aber sein, von wo möchte der jeweilige Interessent arbeiten und dank Dropshipping ist der Interessent immerhin an keinen festen Ort gebunden… ein Vorteil, der mitunter vieles ausgleichen kann!