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Pinterest – Potenziale kennen und nutzen

Nur wenige Unternehmen nutzen das Marketing-Potenzial von Pinterest. Dabei ist es für die direkte Kundenkommunikation Gold wert.
Björn Hallmann | 09.10.2017
 

Jeder hat davon gehört. Reingeschnuppert haben viele. Aber kennen Sie die Marketing-Potenziale von Pinterest? Lernen Sie die Plattform genauer kennen – und bei direkter Kundenkommunikation lieben!

Während die einen lediglich Bilder für die Unternehmens-Website oder traditionelle Marketing-Maßnahmen nutzen, erzählen andere bereits visuell beeindruckende Geschichten bei Pinterest. Zeit, das stetig wachsende Netzwerk für sich zu gewinnen!

Entdecken Sie Pinterest für Ihr Unternehmen


Beeindruckende Fotos angesagter Mode, trendiger Frisuren und Tattoos. Auf Pinterest tummeln sich Hobbybastler mit starken DIY-Projekten neben appetitlich hergerichteten Backwaren der Gaumenkünstlerin von nebenan. Auf der Microblogging-Plattform finden Sie Selbstdarsteller, Selbstverwirklicher und Selbstständige – deren Bilder, Fotos und Zeichnungen, Ideen und Realisierungen. Was aber noch spannender ist: Hier finden Sie Ihre Zielgruppe!

Das gilt vor allem dann, wenn zur Zielgruppe shoppingbegeisterte, kaufkräftige Frauen im Alter zwischen etwa 25 und 44 Jahren zählen, die eher auf ansprechende Qualität denn überbordende Quantität setzen. Diese Damen, die wissen, was sie wollen, stellen auf Pinterest mit Abstand die größte Nutzergruppe. Natürlich sind auch die Herren der Schöpfung (rund ein Drittel) sowie allgemein jüngere Nutzer (ca. 25 Prozent) zahlreich vertreten.

Den meisten Pinterest-Usern ist die Begeisterung für Selfmade sowie Kreativ- und Handarbeiten aller Art gemein. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Letzteres auch Unternehmensprodukte betrifft.

So funktioniert die Microblogging-Plattform:


Stellen Sie sich eine Kombination aus Stickeralbum und Bookmark-Portal als soziales Bildernetzwerk vor, bei dem Sie favorisierte „Pins“ in digitalen Alben sammeln, strukturieren und veröffentlichen. Das etwa bietet Pinterest. Wobei die Sticker in diesem Fall von privaten Nutzern oder Unternehmen „angepinnt“ werden.

Das Netzwerk lebt vom Teilen durch Pins und Repins. Wie essenziell dabei der DIY-Aspekt ausfällt, zeigt sich bspw. in den Most Pinned Words und Most Repinnable Words, wie Dan Zarella auf HubSpot ermittelte:

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Markante Keywords wie love, home oder ideas, die bei Pinterest eine wichtige Rolle spielen, werden nicht so stark erneut geteilt wie Begriffe mit konkretem DIY-Bezug.

Ergo: Große Themen der Zielgruppen zu bedienen ist Pflicht. Die Kür sind gehaltvolle Details, damit Beiträge viral erfolgreich sind.

Warum auf Pinterest werben und kommunizieren?


„Pinterest is the ultimate visual playground for inspiration and motivation; and it’s not only a discovery tool for you to find and save things you love on the internet, but it’s also a great place to promote your business.“ – Peg Fitzpatrick, Expertin für Social Media Marketing auf Canva.

Laut offiziellen Zahlen hat Pinterest just die Marke von 200 Millionen aktiven Nutzern erreicht. Gerade in Deutschland verzeichnet die Plattform dabei steile Nutzerzuwächse von 72 Prozent. Demnach sollen sich hierzulande etwa 3,2 Millionen täglich mit Pins beschäftigen.

Pinterest wird zudem nicht nur als Ideenschmiede genutzt, es übernimmt für viele Nutzer immer mehr die Funktion der Suchmaschine. Mal vom positiven SEO-Effekt viel beachteter Bilder bei Google abgesehen: Mit Pinterest können Sie u. a. mehr Brand Awareness erzeugen, gezielt Traffic bei relevanten Inhalten aufbauen und direkte Kundenkommunikation verbessern.

Wie lassen sich Inhalte auf Pinterest optimieren?


Bewusst zweideutig: Es geht sowohl um die Optimierung multimedialer Inhalte der Website als auch deren adäquate Verwertung auf Pinterest:

1. Optimieren Sie visuelle Inhalte.

Visueller Content spielt auf Pinterest die Hauptrolle. Bilder werden wie für die vertikale Google Suche groß und detailliert dargestellt. Wer gute Rankings, neue Shares und Follower erreichen will, muss relevante und qualitativ einwandfreie Inhalte präsentieren. Bei Pinterest gilt das Hochformat als vorteilhaft. Es bieten sich kräftige Farben und starke Objekt-Fokussierungen mit wenig Hintergrund an. Personen werden nur eingesetzt, wenn es der Sache dient.

2. Nutzen Sie GIFs, Listen, Guides, Rezepte & Infografiken.

Auch Grafiken funktionieren gut, wenn sie Unterhaltungs- und Informationswert für die Zielgruppen enthalten. Mehr als bei herkömmlichen Bildern kann der Kosten-Nutzen-Faktor zum Problem werden. Gerade Infografiken können kostspielig sein und weniger nützen als erhofft. Bereiten Sie bestehende Daten ohne allzu großen Aufwand zielgruppengerecht auf.

3. Teilen Sie stetig & setzen Sie auf Saisonales.

Pinterest rät, regelmäßig – nicht in großer Zahl am Stück – Pins zu veröffentlichen. Ergänzen Sie attraktive Bilder mit einer knackigen Kurzbeschreibung sowie 2-3 Hashtags und lassen Sie Ihre Community teilhaben. Springen Sie rechtzeitig auf saisonale Themen auf und beweisen Kundennähe. Wie viele Pins Sie pro Tag veröffentlichen, hängt vom Unternehmen und der Aktivität ab. Tipp: Versuchen Sie, Ihr Pensum zu finden und zu halten.

4. Sprechen Sie Inspiration, Motivation & Handlung an.

Bei Pinterest drehen sich Inhalte mehrheitlich um DIY und artverwandte Themen. Nutzer suchen nach Inspiration. Versuchen Sie, Inspiration in Motivation zur Handlung umzuwandeln. Mittels richtiger Zielgruppenansprache leiten Sie zum Call-to-Action über. CtA sollte am Ende keines Pins fehlen und zu definierter Konversion führen.

5. Gebrauchen Sie Rich Pins, Links & den Merken-Button.


Pinterest hält interessante Werbemöglichkeiten für Unternehmenskunden bereit. Mit „Rich Pins“ können Sie die Beitragsattraktivität bspw. durch Angaben zu Echtzeit-Preis, Verfügbarkeit, Zutaten, Zubereitungszeit und Portionsgröße erhöhen. Verlinken Sie Pins mit relevanten Inhalten der Website und implementieren Sie dort den „Merken“-Button. Sie steigern jeweils Traffic und Interaktion.

Letzter Tipp: Probieren Sie Pinterest selbst aus

Nun helfen ja schlaue Tipps, Zahlen und Fakten nichts, wenn der Nutzer nicht überzeugt ist. Daher, nehmen Sie sich drei Wochen Zeit und einen Pinterest-Account: Definieren Sie Ihre Interessen. Legen Sie aktiv Pinnwände an. Sammeln Sie Pins. Lassen Sie sich von der Kunst und Kreativität anderer User anstecken. Sie werden sich wahrscheinlich dabei ertappen, wie Sie minutenlang den Feed runterscrollen und einen faszinierenden Pin nach dem nächsten entdecken. Der Selbstversuch wird helfen, die Potenziale noch besser erfassen zu können. Viel Vergnügen!

Mehr Informationen zur Nutzung von Pinterest im Online-Marketing gibt es bei Pinterest selbst oder in unserem Blog.