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Drei Viertel aller Marken wurden 2017 Opfer von Rechtsverstößen

Markenanmeldungen nehmen weltweit weiter zu. Die eigenen Marken gegen Rechtsverletzungen Dritter zu schützen, wird zunehmend schwieriger.
CompuMark | 25.01.2018
Jeff Roy, President von CompuMark © CompuMark
 

Das belegt auch eine aktuelle Studie des unabhängigen Marktforschungsinstituts Vitreous World im Auftrag von CompuMark, dem Marktführer für Markenrecherche und Markenschutz. Demnach waren im vergangenen Jahr drei Viertel (74 Prozent) aller Markeninhaber Opfer von Markenrechtsverletzungen. Und vier von zehn Unternehmen sind der Meinung, dass diese zugenommen hätten.

In der Studie "The Trademark Ecosystem: Insights from Intellectual Property Professionals around the World" (deutsch: Das Markenzeichen-Ökosystem: Einblicke von Experten für geistiges Eigentum weltweit) wurden auch die Konsequenzen von Markenrechtsverletzungen analysiert: Kundenverwirrung steht dabei mit 44 Prozent ganz oben, gefolgt von Umsatzeinbußen (40 Prozent), sinkender Kundentreue (34 Prozent) und Imageschäden (33 Prozent). Ein Drittel der Unternehmen musste aufgrund von Markenrechtsverletzungen sogar den Namen einer ihrer Marken ändern. Zusätzlich leitete über die Hälfte (56 Prozent) rechtliche Schritte gegen Dritte ein.

"Unsere Studie zeigt, dass die Zahl der Markenanmeldungen weiter steigt", sagt Jeff Roy, President von CompuMark. "In der heutigen globalisierten Welt, mit ständig neuen Marktteilnehmern und der Ausweitung des Marketing auf immer mehr Kanäle, wird es zunehmend schwierig, eine einzigartige Marke zu finden. Noch schwerer ist es, diese ohne die Verletzung bereits bestehender Markenzeichen anzumelden. Daher müssen Markenunternehmen dringend geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihr geistiges Eigentum zu schützen. Ein immer wichtigerer Part kommt hierbei der Markenrecherche und -überwachung zu."

Die Studie zeigt auch die aktuellen Herausforderungen für Markeneigner. So geben Verantwortliche in Unternehmen insbesondere Zeit- und Budgetknappheit, die Globalisierung sowie mangelnde Tools und Ressourcen als Hemmschuh bei der Markenanmeldung an. Die Hälfte sehen größere Budgets (51 Prozent) und bessere technologische Werkzeuge (49 Prozent) als Lösung für diese Herausforderungen. Mehr Ressourcen rangiert mit 48 Prozent knapp dahinter. Der Brexit übt laut den Studienergebnissen ebenso einen Einfluss auf das Markenanmeldungs-Geschäft: 22 Prozent der Befragten gaben an, dass sie 2017 mehr Marken in Großbritannien angemeldet haben und für weitere 31 Prozent trifft dies auf die Europäischen Union (EU) zu.

Wie zu erwarten, fand der Großteil der Markenanmeldungen in den Bereichen Produkte und Dienstleistungen, Logos und Bilder sowie Unternehmensnamen statt. Dazu liefert die Befragung interessante Informationen zum internationalen Vergleich des Markenzeichen-Ökosystems: In Frankreich beispielsweise stellten verhältnismäßig viele Markenanwärter einen Antrag auf Hashtag- und Ton-Marken wohingegen deutsche Unternehmen vergleichsweise viele Anträge auf Farb- oder Duftstoff-Marken eingereicht haben.

Methode
Die Untersuchung wurde von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Vitreous World im Auftrag von CompuMark durchgeführt. Sie erhebt den Zustand der Branche und ermittelt deren Herausforderungen. Dazu wurden 300 Marken-Experten aus Unternehmen und Rechtsabteilungen in den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich befragt.

Die komplette Studie können Sie auch hier kostenlos anfordern: http://www.compumark.com/trademark-ecosystem/