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Schokolade adé - wie Marken auch in der Fastenzeit mit ihren Kunden agieren können

Mike Shaw, VP, EMEA von dataxu, erklärt, wie Marken die Kundenbindung während der Fastenzeit stärken können.
Mike Shaw | 15.03.2018

Schon ist sie wieder vorbei, die fünfte Jahreszeit. Auf lustige Wochen voller Faschingsumzüge, Kostüme und Kreppl/Krapfen/Pfannkuchen,… folgt nun die Fastenzeit. Während Verbraucher versuchen auf Fleisch, Süßes oder andere ungeliebte Gewohnheiten zu verzichten, müssen sich auch Unternehmen auf härtere Wochen einstellen. Denn viele der Verbraucher, die zur Faschingszeit noch begeistert Kostüme für den Rosenmontagsball zusammengestellt oder eine praktische Gürteltasche für den Umzug gekauft haben, ändern nun rapide ihre Konsumgewohnheiten. Neben dem Verzicht auf die kleinen Sünden das Leben, blicken manche Verbraucher auch auf die faschingsbedingt geleerten Bankkonten und schränken ihre Ausgaben in den nächsten Wochen etwas mehr ein. Viele fasten sogar Konsum an sich. Was können Unternehmen also tun, um die - teilweise erst frisch gewonnenen - Kunden an sich zu binden und die Kundentreue auch während der Fastenzeit zu stärken.

Guter Service schafft Treue

Wie überzeugen Sie nun die neugewonnen Kunden, auch während der Fastenzeit weiter bei Ihnen einzukaufen? Im Grunde weiß jeder, dass zuvorkommendes Verkaufspersonal und eine angenehme Einkaufserfahrung der Schlüssel zur Kundentreue sind. Trotzdem steht das Kundenerlebnis nur für 40% der Marketingexperten an erster Stelle. Bei über einem Drittel rangiert es nicht einmal unter den ersten drei! Das kann verheerende Folgen haben, denn gemäß einer Studie von Accenture kehren 64% einem Unternehmen endgültig den Rücken, wenn der Kundendienst unbefriedigend ist. Im wachsenden Konkurrenzkampf on- und offline können sich Marken solche Fehltritte nicht länger leisten.

Die richtigen Antworten finden

Für einen persönlichen und reibungslosen Service über den gesamten Konsumzyklus sind Verbraucher laut einer globalen Studie bereit, mehr Informationen über sich preiszugeben. Dadurch bietet sich Marketingteams die Gelegenheit, die Beziehung zu Neukunden zu vertiefen und ihr Vertrauen zu gewinnen.
Schuhe, Kosmetika oder Lebensmittel, alles lässt sich jederzeit über zahlreiche internetfähige Geräte kaufen (oder zurückgeben). Verbraucher hinterlassen dabei soviel Informationen, dass Unternehmen eigentlich schon ein genaues Kundenprofil erstellen könnten. Werber müssten also nicht extra nachfragen oder auf gut Glück kommunizieren. Stattdessen sollten sie das bereits "Gesagte" sammeln, den umfassenden Datensatz analysieren und die so gewonnenen Ergebnisse nutzen, um ihr Unternehmen stärker auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

Zur passenden Zeit am passenden Ort

Zum Beispiel kann eine Modemarke jene Personen erkennen, die zuvor bei einem Konkurrenten eine praktische Bauchtasche für den Faschingsumzug angeschaut, aber den Einkauf abgebrochen haben. Mit diesem Wissen lässt sich eine perfekt auf diese Person zugeschnittene Werbeerfahrung schaffen. Beispielsweise könnte das eigene Sortiment an Umhängetaschen präsentiert und die Qualitätsvorteile betont werden.

Auf diese Weise werden Neukunden gewonnen - doch gilt es nun, diese Beziehung noch zu stärken. Beispielsweise könnten wir unsere Jeckin in der Fastenzeit nun mit Rabatten oder ergänzenden Produktempfehlungen auf eine Übergangsjacke und festes Schuhwerk aufmerksam machen, die die bei den Karnevalsumzügen abgenutzen alten Stücke ersetzen. Mittels moderner Datenanalyse kann man sich dabei ganz nach dem Gerät richten, auf dem ein Kunde gerade aktiv ist. Auf das Tablet zu Hause könnte ein kurzes Promovideo geschickt werden, später während der Kaffeepause eine kurze Bannerwerbung aufs Handy.

Schnell mal auf einen Kaffee vorbeikommen

Wer dank Spurensuche im Internet herausfindet, was seine Kunden wollen, kann sie in klare Zielgruppen unterteilen. Jene, die auf eine Werbung nicht reagieren, können aus der Zielgruppe entfernt werden. So werden nicht nur Werbekosten gespart, sondern Sie verscherzen es sich auch nicht mit Kunden, die zum momentanten Zeitpunkt kein Interesse an Ihrer Kampagne haben. Eine digitale Werbestrategie muss zudem nicht auf die virtuelle Welt beschränkt bleiben. Das Internet ist großartig, um regelmäßig mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Aber das ersetzt nicht den persönlichen Kontakt vor Ort.

Verbraucher zu einem Besuch in einem Laden zu animieren, ist deutlich schwieriger, als sie auf eine Website zu führen. Um den Graben zwischen Online- und Offline-Welten zu überbrücken, ist die geräteübergreifende Kommunikation unter Einbezug des aktuellen Kundenstandortes unerlässlich. Auch wenn die Faschingszeit mit ihren bunten Veranstaltungen und Events vorbei ist - auf diese Art lassen sich durch digitales Geschick weiterhin tolle (Einkaufs-)erlebnisse für Kunden im Ladengeschäft schaffen.

Vertrauen zu jeder Jahreszeit

Ein treuer Kunde ist für eine Marke fast unbezahlbar. Damit Kunden langfristig die Treue halten, müssen Unternehmen die Kundenbeziehung an oberste Stelle setzen. Unternehmen, die das Vertrauen ihrer Kunden genießen, haben es in der Hand, sich in der immer komplexeren und wettbewerbsintensiven Retailwelt von der Konkurrenz abzuheben. Eine starke digitale Marketingstrategie, die durch maßgeschneiderte Datenanalyse gesteuert wird, bringt Unternehmen nicht nur mehr Umsatz. Sie macht Werber zu besseren Zuhörern, die ihren Kunden zu jeder Gelegenheit die richtigen Angebote senden. So schaffen Sie die Grundlage für Markentreue und langfristigen Erfolg auch in der konsumarmen Fastenzeit.