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5 freie Tools für richtig gute Facebook Ads

Mit kostenlosen Tools kann man auch ohne Profi-Grafik professionelle Facebook Ads erstellen, die gut ausgespielt werden.
Julia Leutloff | 23.04.2018
© Bloofusion
 

Nicht jeder hat seinen eigenen Chef-Grafiker zur Hand, wenn es um die Erstellung von Facebook-Anzeigen geht. Auch ist man im Regelfall selbst kein Photoshop-Profi und hat zudem auch nicht die zeitlichen Ressourcen, um sich mit komplexen Grafik-Programmen aufzuhalten. Entweder man nimmt dann also das, was da ist, oder greift vielleicht noch auf Shutterstock zurück, über das man bei Facebook in der Anzeigenschaltung verfügt.

Doch wer Werbung auf Facebook schaltet, weiß, wie schlecht im Regelfall die Bilder von der Stange ankommen. Individuell und vor allem ansprechend ist anders. Wie gut, dass es mittlerweile richtig leicht zu bedienende und größtenteils auch kostenlose Grafik-Tools gibt, die einem die Gestaltung der Ads vereinfachen.

1. Für Kurzfristige: Pablo von Buffer


Das wirklich allereinfachste Tool für alle, die wenig Zeit haben und einfach nur ein ansprechendes Bild für ihre Anzeige haben möchten, in dem die Kernaussage, das Angebot oder die persönliche Ansprache des (potenziellen) Kunden grafisch nett aufbereitet ist. Nicht weniger, aber ehrlicherweise auch nicht viel mehr kann Pablo. Dafür ist das Erstellen einer Anzeigen-Grafik eine Sache von Sekunden. Das Tool greift auf freie Bilddatenbanken wie Pixabay und Unsplash zurück, aber auch eigene Bilder oder das Logo können hochgeladen werden. Dazu werden drei Grafik-Größen zur Auswahl gestellt (Pinterest, Instagram sowie Facebook und Twitter), die das Bild direkt in das richtige Format bringen. Mit dem Einfügen des Textes als Header, Body oder Caption sowie der Auswahl der Schriftart ist die Grafik fertiggestellt und kann heruntergeladen werden.

Wo und wie?
Das Tool ist unter pablo.buffer.com abrufbar und komplett kostenlos. Auch eine Anmeldung entfällt.

2. Für Allrounder: Canva


Das Tool Canva ist einfach der Allrounder bei den Grafik-Anbietern und immer noch für viele die Nr. 1, wenn es um das Erstellen von Anzeigen, Posting oder anderen Elementen geht. Über die üblichen Social-Media-Formate bietet Canva auch eine große Auswahl an anderen Vorlagen wie E-Mail-Header, Präsentationen und Lebensläufe. Aber auch eine eigene Maßangabe ist möglich.

Canva greift ebenfalls auf freie Bilddatenbanken zurück, hat dazu aber noch eine große Palette an Hintergründen und einzelnen Elementen. Vor allem bietet es richtig gute Layout-Vorlagen an, die einfach nur noch nach den eigenen Wünschen per Drag-and-Drop angepasst werden müssen. Gerade die vielen Templates wie beispielsweise „Facebook-Werbeanzeige“ machen es auch weniger kreativen Menschen möglich, gute und ansprechende Grafiken für ihre Zwecke zu erstellen.

Wo und wie?
Canva ist nach Registrierung unter www.canva.com in einer freien und einer kostenpflichtigen Pro-Version für 119,00 Dollar im Jahr verfügbar. Die Pro-Version bietet die Vorteile, ein festes Brand-Kit verwenden zu können oder auch mit mehreren Mitarbeitern an den Designs zu arbeiten. Zudem stehen mehr Bilder und Elemente zur Verfügung. Erfahrungsgemäß reicht aber die freie Version, in der zur Not auch einzelne Illustrationen, die für einen Preis von etwa einem Dollar gekauft werden können.

3. Für Video-Fans: Crello


Das Tool Crello gibt es seit Mitte 2017 und bietet viele ähnliche Funktionen wie Canva. Auch hier liegt der Fokus ganz klar in der einfachen Erstellung von Social Media Postings und Anzeigen. Die Bedienung mit den Layouts und der Möglichkeit, Objekte zu ergänzen bzw. eigene Bilder hochzuladen, ist beinahe identisch zu Canva. Auch eigene Wunschmaße für die Grafik können angelegt werden.

Allerdings gibt es auch zwei Erweiterungen, die Crello als zusätzliches Tool spannend machen: Zum einen kann man eigene Schriftsätze als TTF oder OTF hochladen, zum anderen bietet es auch animierte Layouts. Die kurzen Animationen sind ca. vier bis acht Sekunden lang und mit dem quadratischen Format von 1080x1080 Pixeln in den meisten Social-Media-Kanälen nutzbar. Die Bearbeitung beschränkt sich zwar auf die Änderung von Text und das Ergänzen von Objekten, reicht aber trotzdem, um auf einfachem Wege witzige und individuelle Bewegtanzeigen für Facebook zu gestalten.

Wo und wie?
Crello ist prinzipiell auch ohne Anmeldung unter crello.com nutzbar. Weil aber ein Download der eigenen Kreationen nur mit einem Login möglich ist, ist die Registrierung quasi unumgänglich. Einen Premium-Account gibt es nicht, es sind aber auch Käufe von Stock-Fotos für 99 Cent pro Verwendung möglich.

4. Für die Ästheten: Adobe Sparks (Webanwendung + App)


Eine weitere Tool-Empfehlung, um wirklich ansprechende Facebook Anzeigen zu erstellen, sind die Angebote von Adobe Sparks. Damit wird genau die Lösung für Gelegenheitsnutzer geboten, welche den vollen Zugriff auf Photoshop & Co. nicht benötigen und keine Design-Vorkenntnisse haben. Sparks kann im Browser oder auch als iOS App genutzt werden. Es bietet sehr abwechslungsreiche, auf verschiedene Social Media ausgerichtete Layouts, die immer mit festen Stilelementen und Farbpaletten arbeiten. Die Auswahl der Templates und Bedienfelder sind sehr intuitiv angelegt, so dass eine in sich stimmige Grafik in wenigen Schritten zusammengestellt ist.

Auch hier können zusätzlich Bilder hochgeladen werden, so dass die Anzeigen mit eigenen Grafiken, aber nach festen Design-Kriterien erstellt werden. In der iOS App Sparks Post ist es zudem möglich, alle Kreationen in eine 4-Sekunden-Animation umzuwandeln.

Wo und wie?
Die iOS App Adobe Spark Post (sowie Adobe Spark Page und Adobe Spark Video) und die entsprechende Webanwendung spark.adobe.com sind nach Registrierung erst einmal kostenlos. Wer allerdings den vollen Umfang nutzen und vor allem das Adobe Logo in den Anzeigen entfernen möchte, der sollte für 10 Dollar im Monat die Premium-Variante nutzen.

5. Für Kontrolleure: Das Text-Overlay-Tool


Na gut, der letzte Tipp ist gar kein Grafik-Tool! Aber bei aller Euphorie, die man schnell bei der Erstellung von Anzeigen über die genannten Tools hat, sollte man eines nicht vergessen: Facebook ist kein großer Fan von Text im Bild. Auch wenn die 20-Prozent-Regelung aufgeweicht wurde, werden Anzeigen mit einem hohen Textanteil schlechter ausgespielt. Von daher sollte man alle Anzeigen, die Text enthalten, vorab über das Facebook Text-Overlay-Tool prüfen.

Wo und wie?
Das Tool wird von Facebook direkt unter www.facebook.com/ads/tools/text_overlay kostenlos zur Verfügung gestellt und bewertet den Anteil des Textes in vier Stufen. Wobei das Ziel immer sein sollte, nicht über die ersten beiden Kategorien zu kommen, um eine gute Ausspielung der Anzeigen zu garantieren.