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Trends im lokalen Marketing

Banner PLZ-genau ausgespielt, neue Abrechnungsmodelle mit CPC anstatt TKP, Unterstützung lokaler Markenpartner - das sind einige der Trends für 2019.
Thomas Ötinger | 13.12.2018
Lokale Anbieter profitieren von lokalem Marketing. © Pixabay / Photosforyou
 

2019 sollten Marken-Verantwortliche Display-Werbung über lokale Absatzpartner neu denken: Webbanner, die auf High-Traffic-Websites PLZ-genau ausgespielt sind, wirken der Banner-Blindheit entgegen. Zudem braucht es neue Abrechnungsmodelle: „CPC anstatt TKP“ lautet die Devise. Daneben sollten Marken ihre Partner vor Ort im lokalen Online-Marketing unterstützen: mittels Werbeberatung und anpassbaren Templates. So können lokale Dienstleister z. B. personalisierte Videobotschaften mittels Video-Rendering automatisch zu generieren und per E-Mail zu versenden. Dabei fungiert nicht etwa ein Markenunternehmen als Absender des Videos, sondern ein lokaler Absatzpartner, wie beispielsweise ein Versicherungsvermittler, eine Werkstatt, ein Händler oder ein anderer Dienstleister vor Ort. Die Personalisierung kann dabei so weit gehen, dass die Kamera auf die Adresse des Empfängers auf Google Maps zoomt oder dass der Name des Adressaten auf einer Werbetafel oder Türklingel im Video erscheint. Ebenfalls per Video-Rendering lassen sich personalisierte Angebotsvideos erstellen. Eine Animation könnte dem Adressaten die wichtigsten Fakten zu einem Thema, für das er sich interessiert, präsentieren oder den Nutzen eines Produkts und die entsprechende Kostenzusammensetzung erklären. Absender ist hier ebenfalls nicht die Marke, sondern ein lokaler Dienstleister.

Im Dialogmarketing steht zudem der Kontakt zu potenziellen und bestehenden Kunden seit jeher im Fokus. Mit fortschreitender Digitalisierung werden die Mittel und Wege, um die Konsumenten zu erreichen, immer vielfältiger. Ein Trend für 2019 werden unter anderen postalische Limbic-Mailings sein. Alle Menschen haben eine Reihe an Grundbedürfnissen, die ihre Handlungen steuern. Nur wenn das Marketing diese Bedürfnisse anspricht, reagiert der Konsument auf ein Angebot. Denn er trifft Kaufentscheidungen emotional und rechtfertigt sie später rational. Aufgrund Flut an Werbebotschaften erreichen Marketiers mit allgemeinen Aussagen ihre Wunschkunden heutzutage nicht mehr. Stattdessen gilt es, die Zielgruppe(n) nach ihren Grundbedürfnissen (limbischen Instruktionen) zu strukturieren und die Kommunikation entsprechend auszurichten. Unternehmen, die diesen Ansatz verfolgen, sind mit ihren Werbetexten sehr erfolgreich, während andere nur eine sehr geringe Resonanz verbuchen können.

Überhaupt wird es immer wichtiger, die lokalen Absatzpartner in die Markenkommunikation zu integrieren. Wichtig ist dabei – neben der Sicherstellung des Corporate-Designs –, dass der lokale Partner samt Kontaktdaten im Mittelpunkt der Werbemaßnahme steht. Indem Unternehmen die Strahlkraft ihrer Marke mit der lokalen Bekanntheit der Vertriebspartner verbinden, stärken sie die lokale Markenpräsenz und erhöhen die Absatzchancen signifikant, während die Partner von einer professionellen Außendarstellung profitieren.