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Die wichtigsten Growth-Hacking-Trends 2019

Mit welchen Marketing-Maßnahmen sind kürzester Zeit messbare Ergebnisse zu erzielen und das datengetrieben, individuell und agil?
Hackabu | 10.01.2019
© Pixabay / Geralt
 

Hackabu, eine Growth Hacking Companie aus Wien, präsentiert gemeinsam mit Head of Growth Dominik Meyer die wichtigsten Trends im Growth Hacking, die Unternehmen 2019 auf keinen Fall unbeachtet lassen sollten:

1. Micro-Influencer Marketing


Wer es geschafft hat, sich auf Instagram eine beachtliche Reichweite aufzubauen, wurde in den vergangenen Jahren zunehmend für Unternehmen interessant. Wer zehntausende oder sogar hunderttausende Follower hat, dessen Meinung gilt – sprich wenn Influencer das Produkt X am eigenen Körper trägt, wollen das wohl auch tausende der Follower, die ihrem Idol nacheifern, so der allgemeine Tenor. Doch gerade hier zeichnet sich in letzter Zeit ein Gegentrend ab: Da die absoluten Influencer-Stars mittlerweile durch die Flut ihrer Werbe-Postings für ihre Zielgruppe immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren und dadurch ihre Wirksamkeit im Marketing sinkt, setzen Unternehmen 2019 zunehmend auf Personen mit geringerer Reichweite (bis zu 10.000 Follower), die in ihrer Nische mit ihrem Account professionell auftreten. Diese sogenannten Micro-Influencer verfügen meist über eine treue Fangemeinde, weisen eine weitaus höhere Interaktionsrate auf als die Stars der Branche und können somit ein idealer Weg für Unternehmen sein, ihre Produkte schnell und kostengünstig an die richtige Zielgruppe zu bringen. Micro-Influencer Marketing hat demnach großes Potential, das klassische Influencer-Marketing 2019 vom Thron zu stoßen.

2. Chatbot – der neue Newsletter


Auch wenn Chatbots bereits länger eingesetzt werden, so hat es doch eine Weile gedauert, bis sie sich dank zunehmend ausgereifter Technologie zu einem essentiellen Bestandteil im Online-Marketing-Mix entwickelt haben. Gerade Unternehmen, die einen Weg suchen, ihr Kundenservice effizienter zu gestalten, kommen am Einsatz von Chatbots kaum mehr vorbei. Ein Bot kann dank dem Einsatz von Machine Learning mittlerweile fast genauso gut Kundenanfragen beantworten wie ein Call Center- bzw. Customer Support-Mitarbeiter. Die schnelle Reaktionszeit und die Möglichkeit, in Echtzeit Lösungen und Antworten zu liefern, eröffnen neue Umsatzchancen für jedes Unternehmen. Außerdem liefern Chatbots dem Kunden ausschließlich Informationen, die dieser erfragt und somit seinem Interesse entsprechen, womit Chatbots einen strategischen Vorteil gegenüber den oft als aufdringlich empfundenen traditionellen Werbeanzeigen haben.

Chatbots eignen sich auch sehr gut dafür, als direkter Marketingkanal im Kundenkontakt zu agieren. Im Vergleich zum Newsletter zum Beispiel erzielen Chatbots Öffnungsraten von 90 Prozent und Klickraten von 40 Prozent und höher. Außerdem bewegen sich die Lead-Preise für die Emailadresse des Kunden in einem viel niedrigeren Segment als bei Newslettern. Gute Beispiele sind in etwa die facebook Messenger Chatbots Manychat und Chatfuel, die man fast ohne Programmierkenntnisse erstellen kann. Somit könnten Chatbots bald schon Newsletter als wichtigen Marketingkanal ersetzen.

Da die meisten Kunden jedoch nach wie vor persönliche und individuelle Betreuung schätzen, besteht die größte Herausforderung für Unternehmen darin, die Kommunikation mit Chatbots so „menschlich” wie möglich zu gestalten.

3. Video Content


„Video First" ist nicht nur ein von Facebook geprägter Begriff, sondern auch der Hinweis auf ein wachsendes Phänomen: Für immer mehr User bewegt sich der bevorzugte Weg, um Informationen zu erhalten vom Text hin zum Video. Vor allem Live-Interviews finden großen Anklang beim Publikum und sind durch den Wegfall der Produktions- und Nachbearbeitungskosten ein äußerst kostengünstiger Weg, die Zielgruppe direkt zu erreichen und dem gewünschten Publikum näher als jemals zuvor zu kommen. Auch im (E-mail-)Marketing gewinnen Videos stärker an Bedeutung. Anstatt reinem Text setzen Marketer verstärkt auf persönliche Video-Botschaften für Website-Besucher und Newsletter-Abonnenten, da sie den persönlichen Bezug verstärken und somit als Branding-Maßnahme immer wichtiger werden. Außerdem sind Videos für User viel einfacher „on-the-go” zu konsumieren als lange Artikel und gleichzeitig in der Lage, Inhalte einfach und unterhaltsam zu transportieren – dies macht Videos derzeit wohl zum geeignetsten Mittel, Marken, Produkte und Dienstleistungen zu bewerben.

4. Kundensegmentierung basierend auf Website-Aktivität


Kundensegmentierung bzw. Marktsegmentierung ist die Aufteilung potentieller Kunden in einem bestimmten Markt in einzelne Gruppen anhand bestimmter Kriterien wie Demografie, Lebensstandard, Einkommen, Interessen und persönlicher Orientierung. Was auf den ersten Blick einfach klingen mag, ist aus Marketingsicht relativ komplex: jede Zielgruppe verlangt nach individuell angepassten Inhalten, um sie bestmöglich zu erreichen. Ein wesentlicher Faktor für die Segmentierung ist das Nutzerverhalten auf der Kundenwebsite, wodurch es möglich wird, jedem User ein „personalisiertes” Erlebnis entlang der gesamten Customer Journey zu bieten.

Nach dem Prinzip der Kundensegmentierung können dann auch in weiterer Folge Kampagnen geplant und optimiert werden, wodurch Unternehmen ihre Relevanz und somit ihre Erfolge auf Kundenseite um ein Vielfaches steigern können.

Diese Entwicklung in Richtung individuelle Kundenansprache macht deutlich, dass das Zeitalter der Massenmedien und -vermarktung so gut wie vorbei ist.