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Die Umsetzung von Bandenwerbung in der Fußball-Bundesliga ist oft ein Drama

Sitzen Sie auch jeden Samstag gespannt vor Ihrem Fernseher und wundern sich über die teils fürchterlich gestalteten Banden in der Fußball-Bundesliga?
Holger Bartl | 01.06.2010

Dann geht es Ihnen wir mir. Bandenfriedhöfe, zu kleine Schriften, weiße Hintergründe, falsche Positionen, Unlesbarkeit durch Sonnenstrahlung und so weiter und so weiter.

Manchmal frage ich mich, ob es die Bandensponsoren wirklich nicht erkennen oder ob Sie es einfach nicht sehen wollen.

Ja, die Bande, die Sie im gleißenden Licht der Nachmittagssonne nicht sehen können, das ist Ihre Bande. Herzlichen Glückwunsch. Ein richtig großer Wurf. Was steht übrigens drauf? Also wenn man die dünne und verspielte Schrift in hellgrün auf weißem Untergrund auch lesen könnte.

Sie glauben, dass ich jetzt übertreibe? Mit Sicherheit nicht. Natürlich haben es mittlerweile viele Sponsoren erkannt und entsprechend reagiert, und eine erfahrene Agentur macht Ihre Kunden immer aufmerksam, jedoch gibt es nach wie vor viele Unternehmen, die diese Entscheidung gerne selber in die Hand nehmen. Und auch die Vereine sind oft nicht in der Lage, gegen zu steuern oder trauen sich nicht, gegen die Entscheidung des Sponsors anzugehen. Zudem sind sie oftmals gar nicht mehr verantwortlich, da sie längst ihre Rechte an die großen Sportvermarkter abgegeben haben.

Und zu guter Letzt kommen noch die Kreativen ins Spiel. Warum die Hüter des heiligen Corporate Designs sich immer wieder gegen die Fachleute aus dem Marketing/Sponsoring durchsetzen können, wird mir ein Rätsel bleiben. Die Fakten zeigen doch eindrucksvoll, dass es bei der Gestaltung von TV-Banden im Profisport andere Gesetzmäßigkeiten gibt. Und dafür gibt es auch gute Gründe. Denn wir alle wollen nämlich wissen, wer bei unseren Lieblingsvereinen denn so Werbung macht; schließlich wollen wir die Sponsoren unseres Clubs doch unterstützen und deren Produkte kaufen. Oder etwa nicht?