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Gut arbeiten am Montagmorgen

So fängt die Woche des Tao-Managers an: In Ruhe kocht der Chef sich Tee und lässt durchs offene Fenster Frühlingsluft und Vogelgezwitscher herein.
Friederike Beier | 08.04.2013

Das Telefon war noch umgeleitet. Er genoss die Ruhe des Morgens. Als der Chef am Montag morgen das Büro betrat, lag ein sorgfältig sortierter Stapel mit Post und ausgedruckten Mails auf dem ansonsten leer wirkenden Schreibtisch.

Nach ein paar Dehnungsübungen am offenen Fenster lehnte er sich mit der Teetasse in der Hand in seinem Schreibtischstuhl zurück und rief sich die Geschäftsereignisse der letzten Woche in Erinnerung. Gleich ob positiv oder negativ, die Geschehnisse, die ihm in Erinnerung kamen, liefen durch seinen Kopf, ohne dass er sie gedanklich kommentierte. Eine Art Stummfilm, ein Warm-up, das innerlich kaum Spuren hinterließ.
Dann griff er den Post-Stapel, blätterte kurz darin und nahm eine Mail heraus. Konzentriert stieg er in die Projektanfrage ein und entwickelte am Laptop ein Konzept.

Gerade als er die Arbeit beendet hatte, erinnerte ihn ein leiser Gong, dass es Zeit für eine Pause war. Er öffnete die Terrassentür und trat ins Freie. Gut roch der Morgen nach dem Regen in der Nacht. Er sah, dass zwei Mitarbeiter zu einem kurzen Spaziergang aufbrachen, zwei andere saßen in der milden Sonne mit einem Frühstück auf der Holzbank. Er bückte sich zu den Pflanzen hinunter und zupfte ein paar welke Blätter ab. Dann drehte er ebenfalls das Gesicht in die Sonne und genoss für einige Minuten die Wärme und das Licht. Er schloss die Augen und nahm Wind und Naturgeräusche wahr.

Als er sich ausreichend gesammelt hatte, öffnete er die Augen wieder und ging zügig hinein. Er machte sich auf den Weg zum Besprechungsraum. Dort half er der Mitarbeiterin, die Getränke für die Teambesprechung vorzubereiten. Die verbleibenden zehn Minuten verbrachte er damit, nach seinen Mails zu schauen und die wichtigsten kurz zu beantworten. Dreimal 10 Minuten am Tag für Emails und maximal eine Stunde für Telefonate, das war eine Regelung, die er für sich persönlich entwickelt hatte. Sie reichte für die geschäftliche Kommunikation aus und ließ ihn in seiner inneren Ruhe bleiben.

Lachend und schwatzend kamen seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herein. Zu acht saßen sie am runden Tisch und ergänzten die kurze Agenda des Chefs. Für Problempunkte hatten sie meist schon Lösungsideen parat und entwickelten diese mit dem Chef und den Kollegen weiter. Gegen Ende des Meetings eröffnete der Chef seinen Mitarbeitern kurz die Schwierigkeiten, die sich im Umgang mit einem Kunden entwickelt hatten. Zufrieden sammelte er die Lösungsvorschläge des Teams und bedankte sich.
Zum Abschluss mahnte er, sich angesichts dessen, dass drei Kollegen im Urlaub waren, nicht von den Kunden unter Druck setzen zu lassen. "Sie wollen schließlich eine gute Arbeit von uns und die braucht ihre Zeit. Gestalten Sie die Woche so, wie Sie es persönlich brauchen und achten Sie auf Ihre Kräfte. Das ist das Wichtigste." Damit verabschiedete er sich für den Nachmittag ins Home-office und wünschte allen einen angenehmen und produktiven Tag.

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