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Manager, nichts als Manager.

Was vermisse ich die guten alten Berufsbezeichnungen wie Geschäftsführer, Vertriebsleiter, Sekretärin, Vorstandsassistent und Prokurist.
Holger Bartl | 16.07.2010

Gab es früher in vielen Unternehmen den „Chef“, den Prokurist als engsten Vertrauten und die eigentliche Chefin des Unternehmens, die Sekretärin des Chefs, so muss man sich heute durch einen Wust an Bezeichnungen quälen.

Hier eine kleine Auswahl: Senior Consultant. Field Marketing. Brand Manager. Sales Manager. Project Manager. PR-Manager. Marketing Director. Sponsoring Manager. Managing Director. General Manager. Division General Manager. Department Manager. Manager Brand Communication. Account Manager. Management Consultant. Chief Executive Officer...

Und nicht zu vergessen meine Lieblinge, die „Head of´s“.

Übrigens sind alle Bezeichnungen männlicher Natur!

Ist doch ganz klar werden jetzt viele von Ihnen sagen. Im Zuge der Internationalisierung und der Globalisierung. Hier muss man einfach Bezeichnungen finden, die in anderen Ländern Standards sind und jedem sofort aufzeigen, in welcher Position sich sein Gegenüber befindet. Vollkommen richtig. Ich bezweifele jedoch, ob nun wirklich jeder Mitarbeiter und Entscheider in direktem internationalen Kontakt steht.

Natürlich hört sich „Business Development“ besser an als Akquisiteur, und „Office Managerin“ besser als Empfangsdame. Aber manchmal finde ich all diese Fantasie-Positionsbezeichnungen einfach nur störend. Man hat das Gefühl, dass sich jeder etwas größer machen will, als er tatsächlich ist.

Und wenn man nicht aufpasst, dann glauben sie es auch.

Ihr
Holger Bartl