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Relevante Backlinks finden und pflegen

Dieser Fachartikel gibt Praxis-Tipps für die SEO Offpage-Optimierung.
Daniel Vetterkind | 02.11.2010

Dass sinnvoller Linkaufbau mittlerweile zum Handwerkszeug eines Webmasters gehören sollte ist unumstritten. Doch schon meine Formulierung zeigt, dass die Realität leider anders aussieht. Auch im Jahr 2010 gibt es immer noch zahlreiche Websites von Unternehmen, die ihre Hausaufgaben in Punkto Linkaufbau noch nicht oder nur unzureichend gemacht haben. Sei es nun die Webvisitenkarte von Handwerksmeister Schröder oder der umfangreiche E-Commerce-Auftritt eines namhaften Unternehmens. Grund genug, den ersten Artikel meines neuen Weblogs nocheinmal dieser Königsdisziplin der Suchmaschinen-Optimierung zu widmen. Lesen Sie jetzt, mit welchen Maßnahmen Sie relevante Links für Ihre Website erhalten...


1. Natürliche Linkstruktur schaffen

Das A und O beim finden relevanter Backlinks ist eine natürliche Linkstruktur. Aber was bedeutet das eigentlich? Ein Beispiel: Eine Schraubenfabrik möchte ihre Webseite optimieren, damit sie bei bestimmten Suchbegriffen auf der ersten Suchergebnis-Seite bei google erscheint. Soweit so gut. Um möglichst schnell relevante Links auf die eigene Seite zu erhalten, nimmt Marketingleiter Müller ein Agentur-Angebot an: Wir bieten Ihnen 1.000 Backlinks für 49,- Euro. Damit bringen Sie Ihre Website in die ersten Suchergebnisse bei google und Co. Einige Tage nach dem Wirken der Agentur war die Website ganz aus den Suchergebnissen der großen Suchmaschinen verschwunden. Was war passiert? Die Agentur hatte zahlreiche Backlinks gekauft und die Website in Linkfarmen* aufnehmen lassen. google hat den unnatürlich schnellen und künstlichen Linkaufbau erkannt und den Internetauftritt der Schraubenfabrik aus dem Index verbannt.

Link ist also nicht gleich Link. Es hilft vielleicht, sich an dieser Stelle vor Augen zu führen, dass Sie Ihren Webauftritt nicht für Maschinen wie die google Suche optimieren, sondern für Menschen, die nach einer Lösung für ihr Problem suchen. Konkret heißt das: Suchen Sie selbst und gezielt nach Möglichkeiten zur Verlinkung. Welche Website-Betreiber könnten ein Interesse daran haben, auf Ihre Inhalte zu verweisen und warum? Was können Sie bieten, was andere nicht haben? Welche Webseiten gibt es, die mit Ihren Produkten oder mit Ihrer Dienstleistung in Zusammenhang stehen?
Im Zusammenhang mit der Linkstruktur gilt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt zu erwähnen: Ihr Linkportfolio sollte möglichst viele Links von unterschiedlichen Domains beinhalten. Es bringt somit wenig, bei einem Provider mehrere Domains zu reservieren und von dort auf Ihre Haupt-Webseite zu verlinken.

Weiterhin ist es wichtig, dass Ihre Links von IP-Adressen mit unterschiedlichen IP-Class-C-Blöcken kommen (geografisch verteilte und voneinander unabhängige Links). Aber was bedeutet das genau? Jeder Rechner ist im Internet mit einer eindeutigen Adresse registriert, z.B: 92. | 13. | 203. | 25. Eine IP-Adresse lässt sich in mehrere Blöcke aufteilen (Hier mit dem geraden Strich verdeutlicht): Der 1. Block wird als A-Block, der 2. als B-Block und der 3. - in diesem Beispiel die 203 - als C-Block bezeichnet. Aber wie lässt sich herausfinden, ob man Links aus unterschiedlichen IP-Class-C-Blöcken hat? Es gibt zahlreiche kostenlose Tools, die ich aber an dieser Stelle nicht empfehlen kann. Wenn Sie mit Ihrem Internetauftritt ernsthaft Geld verdienen möchten, sollten Sie über ein kostenpflichtiges Tool wie z.B. "Sistrix" oder "Searchmetrics" nachdenken.



2. Gute Backlinks erhalten

Sicher haben Sie es schon geahnt: Die Suche nach geeigneten Backlinks ist schon ein wenig Arbeit. Den Anstoß dazu habe ich oben im Text schon gegeben: Um gute Backlinks zu bekommen, müssen Sie dafür sorgen, dass man über Sie und Ihr Angebot spricht. Bieten Sie etwas, was Ihrer Zielgruppe weiterhilft und vielleicht nicht grade auf jeder Website zu finden ist:
• Gibt es vielleicht eine Checkliste, die Sie zum Download anbieten können? Denken Sie hier z.B. an "Die 10 Tipps für...", "Schritt für Schritt-Anleitung für..."
• Gibt es Fachbücher, die Sie z.B. mit einem "Buchtipps des Monats" empfehlen können?
• Haben Sie Praxis-Tipps und Fachinformationen für Ihre Zielgruppe, die Ihr Wettbewerber nicht bietet?

Vielleicht denken Sie jetzt: Alles schön und gut, aber damit bekomme ich nicht automatisch gute Backlinks!? Der nächste Schritt liegt darin, Webseiten-Betreiber auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen:

• Verteilen Sie Fachartikel bei Presseportalen wie z.B. openpr.de und bei relevanten Artikelverzeichnissen.
• Schreiben Sie Artikel, Rezensionen und Kommentare auf relevanten Blogs und Webseiten mit Verlinkung zu Ihrem Angebot.
• Publizieren Sie Fachartikel auf anderen Internetportalen und in Fachzeitschriften, machen Sie auf sich und Ihr Unternehmen aufmerksam!

Eine weitere Überlegung könnte sein, einmal Ihre Lieferanten und Kunden anzusprechen. Sicher gibt es auch hier einige Möglichkeiten, Links zu Ihrem Unternehmen auf deren Internetauftritt zu platzieren. Wenn Sie einen Online-Shop haben: Tragen Sie Ihre Produkte in Shopverzeichnisse und Produktsuchmaschinen ein. Und zu guter Letzt: Nutzen Sie den Informationsreichtum, den die google-Suche zu bieten hat! Mit den Suchoperatoren "Minus", "Plus" und "Or" können Sie herausfinden, welche Websites es zu Ihrem Thema gibt. Verkaufen Sie zum Beispiel Fahrräder, könnten Sie bei google durch die Eingabe "Fahrrad" + "Forum" OR "Fahrrad"+"Blog" herausfinden, welche Fachforen und Blogs es zum Thema Fahrrad gibt und prüfen, ob und wie Sie Ihr Unternehmen dort mit einem Link zu Ihrem Fahrrad-Shop präsentieren können.


3. Backlink-Portfolio prüfen, laufend pflegen und erweitern

Linkaufbau lässt sich nicht mal eben in der Kaffeepause erledigen. Ich denke, soviel dürfte beim Lesen dieses Artikels klar geworden sein. Hierfür sollten Sie sich schon ein paar Stunden im Monat reservieren. Aber auch die Pflege der einmal gesetzten Links sowie die laufende Erweiterung Ihres Backlink-Portfolios gilt es im Zeitplan zu berücksichtigen. Sie können nie genügend relevante und hochwertige Links haben - je mehr desto besser.

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch einen kurzen Hinweis dazu geben, wie Sie herausfinden, wieviele Backlinks Sie schon gesammelt haben: Generell können Sie z.B. bei google "link: www.ihredomain.de" eingeben. Jedoch empfehle ich auch hier den Einsatz eines professionellen Tools wie z.B. das gogle Webmastertool oder das oben bereits erwähnte Tool "Searchmetrics". google gibt längst nicht alle Backlinks aus, die auf Ihre Website zeigen. Eine von zahlreichen Taktiken des Suchmaschinen-Gigants.
Das wars vorerst zum Thema Linkbuilding. Fehlt etwas? Schreiben Sie einfach einen Kommentar oder schicken Sie mir eine E-Mail.
Ich freue mich über Ihre Erfahrungen, Anregungen und Fragen!


Weitere SEO Praxis-Tipps finden Sie hier:
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