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Was ist eigentlich: Social Media?

Als Social Media werden digitale Plattformen bezeichnet, die den interaktiven Austausch von Menschen untereinander ermöglichen.
Melanie Tamblé | 18.07.2011

Sie bieten Nutzern die Möglichkeit, Themen selbst zu erstellen, zu kommentieren und zu diskutieren. Zu Social Media gehören beispielsweise Internetforen, Blogs, Mikroblogs und Social Networks. Sie tragen insbesondere dazu bei, dass Nachrichten im Internet eine sehr schnelle Verbreitung finden. Die Relevanz von Social Media steigt daher stetig.

Social Media in Unternehmen
Das Web 2.0 verändert die Unternehmenskommunikation grundlegend. Je mehr Menschen sich in Social Media engagieren, desto höher wird auch die Relevanz für die Unternehmenskommunikation. Fehler oder Mankos von Unternehmen können heute direkt von jedem Interessierten aufgegriffen und über Blogs und Social Networks zum Thema gemacht werden. Durch den hohen Vernetzungsgrad der Nutzer verbreiten sich Neuheiten in kürzester Zeit und werden in Folge der zunehmenden Interaktion von Online- und Offline-Medien auch durch klassische Medien aufgegriffen. Laut Universität St. Gallen gehen über 80 Prozent der befragten Unternehmen von einer weiterhin steigenden Bedeutung von Blogs, Wikis und Social Networks aus. So hat sich bereits der klassische Pressebereich zu sogenannten Social Media Newsrooms gewandelt, in denen sämtliche PR- und Social-Media Aktivitäten zusammenfließen.

In der Praxis kommt Social Media beispielsweise in den folgenden Unternehmensbereichen zum Einsatz:
- Marketing und Vertrieb
- Unternehmenskommunikation
- Human Resources/Personalmanagement
- Kundenservice

5 Vorteile von Social Media für Unternehmen:

1. Geschwindigkeit
Über Social Media können Unternehmen direkt mit ihren Kunden in einen Dialog treten. So können sie potentielle Trends früh erkennen – und sofort reagieren. Über Social Media-Kanäle wie Twitter reagieren Sie innerhalb von Minuten.

2. Dialog statt Monolog
Sie können Social Media verwenden, um mit Ihren Kunden in Kontakt zu treten. Anregungen und Kritik der Kunden können so direkt umgesetzt werden und zu einem verbesserten Produkt oder Dienstleistung führen. Einträge auf der Facebook Fanpage, Fragen über den Twitter Account, Kommentare auf Blogs - direkter kann man nicht kommunizieren.

3. Social Media ist viral

Nutzen Sie Social Media um ihre Zielgruppe dazu zu ermutigen, über Ihre Marke zu sprechen. Mit interessanten Inhalten fördern Sie die Bereitschaft ihrer Zielgruppe, Ihre Inhalte mit dem eigenen Netzwerk zu teilen. Je häufiger Ihre Inhalte weiter getragen werden, umso mehr Aufmerksamkeit erregen sie.

4. Verbesserung des Images
Bei vielen klassischen Kommunikationsmaßnahmen muss man beispielsweise erst Journalisten – sogenannte Gatekeeper – für sich gewinnen, um an die Zielgruppe heran zu kommen. Bei Social Media gibt es diese Hürden nicht. Sie sammeln große Pluspunkte gerade bei den Digital Natives, also jenen Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Dadurch wird nicht nur Ihr Bekanntheitsgrad gesteigert, sondern auch Ihr Image verbessert.

5. Sichtbarkeit in den Suchmaschinen
Durch die Veröffentlichung von Beiträgen in Social Media-Portalen verbessert sich die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen.

Damit Social Media zum gewünschten Erfolg führt und nicht im Misserfolg endet, gibt es eine Reihe an Tipps zu beachten, die für alle Kommunikationsplattformen gleichermaßen gelten.
Social-Media-Marketing (SMM) – 10 Tipps für Unternehmen:
1. SMM ist zeitaufwendig. Planen Sie genügend zeitliche und personelle Ressourcen ein.

2. Interagieren Sie mit Ihrer Zielgruppe und antworten Sie auf Fragen oder Erwähnungen. Jede Anregung muss ein Feedback bekommen. Regen Sie zur Diskussion an.

3. Nehmen Sie Kritik ernst und gehen Sie schnell auf unzufriedene Kunden ein, um die negative Mundpropaganda aufzuhalten.

4. Helfen Sie bei Problemen nicht nur auf den eigenen Plattformen. Es gibt auch in Ihrer Branche etliche fremde Blogs, in denen Probleme diskutiert werden. Schalten Sie sich mit Ihrem Wissen in die Diskussionen ein und helfen Sie Ihrer Zielgruppe bei der Lösung. Es gibt ständig neue Blogs und Foren.

5. Legen Sie Ausdauer an den Tag, um durch die Diskussionen ein Netzwerk aufbauen. Lernen Sie, in sozialen Netzwerken kontinuierlich zu kommunizieren, damit sich Ihre Kunden an Ihre Produkte gewöhnen und Sie einen Expertenstatus aufbauen können.

6. SMM bedeutet nicht nur eigene Web- oder Blog-Inhalte zu verbreiten, sondern auch fremde Inhalte, die für die Zielgruppe von Interesse sind.

7. Seien Sie stets aufmerksam und verfolgen Sie alle Aktivitäten sowohl Ihrer Zielgruppe als auch Ihrer direkten Wettbewerber genau.

8. Es gibt mittlerweile eine unglaubliche Fülle an sozialen Plattformen. Die Bandbreite ist groß, aber es gibt durchaus Unterschiede. Halten Sie sich dort auf, wo Ihre Zielgruppe ist. Hält sie sich beispielsweise eher bei Facebook, MySpace, StudiVZ oder Xing auf?

9. Gehen Sie mit klassischer Werbung sehr achtsam um. Die Nutzer von Social Media sind zwar offen für Marketing – vor allem für Sonder- und Rabattaktionen sowie Gewinnspiele, aber niemand mag Werbung im persönlichen Umfeld von Social Media wirklich.

10. Bleiben Sie authentisch. Ihre Identität muss die Werte der Marke oder des Unternehmens wiedergeben. Der Kunde merkt oftmals sehr schnell, ob ein Unternehmen tatsächlich mit ihm kommunizieren will. Vorgetäuschte Kommunikation ist die Todsünde des SMM.