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Wie Sie den Trend zu „Mobile“ optimal nutzen

Mit dem Siegeszug der Smartphones verlagert sich die Websuche immer mehr auf mobile Geräte.
Marc Höft | 03.02.2014

Die Werbetreibenden kleiner und großer Unternehmen aus verschiedenen Branchen fragen mich oft, wie sie sich diesen Trend am besten zu Nutze machen können. Im Folgenden zeige ich, wie sich aus den jüngsten Innovationen von Google das Beste für mobile SEA-Strategien herausholen lässt.

Die internetfähigen Hochleistungs-Handys verbreiten sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Nach Angaben der Bitkom machen Smartphones inzwischen etwa 80% aller verkauften Handys in Deutschland aus. Von der großen Bedeutung der Alleskönner profitieren besonders die großen Suchmaschinen-Anbieter: Insgesamt steigt die Zahl der Internetsuchen und der Klicks auf Anzeigen – und damit das Geschäft von Google und Co.

Doch wie können Werbetreibende den Trend zu „Mobile“ am besten nutzen, um ihren Umsatz zu erhöhen? Hier lohnt sich ein Blick auf die Neuerungen in Google Enhanced Campaigns bzw. „Erweitere Kampagnen“. Diese sollen es Werbetreibenden ermöglichen, mit SEA (Search Engine Advertising) die immer größere Gruppe der Smartphone-Nutzer einfacher und wirkungsvoller anzusprechen. Ein Element hierbei sind die so genannten Anzeigenerweiterungen.


1. Mobile Sitelinks: Gleich zur richtigen Landing Page

Smartphones, bei Google „Mobilgeräte“ genannt, spielen im Einkaufsverhalten eine immer größere Rolle. Laut einer von TNS Infratest gemeinsam mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) durchgeführten Studie verwenden 60% der deutschen Smartphone-Besitzer ihre Geräte auch zum Einkaufen. Da verwundert es nicht, dass gerade Einzelhändler ganz vorne mit dabei sind, wenn es darum geht, Websites für die Bedürfnisse mobiler Nutzer zu gestalten. Mit der Mobil-Optimierung allein ist aber nicht getan: Die Kunden müssen die richtige Webseite auch finden. Dafür bietet Google neuerdings die Anzeigenerweiterung „Sitelinks für mobile Anzeigen“. Eine entsprechend gestaltet Anzeige eines Modehändlers etwa verweist so auf relevante Unterseiten wie „Damen“, „Herren“ „Kids“, „Sport“ und „Sale“.


2. Click-to-Call: Konversion am Telefon

Für Produkte oder Dienstleistungen, die eher über das Telefon als online vertrieben werden, bietet Google die Anruferweiterung. Ein Smartphone-User tippt die in der Anzeige hinterlegte Telefonnummer an und wird unmittelbar mit dem Anbieter verbunden. Auch diejenigen, die noch keine für Mobilgeräte angepasste Webseite haben, können von solchen Anzeigen profitieren. Da Telefonate vor allem für Reisende oft die komfortabelste Lösung sind, eignen sich Click-to-Call-Anzeigen ebenfalls sehr gut für Restaurants, Hotels, Taxi- und Mietwagenunternehmen. Auch wenn die Konversion am Telefon und nicht auf der Website erfolgt: Mit ein paar technischen Kniffen können die Gewinne und Umsätze aus diesen Anrufen getrackt und den Suchmaschinen-Klicks zugeordnet werden. So ist es möglich, Gebote zu optimieren.


3. Click-to-Download: mobile Commerce mit Shopping Apps

Selbst bei guten mobilen Websites erschweren die kleinen Displays den Online-Einkauf. Es ist schwierig, dort die nötigen Informationen ansprechend zu präsentieren. Auch einfach nutzbare Bestell- und Bezahlprozesse sind mit mobilen Websites nur schwer umzusetzen. Das gilt nicht nur für Online Shops, sondern auch für Hotel- oder Reisebuchungs-Portale sowie die Web-Angebote stationärer Händler und Gastronomieketten, usw. Den Usability-Herausforderungen können Händler und Dienstleister begegnen, indem sie ihren Kunden speziell für bestimmte Smartphone-Betriebssysteme programmierte Shopping-Apps anbieten. Diese bieten das mit Abstand beste Einkaufserlebnis. Allerdings ist die Konkurrenz inzwischen riesig: Shopping-App-Anbieter müssen also massiv in Werbung investieren, um die Verbraucher dazu zu bewegen, ihre App herunterzuladen. Dafür bietet Google eine Anzeigenerweiterung, die direkt auf die dem Gerät entsprechende App-Download-Plattform verweist.


4. Standorterweiterung: Kunden in der Umgebung ansprechen

Inhaber von Ladengeschäften, Restaurants, Hotels, usw. können auch von Standortweiterungen profitieren. Mit diesen Anzeigen werden Nutzer angesprochen, die sich in der Nähe befinden. In den Anzeigen erscheint die vollständige Adresse sowie Telefonnummer und die Geschäfte werden in Google Maps angezeigt. In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, die lokale Suchmaschinenwerbung mit Sonderaktionen und Rabatt-Gutscheinen zu kombinieren. Auch dafür gibt es eine Anzeigenerweiterung:


5. Angebotserweiterung: Kombination von Online und Offline

Handelsketten bieten immer öfter digitale Gutscheine an, die einfach durch das Zeigen eines Codes auf dem Smartphone am Point of Sale eingelöst werden. Hierbei kommen die Offline- und Online-Welt in idealer Weise zusammen. Die stationären Händler profitieren nicht nur von mehr Umsatz und Neukunden, sondern auch von Online-typischen Vorteilen wie Nachvollziehbarkeit der Marketing-Maßnahmen (mittels Tracking) und gegebenenfalls auch der Möglichkeit, Kundendaten zu bekommen. Dieses Potenzial sollten sich Werbetreibende nicht entgehen lassen. Google bietet dafür die sogenannte Angebotserweiterung an. Mobile Ads mit Angebotserweiterung bewerben den Gutschein in der Anzeige und verlinken auf eine Landingpage, von der er heruntergeladen werden kann. Wenn die Konsumenten dann den Gutschein im Geschäft einlösen, können Werbetreibende zuverlässig messen, welcher Kundenzustrom und welcher Umsatzbeitrag durch das Mobile Advertising ausgelöst wurde.


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