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Zahl der Markenanmeldungen steigt wieder

Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft
Sybille Kircher | 30.09.2010

Die Zahl der Markenanmeldungen in Deutschland hat sich im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich erhöht. Pro Tag wurden im ersten Halbjahr 2010 in Deutschland durchschnittlich mehr als 170 Marken angemeldet. Besonders stark war der Anstieg bei Schmuck, Fahrzeugen, Hygiene- und Kosmetikartikeln. Das ergab eine Untersuchung der Düsseldorfer Namensagentur Nomen International.

Unternehmen in Deutschland blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Pro Tag wurden in Deutschland im ersten Halbjahr 2010 durchschnittlich über 170 Marken angemeldet. Nach einem Einbruch im gleichen Zeitraum des Vorjahres ist dies ein deutlicher Anstieg. "Markennamen werden in der Regel ein bis zwei Jahre vor der Markteinführung neuer Produkte oder Dienstleistungen angemeldet", erläutert Sybille Kircher, geschäftsführende Gesellschafterin der Düsseldorfer Namensagentur Nomen. "Aus der Anzahl der Markenanmeldungen lassen sich daher Rückschlüsse auf das Geschäftsklima in deutschen Unternehmen ziehen." Das Beratungsunternehmen führte eine Vergleichsanalyse der Anmeldungen im deutschen Markenregister im jeweils 2. Quartal der Jahre 2006 bis 2010 durch. Demnach wurden im 2. Quartal 2010 beim Deutschen Patent- und Markenamt in München insgesamt 22,1 % mehr Marken angemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im 2. Quartal 2009 hatte es wiederum
branchenübergreifend 10,4 % weniger Markenanmeldungen gegeben als im Vorjahreszeitraum. Überdurchschnittliche viele Marken wurden in den Warenklassen für Schmuck, Fahrzeuge, Hygiene- und Kosmetikartikel angemeldet. Bei Bekleidung, Spiel- und Sportartikeln, pharmazeutischen und medizinischen Produkten sowie bei Telekommunikationsdienstleistungen zeichnet sich dieser Trend in abgemilderter Form ebenfalls ab. "Marken sind ein Indikator für die Innovationsbereitschaft von Unternehmen", sagt Sybille Kircher. "Der Rückgang der Markenanmeldungen in 2009 gegenüber 2008 war Ausdruck der mangelnden Risikobereitschaft vieler Unternehmen, neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. In Krisenzeiten setzen Firmen vermehrt auf Sicherheit und bleiben beim Bewährten. Demgegenüber spiegelt die aktuelle Entwicklung den zunehmenden Optimismus der Unternehmen im Hinblick auf den wirtschaftlichen Aufschwung wider."