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1,3 Giga-Bytes Datenmüll pro Benutzer

Der antispameurope Spamreport 2008 vorgestellt
antispameurope GmbH | 23.01.2009
Hannover, 22. Januar 2009. Drastischer Anstieg, Spamrekord, plötzlicher Rückgang, massive Virusattacken und über das Jahr ein nachhaltiger Anstieg der Spamaktivitäten: Langweilig ist es den Mitarbeitern des E-Mail Sicherheitsdienstleisters im vergangenen Jahr nicht geworden. Ein Rückblick auf 2008 und Ausblick auf 2009.

Das Jahr 2008 begann mit einem steilen Anstieg der Spamlevel. Eine Vervierfachung der Spamlevel innerhalb eines halben Jahres führte zum Rekordwert im Juni: Nur noch eine von vierhundert E-Mails war erwünscht. Die hohen Werte blieben auch während des Sommers erhalten ehe die Abschaltung des US-Providers McColo am 11. November erstmals für einen sichtbaren Abfall der Spamlevel sorgte.

Die Antwort der Spam-Versender ließ nicht auf sich warten: nur Tage später folgten massive Attacken mit Virus-verseuchten E-Mails – ganz offenbar der Versuch der Spammer ihre verloren gegangenen Botnets wieder aufzubauen. Dass die Spamaktivität im November und Dezember trotzdem insgesamt hinter den Vormonaten zurückblieb war allerdings kaum Grund zur Freude: Mit mehr als 200 Spam pro erwünschter E-Mail lagen die Werte weiterhin mehr als doppelt so hoch wie Ende 2007.


Enorm ist auch die mit Spam verbundene Datenmenge: Bei einer durchschnittlichen gemessenen Größe von 6 kByte pro Spam und mehr als 18 Tausend Spams pro Nutzer im Monat ergibt sich eine Datenmenge von 111 MBytes pro Nutzer monatlich oder 1,3 GBytes pro Jahr, die durch die Internet-Anbindung transportiert, vom Mailserver verarbeitet und auf Festplatten gelagert werden will. Das durchschnittliche Datenvolumen von erwünschten E-Mails ist dagegen mit 20 MBytes monatlich pro Nutzer bescheiden: Nur 15% des E-Mail Datenvolumens ist erwünscht! Hier liegen für Unternehmen deutliche Einsparpotentiale durch die Auslagerung von Spamfiltern an spezialisierte Dienstleister.

Die Professionalität der Spammer hat im vergangenen Jahr ein bemerkenswertes Niveau erreicht. Es hat sich eine regelrechte Spam-Industrie gebildet, in der sich einzelne Player auf Tätigkeiten wie die Entwicklung von Software-Kits für die Entwicklung von Viren, Erstellung und Pflege von E-Mail Adressdatenbanken und den Betrieb von Botnets spezialisiert haben. Deshalb wird erwartet, dass die Spamlevel 2009 weiter steigen und im Laufe des Jahres neue Rekordmarken setzen.

Ein weiterer prognostizierter Trend: Spam wird persönlich. Informationen über Personen und ihre Interessen sind im Internet reichlich verfügbar. Es ist auch nicht weiter schwierig, diese Information mit E-Mail Adressen zu verbinden. Man darf fest damit rechnen, dass Spammer die sich bietenden Möglichkeiten zur Entwicklung sehr persönlicher Spam-Varianten nutzen um dadurch Spamfilter zu umgehen. Betreiber von Werbenetzwerken in Websites machen vor, wie personalisierte Online-Werbung funktioniert.

Oliver Dehning
antispameurope GmbH
Am Listholze 78
30177 Hannover
Tel: 0511 – 260 905 0
presse(at)antispameurope.com
www.antispameurope.de

antispameurope ist führender Anbieter für Managed E-Mail-Security Services. Die Premium-Services können ohne zusätzliche Software, Hardware oder Wartungsbedarf mit allen gängigen E-Mail-Systemen genutzt werden – auch von mobilen Nutzern. Zum Angebot gehören Spam- und Virusfilter, automatische E-Mail-Signatur und Archivierungslösungen. Alle Leistungen werden über mehrere gesicherte Rechenzentren erbracht und sind rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr verfügbar. Neben Firmenkunden bietet der Sicherheitsspezialist seine Dienstleistungen auch Vertriebspartnern zur Nutzung und Vermarktung an.